Ökostrom vergleichen und sparen
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Ökostromvergleich 2026: echten Ökostrom erkennen und günstig vergleichen

Jeder Ökotarif liefert 100 % erneuerbare Energien – trotzdem sind nicht alle gleich. Was einen wirklich nachhaltigen Tarif von einem reinen Zertifikatskauf unterscheidet, welche Labels zählen und wie Sie gezielt danach filtern.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Ökotarif liefert 100 % Strom aus erneuerbaren Energien, belegt durch Herkunftsnachweise beim Umweltbundesamt. Das sagt aber nichts darüber, ob der Anbieter selbst neue Wind- oder Solaranlagen fördert – Nachweise lassen sich auch einfach zukaufen.
  • Verlässlicher erkennbar ist echter Ökostrom an unabhängigen Labels: Das Umweltbundesamt empfiehlt vor allem das Grüner-Strom-Label und das ok-power-Siegel.
  • In unserem Live-Beispiel für Berlin trägt nur rund 52 % der als Ökostrom ausgewiesenen Tarife (91 von 174) überhaupt ein erkennbares Zertifikat, der Rest weist keines aus.
  • 2025 stammten laut Umweltbundesamt 55,1 % des deutschen Stroms aus erneuerbaren Energien, neuer Höchstwert.
  • Im Stromvergleich filtern Sie mit einem Klick auf Tarife aus 100 % erneuerbaren Energien; das Zertifikat steht bei jedem Tarif in den Details.

Stromvergleich

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Postleitzahl und Jahresverbrauch eingeben, im Stromtarif-Rechner sehen Sie anschließend die passenden Tarife für Ihre Adresse, sortiert nach Jahreskosten.

„Nur 100 % erneuerbar" ist voreingestellt. Für den Vergleich mit allen Tarifen den Schalter einfach ausschalten.

  • Nur Tarife aus 100 % erneuerbaren Energien, oder alle Tarife zum Vergleich
  • Zertifikat und Vertragsdetails zu jedem Tarif direkt im Rechner
  • Direkt online abschließbar

Was ist echter Ökostrom?

Physikalisch fließt aller Strom, egal ob aus Windkraft oder Kohle, durch dasselbe Verbundnetz. An der eigenen Steckdose lässt sich nicht unterscheiden, woher die Elektronen gerade kommen. Ökostromtarife funktionieren deshalb vertraglich: Der Anbieter weist über Herkunftsnachweise nach, dass er eine entsprechende Menge Strom aus erneuerbaren Quellen eingekauft oder erzeugt hat.

Das Problem: Diese Herkunftsnachweise, oft über das europäische RECS-System gehandelt, lassen sich unabhängig vom tatsächlich gelieferten Strom kaufen, teils für wenige Euro pro Jahr und Haushalt. Ein Anbieter kann also konventionellen Strom einkaufen, passende Nachweise zukaufen und den Tarif trotzdem als Ökostrom bewerben, ohne selbst einen einzigen Euro in neue Erzeugungsanlagen zu investieren. Weil „Ökostrom" kein gesetzlich geschützter Begriff ist, ist das erlaubt.

Echter Ökostrom im engeren Sinn liegt vor, wenn der Anbieter zusätzlich einen realen Beitrag zur Energiewende leistet, etwa durch Lieferverträge mit neuen, jungen Anlagen oder durch nachweisliche Investitionen in den Ausbau. Genau das prüfen unabhängige Labels.

Grüner-Strom-Label

Von Umweltverbänden getragen, vom Umweltbundesamt empfohlen. Verlangt einen Fördertopf für neue Anlagen und strenge Herkunftskriterien.

ok-power-Siegel

Ebenfalls vom Umweltbundesamt empfohlen. Setzt auf Strom aus jungen Anlagen (meist unter sechs Jahren) oder direkte Investitionen in den Zubau.

TÜV-Zertifikate (Nord, Süd, Rheinland)

Weit verbreitet, in unserem Datenbeispiel unten das häufigste Label. Die Anforderungen variieren je nach Zertifikatsvariante und gelten insgesamt als weniger streng als die beiden erstgenannten.

Kein Label

Viele Tarife werben mit „Ökostrom", ohne ein unabhängiges Zertifikat auszuweisen. Das schließt echte Förderung nicht zwingend aus, lässt sich von außen aber nicht prüfen.

Quelle: Umweltbundesamt (Empfehlung Grüner-Strom-Label und ok-power); Zertifikatsnamen und Häufigkeiten unten aus eigenem Live-Datenbeispiel.

Im Stromvergleich oben ist jeder Ökotarif als aus 100 % erneuerbaren Energien gekennzeichnet, und in den Tarifdetails steht, welches Zertifikat er trägt – beides direkt aus den Tarifdaten unserer Partnerschnittstelle. Das ersetzt keine eigene Prüfung der Herkunftsnachweise, ist aber ein schneller erster Filter.

