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Balkonkraftwerk: Ertrag, Kosten & Ersparnis

Redaktion stromvermittlung.de · Stand:

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Balkonkraftwerk ist eine steckerfertige Mini-Solaranlage (1–2 Module + Wechselrichter), die Strom direkt ins Hausnetz speist und so den Netzbezug senkt.
  • Seit dem Solarpaket I sind bis 800 W Einspeiseleistung und 2.000 Wp Module erlaubt; angemeldet wird nur noch im Marktstammdatenregister.
  • Der Hebel ist der Eigenverbrauch: Jede selbst genutzte kWh spart den Arbeitspreis – typisch 100–180 €/Jahr, Amortisation oft 3–6 Jahre.
  • Funktioniert für Mieter wie Eigentümer; seit 2024 besteht meist ein Anspruch auf Zustimmung.
  • Doppelt sparen: erst günstigen Stromtarif wählen, dann mit Solar den Rest senken.
Balkonkraftwerk-Rechner: Ertrag & Ersparnis schätzen

Schätze Ertrag, Eigenverbrauch und Ersparnis deines Balkonkraftwerks – alle Werte sofort anpassbar.

Jahresertrag
kWh / Jahr
davon Eigenverbrauch
kWh / Jahr
Stromkosten-Ersparnis
€ / Jahr
Amortisation
Jahre

Unverbindliche Schätzung auf Basis etablierter PV-Richtwerte (spezifischer Ertrag, Ausrichtungs-/Neigungsfaktoren); tatsächliche Werte hängen von Verschattung, Modul, Wechselrichter (max. 800 W) und Nutzungsprofil ab. CO₂-Faktor ~0,363 kg/kWh (dt. Strommix). Strompreis-Default ≈ Ø-Arbeitspreis aus unseren Tarifdaten. Methodik: /methodik/.

Doppelt sparen: günstiger Tarif + eigene Solaranlage

Als unabhängiges Verbraucherportal raten wir zur Reihenfolge, die am meisten bringt – beide Hebel zusammen senken Ihre Stromkosten oft um 30 % und mehr.

1Stromtarif wechseln

Raus aus der teuren Grundversorgung. Der Wechsel ist kostenlos, der neue Anbieter übernimmt die Kündigung.

Tarife vergleichen
2Balkonkraftwerk ergänzen

Jede selbst erzeugte kWh spart dann genau Ihren Arbeitspreis – der zweite Spar-Hebel oben im Rechner.

Ertrag berechnen

Was ist ein Balkonkraftwerk?

Ein Balkonkraftwerk – auch Steckersolargerät oder Mini-PV – ist eine kleine Photovoltaikanlage für Balkon, Terrasse, Fassade, Flachdach oder Garten. Ein bis zwei Solarmodule erzeugen Gleichstrom, ein Wechselrichter macht daraus normalen Haushaltsstrom und speist ihn über eine Steckdose ins Hausnetz. Geräte im Haushalt nutzen diesen Strom zuerst; nur der Rest kommt aus dem Netz. So sinkt Ihr Netzbezug – ganz ohne Eingriff in die Elektroinstallation.

Im Unterschied zur Dachanlage geht es beim Balkonkraftwerk nicht um Einspeisevergütung, sondern fast ausschließlich um Eigenverbrauch. Mehr zur großen PV finden Sie in unseren Ratgebern, etwa welche Anlage zu Ihrem Dach passt.

Was kostet ein Balkonkraftwerk – und ab wann rechnet es sich?

