Strompreisvergleich 2026: aktuelle Strompreise vergleichen & wechseln
Stand: · Datenbasis: eigene tägliche Tariferhebung über 5.000 Postleitzahlen (Methodik)
Das Wichtigste in Kürze
- Günstige Neukundentarife mit 12 Monaten Preisgarantie kosten aktuell im Bundesschnitt 31,78 ct/kWh (24 Monate Garantie: 33,43 ct/kWh) – ohne Boni gerechnet, Stand KW 25/2026.
- Die Grundversorgung kostet im Schnitt 34,92 ct/kWh (1.439 €/Jahr bei 3.500 kWh). Der günstigste Tarif kostet im Schnitt 871 € – Ersparnis bis zu 568 € pro Jahr.
- Der Wechsel dauert online etwa 10 Minuten; der neue Anbieter kündigt in der Regel beim alten. Ein Stromausfall ist dabei gesetzlich ausgeschlossen.
- Worauf es ankommt: Preisgarantie mindestens 12 Monate, Erstlaufzeit maximal 12 Monate, Jahreskosten ohne Bonus vergleichen.
Stromtarife für Ihre Postleitzahl vergleichen
Postleitzahl eingeben, Haushaltsgröße wählen (oder den genauen Jahresverbrauch eintragen) – der Rechner zeigt alle an Ihrer Adresse verfügbaren Tarife.
- Alle Tarife für Ihre Adresse – bei mehrdeutigen PLZ ortsteilgenau
- Kostenlos & unverbindlich, Sortierung ausschließlich nach Preis
- Die Kündigung beim alten Anbieter übernimmt in der Regel der neue
- Genauer Verbrauch unbekannt? Die Haushaltsgröße liefert gute Richtwerte – Details in der Verbrauchstabelle
Aktuelle Strompreise: unser wöchentliches Strompreisbarometer
Anders als die meisten Vergleichsseiten zeigen wir Ihnen nicht nur einen Rechner, sondern auch die Marktlage: Unser Strompreisbarometer misst jede Woche, was günstige Neukundentarife tatsächlich kosten – als Durchschnitt der drei günstigsten Tarife über 98 repräsentative Postleitzahlen, bewusst ohne Bonuszahlungen und nur mit Preisgarantie. So sehen Sie, ob sich der Markt gerade nach oben oder unten bewegt, bevor Sie wechseln.
Regionale Unterschiede sind erheblich – Netzentgelte machen gut ein Viertel des Strompreises aus und variieren je nach Netzgebiet. Die vollständige Übersicht mit allen Strompreisen nach Bundesland und Stadt führen wir auf einer eigenen Seite.
Lohnt sich der Strompreisvergleich? Die Rechnung
Ja – vor allem, wenn Sie noch nie gewechselt haben. Die Beispielrechnung mit unseren aktuellen Marktdaten (Modellhaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch):
| Tarif | Arbeitspreis | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|
| Grundversorgung (Ø Deutschland) | 34,92 ct/kWh | 1.439 € |
| Günstigster Tarif mit Preisgarantie (Ø) | 29,76 ct/kWh | 871 € |
| Mögliche Ersparnis pro Jahr | 568 € |
Über zehn Jahre summiert sich das – bei konstanter Differenz – auf rund 5.680 €. Wer einmal jährlich vergleicht und konsequent wechselt, bleibt dauerhaft im günstigen Bereich, denn viele Tarife werden nach dem ersten Jahr teurer.
Strompreisvergleich in 5 Schritten
- Stromrechnung bereitlegen. Sie brauchen nur zwei Angaben: Ihren Jahresverbrauch in kWh und – für den späteren Wechsel – Zählernummer und aktuellen Anbieter. Kein Verbrauchswert zur Hand? Nutzen Sie die Richtwerte nach Haushaltsgröße.
- PLZ und Verbrauch in den Rechner eingeben. Der Vergleich zeigt alle an Ihrer Adresse verfügbaren Tarife mit den Jahreskosten im ersten Jahr.