Die günstigsten Ökotarife mit Zertifikat

Beispiel für Berlin (PLZ 10115) bei 2.500 kWh Jahresverbrauch, nur Ökotarife mit einem ausgewiesenen unabhängigen Zertifikat, sortiert nach Jahreskosten im ersten Jahr:

AnbieterTarifZertifikatArbeitspreisGrundpreisKosten/Jahr*
SimplyGreen SimplyGreen dynamisch zertifiziert TÜV Nord 20,06 ct/kWh 9,29 €/Monat 613 €
E WIE EINFACH MeinSmartTarif Strom zertifiziert TÜV Nord 40,00 ct/kWh 14,30 €/Monat 762 €
N-ERGIE STROM GARANT+ zertifiziert TÜV Rheinland 34,93 ct/kWh 9,99 €/Monat 767 €
ENTEGA ENTEGA Ökostrom pur 24 zertifiziert EnergieVision 37,93 ct/kWh 9,18 €/Monat 778 €
Mainova Strom Direkt 24 ÖkoPremium zertifiziert Grüner Strom Label 40,91 ct/kWh 8,76 €/Monat 786 €
eprimo eprimoStrom PrimaKlima Stabil zertifiziert TÜV Nord 36,95 ct/kWh 15,62 €/Monat 791 €

* Erstes Vertragsjahr inklusive Boni, Bruttopreise. Live-Abruf über die Schnittstelle eines Partnerportals, wird mehrmals täglich aktualisiert. Die Tarife und Preise an Ihrer Adresse können abweichen.

Ökostromanbieter im Vergleich

Anbieter mit den meisten Ökotarifen in unserem Berliner Beispiel, sortiert nach der Anzahl zertifizierter Tarife:

AnbieterÖkotarifedavon mit ZertifikatZertifikateGünstigster Preis/Jahr*
eprimo 7 7 TÜV Nord 791 €
Ostrom 6 6 TÜV Nord 914 €
Grünwelt Wärmestrom 6 6 TÜV Nord 918 €
goldstrom 5 5 TÜV Rheinland 846 €
SimplyGreen 4 4 TÜV Nord 613 €
Naturwerke GmbH 4 4 EnergieVision 858 €
E WIE EINFACH 3 3 TÜV Nord 762 €
LichtBlick 3 3 Grüner Strom Label 919 €
NaturStromHandel 3 3 TÜV Nord 939 €
EWS Schönau 3 3 TÜV Nord 989 €

* Günstigster Ökotarif des Anbieters im Berliner Beispiel, Erstjahr inklusive Boni. Live-Abruf über die Schnittstelle eines Partnerportals.

Kostet Ökostrom mehr?

Pauschal lässt sich das nicht beantworten. In unserem Live-Vergleich liegen Ökotarife preislich meist nah an klassischen Tarifen verstreut, einige darunter, einige darüber, die Auswahl oben zeigt bewusst die günstigsten Vertreter mit unabhängigem Zertifikat. Wer eine Preisobergrenze hat, sollte trotzdem gezielt filtern und vergleichen, statt automatisch den teuersten „Öko"-Tarif zu wählen.

Faustregel: Erst mit dem Ökofilter die Auswahl eingrenzen, dann auf das Zertifikat schauen und wie bei jedem anderen Tarif auf Vertragslaufzeit, Preisgarantie und Kündigungsfrist achten.

Was bringt der Wechsel fürs Klima?

Erneuerbare Energien haben 2025 laut Umweltbundesamt 55,1 % des deutschen Stromverbrauchs gedeckt, ein neuer Höchstwert und deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Ein einzelner Tarifwechsel verschiebt diesen Anteil nicht direkt, er ist aber ein Nachfragesignal. Besonders wirksam sind dabei Tarife mit echter Förderkomponente, wie sie die Labels Grüner-Strom-Label und ok-power auszeichnen, weil sie über den reinen Zertifikatskauf hinaus tatsächlich neue Erzeugungskapazität unterstützen.

Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch 1990–2025
2025 deckten erneuerbare Energien 55,1 % des Stromverbrauchs, 1990 waren es 3,4 %Grafik: stromvermittlung.de · Daten: Umweltbundesamt · Stand 09/2026 · frei nutzbar (CC BY-SA 4.0) · Grafik herunterladen und einbinden · alle Grafiken im Strommarkt-Report
CO₂-Emissionen je Kilowattstunde Strom 1990–2025
Eine Kilowattstunde Strom verursacht 2025 344 g CO₂, 55 % weniger als 1990Grafik: stromvermittlung.de · Daten: Umweltbundesamt · Stand 03/2026 · frei nutzbar (CC BY-SA 4.0) · Grafik herunterladen und einbinden · alle Grafiken im Strommarkt-Report

Häufige Fragen zu Ökostrom

Ist Ökostrom automatisch teurer als normaler Strom?

