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Wärmepumpenstrom: Tarife vergleichen, Preise und § 14a

Redaktion stromvermittlung.de · Datenstand:

Das Wichtigste in Kürze

  • Wärmepumpenstrom ist Strom speziell für die Wärmepumpe – über eigene Wärmepumpentarife mit eigenem Lastprofil, meist günstiger als Haushaltsstrom.
  • Für die günstigsten Tarife braucht es in der Regel einen separaten Zähler oder einen Zweitarifzähler (Doppeltarif HT/NT).
  • Seit 2024 gelten Wärmepumpen als steuerbar nach § 14a EnWG – das bringt reduzierte Netzentgelte, im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Leistung bei Engpässen kurz drosseln.
  • Im bundesweiten Querschnitt starten Wärmepumpentarife aktuell bei rund 20,47 ct/kWh (Modellfall 4.000 kWh, Eintarif).
  • Der Wechsel ist kostenlos und unterbrechungsfrei – der neue Anbieter übernimmt in der Regel die Kündigung.

Postleitzahl und Jahresverbrauch Ihrer Wärmepumpe eingeben – im Wärmepumpenstrom-Rechner sehen Sie anschließend die verfügbaren Wärmepumpentarife, sortiert nach Jahreskosten.

  • Spezielle Wärmepumpen-Tarife (eigenes Lastprofil)
  • Ein- und Doppeltarif (HT/NT)
  • Direkt online abschließbar
Heizstrom: Wärmepumpe oder Nachtspeicher?

Heizstrom ist Strom zum Heizen mit eigenem Lastprofil – über einen separaten oder Zweitarifzähler und meist günstiger als normaler Haushaltsstrom. Welcher Vergleich für Sie passt, hängt von Ihrer Heizung ab:

Was kostet Wärmepumpenstrom?

Wir fragen die Wärmepumpentarife über das eigene Lastprofil (Profil hz2) ab. Im bundesweiten Querschnitt über 8 Modell-Standorte (Eintarif, 4.000 kWh/Jahr) beginnen günstige Wärmepumpentarife aktuell bei:

Arbeitspreis ab
20,47 ct/kWh
günstigste Wärmepumpentarife
Monatskosten ab
70,50 €
≈ 846 €/Jahr (4.000 kWh)
Anbieter im Vergleich
45
mit Wärmepumpentarif

Der konkrete Preis hängt von Netzgebiet, Verbrauch und Zählertyp ab. Den exakten Wert für Ihre Adresse ermittelt der Wärmepumpenstrom-Rechner.

Günstige Wärmepumpenstrom-Anbieter im Überblick

Querschnitt unserer Erhebung: Anbieter mit den günstigsten Wärmepumpentarifen (je ein Tarif pro Anbieter, Modellfall 4.000 kWh Eintarif). Die an Ihrer Adresse verfügbaren Tarife zeigt der Rechner.

AnbieterArbeitspreisGrundpreis€/Monat
1 SimplyGreen Öko
SimplyGreen 24
21,70 ct 9,50 € 70,50 €
2 Vattenfall Öko
ÖkoStrom24 Wärmepumpe
23,00 ct 8,90 € 70,73 €
3 Vattenfall Sales Öko
ÖkoStrom24 Wärmepumpe
22,70 ct 8,90 € 71,32 €
4 Grünwelt Wärmestrom Öko
Wärmestrom Easy 24
24,20 ct 19,10 € 71,60 €
5 Aras Energy
Aras Wärmepumpe
20,50 ct 5,77 € 74,11 €
6 LichtBlick Öko
Öko Wärme 12
24,66 ct 14,56 € 75,77 €
7 SWM
M-WÄRMESTROM
22,51 ct 0,99 € 76,03 €
8 PLAN-B Öko
PBNZE private WP
21,22 ct 5,77 € 76,49 €

Bundesweiter Querschnitt über Modell-Standorte (Profil hz2, Eintarif, ohne dynamische Börsentarife), Stand 18.06.2026. Monatskosten im 1. Jahr inkl. einmaliger Boni. Die für Ihre Adresse gültigen Tarife sehen Sie im Wärmepumpenstrom-Rechner.

Was ist Wärmepumpenstrom?