- Filter richtig setzen. Wählen Sie mindestens 12 Monate Preisgarantie und blenden Sie Tarife ohne faire Bedingungen aus. Sortieren Sie nach Jahreskosten ohne Bonus – so erkennen Sie den dauerhaft günstigen Tarif statt des Lockangebots.
- Tarif prüfen und abschließen. Kündigungsfrist, Vertragsverlängerung und Preisgarantie-Umfang ansehen (dazu unten mehr). Der Abschluss läuft komplett online, Sie brauchen ca. 10 Minuten.
- Zurücklehnen. Der neue Anbieter kündigt beim alten und organisiert den Wechsel zum Stichtag. Ihre Stromversorgung läuft dabei garantiert unterbrechungsfrei weiter – es wird nur „umgebucht“, nicht umgebaut.
Worauf Sie beim Strompreisvergleich achten sollten
Der billigste Tarif in der Liste ist selten der beste. Diese fünf Kriterien trennen seriöse Angebote von Lockangeboten – es sind dieselben Kriterien, nach denen wir auch unser Strompreisbarometer berechnen:
- Preisgarantie mindestens 12 Monate: Nur sie schützt vor Preiserhöhungen kurz nach Vertragsbeginn. Achten Sie auf den Umfang – eine „eingeschränkte“ Garantie klammert Steuern und Umlagen aus (üblich und akzeptabel), eine fehlende Garantie ist ein Warnsignal.
- Jahreskosten ohne Bonus vergleichen: Neukundenboni drücken den Preis im ersten Jahr, danach wird es oft teuer. Rechnen Sie: Was kostet der Tarif ab dem 13. Monat? Wenn Sie nicht jedes Jahr wechseln wollen, zählt dieser Wert.
- Erstlaufzeit maximal 12 Monate, danach monatlich kündbar: Seit 2022 dürfen sich Verträge nach der Erstlaufzeit nur noch mit einmonatiger Frist verlängern – Tarife mit längerer Bindung sollten dafür spürbar günstiger sein.
- Grundpreis und Arbeitspreis zusammen betrachten: Bei niedrigem Verbrauch (Single-Haushalt) wiegt der Grundpreis schwerer, bei hohem Verbrauch der Arbeitspreis. Der Rechner übernimmt diese Gewichtung automatisch über die Jahreskosten.
- Seriosität des Anbieters: Vorkasse-Tarife und Pakettarife (feste kWh-Pakete) meiden. Im Zweifel lohnt ein Blick in unser Stromanbieter-Verzeichnis mit Kennzahlen zu jedem Versorger.
Grundversorgung vs. Sondervertrag: der Unterschied
Jede Adresse in Deutschland hat einen Grundversorger – das Energieunternehmen, das die meisten Haushalte im Netzgebiet beliefert (häufig die Stadtwerke). Wer nie gewechselt hat, neu einzieht oder dessen Anbieter ausfällt, landet automatisch dort. Das ist komfortabel und sicher, aber fast immer die teuerste Option: aktuell 34,92 ct/kWh gegenüber 31,78 ct/kWh in günstigen Neukundentarifen.
| Grundversorgung | Sondervertrag | |
|---|---|---|
| Preis | meist am oberen Ende | frei kalkuliert, oft deutlich günstiger |
| Kündigungsfrist | nur 2 Wochen | je nach Vertrag, nach Erstlaufzeit 1 Monat |
| Preisgarantie | keine | üblich: 12–24 Monate |
| Für wen sinnvoll? | Übergangslösung | alle, die dauerhaft sparen wollen |
Aus der Grundversorgung kommen Sie jederzeit mit zwei Wochen Frist heraus – der Wechsel in einen Sondervertrag ist also besonders unkompliziert. Welcher Anbieter an Ihrer Adresse Grundversorger ist, zeigt Ihnen der Rechner nach Eingabe der PLZ.