Nein. Ökostrom und konventioneller Strom fließen physikalisch durch dasselbe Verbundnetz, ein Tarif wird nicht allein durch die Ökostrom-Kennzeichnung teurer. Im Vergleich liegen viele Ökotarife preislich nah an klassischen Tarifen, manche darunter, manche darüber. Ein Preisvergleich lohnt sich trotzdem, denn die Spannen sind auch innerhalb der Ökotarife groß.

Was bedeutet es, wenn ein Anbieter nur ein Herkunftsnachweis- oder RECS-Zertifikat kauft?

Ein Herkunftsnachweis (oft über das europäische RECS-System gehandelt) bescheinigt, dass irgendwo in Europa, zum Beispiel bei einem alten norwegischen Wasserkraftwerk, eine bestimmte Strommenge erneuerbar erzeugt wurde. Der Anbieter kauft dieses Zertifikat separat vom tatsächlich gelieferten Strom und darf seinen Tarif dann als Ökostrom bewerben, auch wenn er selbst konventionellen Strom einkauft und nichts in neue Anlagen investiert. Das ist in Deutschland erlaubt, weil der Begriff Ökostrom nicht gesetzlich geschützt ist.

Was bedeutet „aus 100 % erneuerbaren Energien“ in Ihrem Vergleich?

So gekennzeichnete Tarife liefern Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, belegt durch Herkunftsnachweise beim Umweltbundesamt. Die Kennzeichnung stammt aus der Schnittstelle eines Partnerportals. Bis September 2026 gab es hier zusätzlich die Stufe ÖkoPLUS für besonders nachhaltig eingestufte Tarife; diese Unterscheidung führt die Schnittstelle nicht mehr. Ob ein Anbieter über den Nachweis hinaus den Ausbau neuer Anlagen fördert, erkennen Sie weiterhin am unabhängigen Label, nicht an der Kennzeichnung selbst.

Welche Ökostrom-Siegel sind vertrauenswürdig?

Das Umweltbundesamt empfiehlt vor allem zwei unabhängige Label: das Grüner-Strom-Label und das ok-power-Siegel. Beide verlangen von zertifizierten Anbietern einen echten Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien, etwa durch Lieferverträge mit neuen Anlagen oder Investitionen, statt nur Zertifikate zuzukaufen. TÜV-Zertifikate (etwa TÜV Nord, TÜV Süd, TÜV Rheinland) sind ebenfalls verbreitet, die Anforderungen unterscheiden sich aber je nach Zertifikatsvariante und gelten insgesamt als weniger streng.

Bekomme ich mit einem Ökostromtarif physisch grünen Strom aus der Steckdose?

Nein, das ist technisch gar nicht möglich. Strom aus Wind, Sonne, Kohle oder Gas fließt gemeinsam durch dasselbe Netz und lässt sich an der Steckdose nicht trennen. Ein Ökostromtarif bedeutet, dass der Anbieter vertraglich zusichert, eine entsprechende Menge Ökostrom einzuspeisen oder Herkunftsnachweise dafür vorzuhalten. Der Effekt für die Energiewende hängt stark davon ab, ob damit tatsächlich neue Erzeugungskapazität gefördert wird oder nur Bestandsanlagen umetikettiert werden.

Woran erkenne ich in der Stromkennzeichnung meines aktuellen Anbieters, ob wirklich neue Anlagen gefördert werden?

Anbieter müssen jährlich eine Stromkennzeichnung veröffentlichen, die den Energieträgermix ausweist. Skeptisch sollten Sie werden, wenn dort nur ein pauschaler Hinweis auf gekaufte Herkunftsnachweise steht, ohne Angaben zum Alter der Anlagen oder zu einer Förderkomponente. Ein Blick auf ein unabhängiges Label wie ok-power oder Grüner-Strom-Label ist einfacher als die Kennzeichnung im Detail zu prüfen.

Bereit für den Vergleich? Postleitzahl eingeben und alle Ökotarife an Ihrer Adresse sehen:

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Methodik & Quellen: Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch 2025 (55,1 %): Umweltbundesamt. Empfehlung der Labels Grüner-Strom-Label und ok-power: Umweltbundesamt. Tarifkennzeichnung „aus 100 % erneuerbaren Energien", Arbeits- und Grundpreise, Zertifikatsnamen: Live-Abruf über die Schnittstelle eines Partnerportals, Beispiel PLZ 10115, wird mehrmals täglich aktualisiert. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist stets das aktuelle Angebot des jeweiligen Anbieters.