Komplettsets gibt es je nach Leistung und Ausstattung für grob 150–600 € (mit Speicher mehr). Bei einem Jahresertrag von 500–850 kWh und einem Arbeitspreis um 30 ct/kWh ergibt sich – je nach genutztem Eigenverbrauch – eine Ersparnis von rund 100–180 € pro Jahr. Damit amortisiert sich ein Set häufig in 3–6 Jahren, während die Module 20–25 Jahre Leistung liefern. Den konkreten Wert für Ihre Ausrichtung und Ihren Strompreis liefert der Rechner oben. Hintergrund zur Wirtschaftlichkeit großer Anlagen: Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Eigenverbrauch erhöhen (und wann sich ein Speicher lohnt)

Weil sich die Ersparnis fast nur aus dem Eigenverbrauch speist, lohnt es sich, Verbraucher in die Mittagsstunden zu legen (Wasch-/Spülmaschine per Timer) und die Grundlast zu kennen. Ein kleiner Speicher verschiebt Solarstrom in den Abend und hebt den Eigenverbrauch – kostet aber extra und verlängert die Amortisation. Rechnen Sie es im Rechner mit „mit Speicher" gegen. Tiefer: Lohnt sich ein Batteriespeicher?

Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Mieterinnen & Mieter

Steckerfertig, ohne Eingriff in die Elektrik. Seit 2024 besteht meist ein Anspruch auf Zustimmung des Vermieters (§ 554 BGB). Beim Umzug nehmen Sie die Anlage mit.

Wohnungseigentümer

In der WEG gilt das Steckersolargerät als privilegierte Maßnahme (§ 20 WEG) – ein zustimmender Beschluss ist in der Regel zu erreichen. Balkon, Terrasse oder Fassade eignen sich.

Hausbesitzer

Maximale Freiheit bei Flachdach, Garten oder Zaun. Wer mehr will, prüft eine Dachanlage – und kombiniert Solar sinnvoll mit Wärmepumpe und E-Auto.

Recht & Anmeldung: 800 Watt, Marktstammdatenregister, Sicherheit

  • Leistungsgrenzen: bis 800 W Wechselrichter-Einspeiseleistung und bis 2.000 Wp Modulleistung (Solarpaket I).
  • Anmeldung: nur noch im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (kostenlos, wenige Minuten) – die frühere Netzbetreiber-Anmeldung entfällt.
  • Anschluss & Sicherheit: Der Schukostecker ist für Steckersolar geduldet; achten Sie auf normgerechte Geräte (VDE) mit integriertem NA-Schutz. Bei Unsicherheit eine Fachkraft hinzuziehen.
  • Versicherung: Viele Hausratversicherungen schließen Steckersolargeräte inzwischen ein – kurz beim Versicherer nachfragen.
  • Förderung: Manche Länder und Kommunen bezuschussen Balkonkraftwerke. Überblick: Förderung von Balkonkraftwerken nach Bundesländern.
Hinweis zu Einspeisung & Netzentgelten bei größeren Anlagen: Photovoltaik & Netzentgelte (§ 14a EnWG).

Balkonkraftwerk-Sets im Vergleich

Orientierung statt Kaufzwang: typische Set-Klassen mit Richtwerten für Leistung, Preis und Ertrag (Marktüberblick 2026, keine Kaufempfehlung). Welche Montage zu Ihnen passt, zeigen die Spezialseiten unten.

Set-TypLeistungWechselrichterMontageSpeicherPreis (Richtwert)ErtragGeeignet für
Einsteiger-Set (1 Modul) ca. 430–500 Wp 600–800 W Balkon, Wand nein 150–300 € ca. 350–500 kWh/Jahr kleiner Balkon, Mietwohnung, Einstieg
Standard-Set (2 Module) ca. 800–900 Wp 800 W Balkon, Flachdach, Garten optional 300–600 € ca. 600–850 kWh/Jahr die meisten Haushalte – bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Set mit Speicher ca. 800–2.000 Wp 800 W + Akku Balkon, Flachdach, Garten ja (≈1–2 kWh) 700–1.400 € höherer Eigenverbrauch (auch abends) wer tagsüber wenig zu Hause ist
Leicht-/Ultraleicht-Set ca. 400–900 Wp 600–800 W Flachdach, Gartenhaus (geringe Statik) optional 350–800 € ca. 350–750 kWh/Jahr tragfähigkeits-kritische Flächen ohne Durchdringung

Richtwerte zur Orientierung (Stand 19.06.2026); maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Herstellers/Händlers. Wir verkaufen keine Hardware und erhalten für diese Übersicht keine Provision.