Wechsel, Fristen und Sonderkündigungsrecht
Der Ablauf nach dem Abschluss
Nach dem Online-Abschluss übernimmt der neue Anbieter die Formalitäten: Er kündigt beim bisherigen Versorger, meldet den Wechsel beim Netzbetreiber an und bestätigt Ihnen den Lieferbeginn. Seit 2025 darf der technische Lieferantenwechsel nur noch 24 Stunden dauern – in der Praxis planen Sie trotzdem zwei bis drei Wochen Vorlauf ein, damit Kündigungsfristen eingehalten werden. Am Stichtag lesen Sie Ihren Zählerstand ab und melden ihn beiden Anbietern (oft reicht der Eintrag im Online-Portal).
Wann Sie selbst kündigen sollten
Bei einer Preiserhöhung haben Sie ein Sonderkündigungsrecht – Sie können zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen, unabhängig von der Vertragslaufzeit. Hier gilt: selbst kündigen (schriftlich, mit Verweis auf das Sonderkündigungsrecht) und erst dann den neuen Vertrag abschließen, denn die reguläre Kündigung durch den neuen Anbieter wäre zu langsam. Dasselbe gilt, wenn Ihre reguläre Kündigungsfrist in den nächsten zwei bis drei Wochen abläuft.
Stromverbrauch richtig einschätzen
Der Vergleich ist nur so genau wie der eingegebene Verbrauch. Den echten Wert finden Sie auf der letzten Jahresrechnung („verbrauchte Menge“ in kWh). Falls Sie ihn nicht zur Hand haben, helfen diese Richtwerte – wählen Sie den höheren Wert, wenn Sie mit Strom Warmwasser bereiten (Durchlauferhitzer/Boiler):
| Haushaltsgröße | Wohnung | Einfamilienhaus | mit elektr. Warmwasser |
|---|---|---|---|
| 1 Person | 1.500 kWh | 2.300 kWh | + ca. 500 kWh |
| 2 Personen | 2.500 kWh | 3.000 kWh | + ca. 800 kWh |
| 3 Personen | 3.500 kWh | 4.000 kWh | + ca. 1.100 kWh |
| 4+ Personen | 4.250 kWh | 5.000 kWh | + ca. 1.400 kWh |
Wärmepumpe oder E-Auto verschieben das Bild deutlich: Eine Wärmepumpe braucht je nach Haus 3.000–6.000 kWh zusätzlich, ein E-Auto bei 12.000 km im Jahr rund 2.500 kWh. In beiden Fällen lohnt der Blick auf spezielle Tarife (Wärmepumpentarif, dynamischer Tarif) – geben Sie im Rechner den Gesamtverbrauch an und vergleichen Sie zusätzlich die Sonderangebote Ihres Netzgebiets.
Ökostrom im Strompreisvergleich
Ökostrom ist längst kein Aufpreis-Produkt mehr: In vielen Regionen liegen die günstigsten Ökostromtarife auf dem Niveau konventioneller Tarife oder darunter, weil Anbieter sie aktiv als Neukundenprodukt einsetzen. Im Rechner erkennen Sie Ökostromtarife am entsprechenden Label und können die Anzeige darauf filtern.
Wer Wert auf echte Wirkung legt, achtet auf Herkunftsnachweise plus Zusatznutzen: Label wie „Grüner Strom“ oder „ok power“ garantieren, dass der Anbieter über den reinen Zertifikatekauf hinaus in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert. Der reine Strommix-Nachweis (Herkunftsnachweis aus Wasserkraft) macht den Strom auf dem Papier grün, ändert am Markt aber wenig – preislich ist er dafür meist die günstigste Öko-Variante.
Dynamische Stromtarife: für wen sie sich lohnen
Seit 2025 muss jeder Versorger auch dynamische Tarife anbieten, deren Arbeitspreis stündlich der Strombörse folgt. Mit einem Smart Meter zahlen Sie dann nachts oder bei viel Wind/Sonne teils deutlich unter 20 ct/kWh – in teuren Abendstunden aber auch spürbar mehr.
- Lohnt sich für: Haushalte mit verschiebbarem Verbrauch – E-Auto-Laden über Nacht, Wärmepumpe mit Pufferspeicher, programmierbare Großgeräte. Ersparnisse von 10–20 % gegenüber Festpreistarifen sind realistisch.