Montage-Spezialseiten

Häufige Fragen zum Balkonkraftwerk

Was ist ein Balkonkraftwerk und wie funktioniert es?

Ein Balkonkraftwerk (auch Steckersolargerät oder Mini-PV) besteht aus ein bis zwei Solarmodulen und einem Wechselrichter. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Module in haushaltsüblichen Wechselstrom um und speist ihn über eine Steckdose ins Hausnetz ein. Laufende Verbraucher (Kühlschrank, Router, Standby) nutzen diesen Strom zuerst – Ihr Netzbezug sinkt entsprechend.

Wie viel Strom und Geld bringt ein Balkonkraftwerk?

Je nach Ausrichtung, Neigung und Standort liefert eine 800-Watt-Anlage in Deutschland grob 500–850 kWh pro Jahr. Genutzt wird vor allem der direkt verbrauchte Anteil – das spart pro Kilowattstunde den Arbeitspreis. Bei rund 30 ct/kWh sind das oft 100–180 € im Jahr, womit sich ein Set typischerweise in 3–6 Jahren amortisiert. Den Wert für Ihre Situation schätzt unser Rechner oben.

Brauche ich für ein Balkonkraftwerk eine Genehmigung?

Seit dem Solarpaket I ist die Anmeldung stark vereinfacht: Sie registrieren das Gerät nur noch im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (wenige Minuten, kostenlos); eine separate Anmeldung beim Netzbetreiber ist nicht mehr erforderlich. Erlaubt sind bis 800 W Wechselrichter-Einspeiseleistung und bis 2.000 Wp Modulleistung.

Dürfen Mieter ein Balkonkraftwerk installieren?

Grundsätzlich ja. Seit 2024 zählen Steckersolargeräte zu den privilegierten baulichen Veränderungen – Mieterinnen und Mieter sowie Wohnungseigentümer haben in der Regel einen Anspruch auf Zustimmung (§ 554 BGB bzw. § 20 WEG). Über die konkrete, optisch verträgliche Montage entscheidet man gemeinsam; verweigern lässt sie sich nur in Ausnahmefällen.

Lohnt sich ein Speicher für das Balkonkraftwerk?

Ein kleiner Speicher erhöht den Eigenverbrauch, weil Solarstrom vom Tag abends genutzt werden kann. Das steigert die Ersparnis, kostet aber zusätzlich (oft ~700–1.400 € fürs Set) und verlängert die Amortisation. Ob sich das rechnet, hängt stark vom Verbrauchsprofil ab – im Rechner können Sie "mit Speicher" gegenrechnen. Tiefer: unser Ratgeber Lohnt sich ein Batteriespeicher?

Balkonkraftwerk und Stromtarif – wie spare ich am meisten?

Beide Hebel zusammen: Jede selbst erzeugte Kilowattstunde spart genau Ihren Arbeitspreis – je günstiger Ihr Tarif, desto schneller amortisiert sich die Anlage, und je mehr Sie selbst erzeugen, desto weniger teuren Netzstrom brauchen Sie. Sinnvolle Reihenfolge: erst den Tarif vergleichen und wechseln, dann mit dem Balkonkraftwerk den Restverbrauch senken.

Über diese Seite: stromvermittlung.de ist ein unabhängiges Verbraucherportal mit eigener Redaktion. Der Ertrags-/Sparrechner ist ein transparentes Schätzmodell auf Basis etablierter PV-Richtwerte (spezifischer Ertrag, Ausrichtungs-/Neigungsfaktoren) – tatsächliche Werte hängen von Verschattung, Hardware und Nutzungsprofil ab. Wir verkaufen keine Anlagen; etwaige Partner-Angebote sind klar als Anzeige gekennzeichnet. Methodik: /methodik/. Alle Angaben ohne Gewähr.