- Lohnt sich kaum für: klassische Haushalte ohne Steuerungsmöglichkeit – hier überwiegt das Preisrisiko, und ein günstiger Festpreistarif mit 12 Monaten Garantie (aktuell Ø 31,78 ct/kWh) ist die sicherere Wahl.
- Voraussetzung: ein intelligentes Messsystem (Smart Meter). Den Einbau können Sie seit 2025 gegen eine gedeckelte Gebühr aktiv beim Messstellenbetreiber beantragen.
Häufige Fragen zum Strompreisvergleich
Was kostet eine Kilowattstunde Strom aktuell (2026)?
Günstige Neukundentarife mit mindestens 12 Monaten Preisgarantie kosten aktuell im Bundesschnitt 31,78 Cent pro kWh (Stand: KW 25/2026, Durchschnitt über 98 repräsentative Postleitzahlen, ohne Bonuszahlungen gerechnet). In der Grundversorgung liegt der Durchschnitt mit 34,92 ct/kWh deutlich darüber.
Wie funktioniert ein Strompreisvergleich?
Sie geben Ihre Postleitzahl und Ihren Jahresverbrauch in kWh ein (steht auf der letzten Stromrechnung). Der Rechner listet alle an Ihrer Adresse verfügbaren Tarife mit Jahreskosten auf. Wichtig: Sortieren Sie nicht nur nach dem ersten Jahrespreis, sondern achten Sie auf Preisgarantie, Vertragslaufzeit und wie der Preis ohne Bonus aussieht.
Welcher Stromanbieter ist der günstigste?
Das hängt von Ihrer Postleitzahl ab – Netzentgelte und regionale Tarife unterscheiden sich stark. Einen bundesweit günstigsten Anbieter gibt es nicht. Der Vergleich für die eigene PLZ ist deshalb der einzige verlässliche Weg. Ein Verzeichnis aller Anbieter mit Kennzahlen finden Sie in unserem Stromanbieter-Verzeichnis.
Wann lohnt sich der Wechsel des Stromanbieters?
Fast immer dann, wenn Sie noch in der Grundversorgung sind – dort beträgt die mögliche Ersparnis aktuell im Schnitt rund 568 € pro Jahr (bei 3500 kWh). Außerdem: nach Ablauf der Preisgarantie Ihres aktuellen Tarifs, bei einer Preiserhöhung (Sonderkündigungsrecht!) und generell einmal pro Jahr als Routine-Check.
Ist der Strompreisvergleich wirklich kostenlos?
Ja. Für Sie ist der Vergleich und der Wechsel komplett kostenlos. Wir finanzieren uns – wie alle Vergleichsportale – über eine Provision, die der neue Anbieter bei einem Abschluss zahlt. Auf das Tarifranking hat das keinen Einfluss: Die Sortierung erfolgt nach Preis.
Muss ich meinen alten Stromvertrag selbst kündigen?
In der Regel nein – der neue Anbieter übernimmt die Kündigung. Nur in zwei Fällen sollten Sie selbst kündigen: wenn Ihre Kündigungsfrist sehr kurz bevorsteht oder wenn Sie ein Sonderkündigungsrecht nutzen (z. B. nach einer Preiserhöhung). Dann kündigen Sie selbst und wählen im Rechner „Anbieter bereits gekündigt“.
Kann beim Anbieterwechsel der Strom ausfallen?
Nein. Die Stromversorgung ist gesetzlich garantiert (§ 36 EnWG): Klappt beim Wechsel etwas nicht, übernimmt automatisch der örtliche Grundversorger. Es gibt keinen einzigen dokumentierten Fall, in dem ein Haushalt wegen eines Anbieterwechsels ohne Strom war.
Was passiert, wenn mein Stromanbieter insolvent wird?
Sie fallen automatisch in die Ersatzversorgung beim örtlichen Grundversorger – die Lieferung läuft unterbrechungsfrei weiter. Sie können dann sofort wieder in einen günstigen Sondervertrag wechseln.