Wärmepumpenstrom ist Strom, mit dem eine Wärmepumpe Heizung und Warmwasser erzeugt. Weil eine Wärmepumpe viel und gleichmäßig Strom zieht, bieten viele Versorger dafür eigene Wärmepumpentarife an. Sie werden über ein eigenes Lastprofil (nicht das Haushaltsprofil) kalkuliert und sind häufig günstiger als normaler Haushaltsstrom – auch, weil die Netzentgelte für steuerbare Wärmepumpen reduziert sind.

Eine moderne Wärmepumpe verbraucht je nach Gebäude und Heizlast rund 3.000–6.000 kWh im Jahr. Schon deshalb lohnt der Vergleich: Der frei kalkulierte Beschaffungs- und Vertriebsanteil ist der Teil, den Sie über die Anbieterwahl senken können.

Separater Zähler, Doppeltarif und HT/NT

Ob Sie einen eigenen Wärmepumpentarif nutzen können, hängt an der Messung:

  • Separater Zähler für die Wärmepumpe: ein zweiter Zähler nur für die Wärmepumpe – Voraussetzung für die meisten günstigen Wärmepumpentarife. Haushalts- und Wärmepumpenstrom werden getrennt abgerechnet.
  • Doppel- bzw. Zweitarifzähler (HT/NT): misst getrennt nach Hauptzeit (HT) und Nebenzeit/Nacht (NT). Der NT-Strom ist günstiger; mit Pufferspeicher lädt die Wärmepumpe bevorzugt im NT. Im Rechner geben Sie HT- und NT-Verbrauch getrennt an.
  • Eintarifzähler: ein Zählwerk, ein Preis – einfacher, aber ohne günstigen Nachttarif.
  • Gemeinsamer Haushaltszähler: läuft die Wärmepumpe ohne eigenen Zähler mit, gilt meist der normale Haushaltstarif – dann lohnt der Blick auf einen günstigen Haushaltstarif.

§ 14a EnWG: reduzierte Netzentgelte für Wärmepumpen

Seit 2024 gelten Wärmepumpen ab 4,2 kW als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG. Dafür gibt es ein reduziertes Netzentgelt; im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Leistung bei drohenden Netzengpässen kurzzeitig auf mindestens 4,2 kW drosseln. Zur Wahl stehen eine pauschale Reduzierung (Modul 1), ein prozentualer Arbeitspreis-Rabatt (Modul 2) und – seit 2025 – zeitvariable Netzentgelte (Modul 3).

Wie hoch die Netzentgelte sind und wie § 14a im Detail funktioniert, lesen Sie auf § 14a EnWG & reduzierte Netzentgelte und im Daten-Pillar Netzentgelte.

Wärmepumpentarif oder Haushaltsstrom?

Technisch fließt derselbe Strom – der Unterschied liegt im Lastprofil, Zähler und Preis. Ein eigener Wärmepumpentarif (über separaten oder Zweitarifzähler) ist meist günstiger als der Haushaltstarif, weil das Lastprofil gleichmäßiger ist und die Netzentgelte reduziert sind. Ohne eigenen Zähler bleibt es beim Haushaltstarif. Welche Variante für Sie günstiger ist, hängt von Verbrauch und Netzgebiet ab – der Rechner zeigt es konkret.

Wärmepumpenstrom sparen & wechseln

  • Tarif vergleichen & wechseln: raus aus der teuren Grundversorgung in einen günstigen Wärmepumpentarif – der größte Hebel.
  • § 14a nutzen: reduziertes Netzentgelt über den Netz-/Messstellenbetreiber beantragen.
  • NT-Strom & Pufferspeicher: Wärme in günstigen Nebenzeiten erzeugen und speichern.
  • PV-Eigenverbrauch: Solarstrom vom eigenen Dach ist günstiger als jeder Netzbezug – ideal in Kombination mit der Wärmepumpe.

So läuft der Wechsel: PLZ und Verbrauch in den Wärmepumpenstrom-Rechner eingeben, Tarif nach Jahreskosten und Konditionen wählen, online abschließen – der neue Anbieter übernimmt in der Regel die Kündigung, die Versorgung läuft unterbrechungsfrei weiter.

Häufige Fragen zu Wärmepumpenstrom

Was ist Wärmepumpenstrom?

Wärmepumpenstrom ist Strom speziell für den Betrieb einer Wärmepumpe. Viele Versorger bieten dafür eigene Wärmepumpentarife mit einem eigenen Lastprofil an, die häufig günstiger sind als normaler Haushaltsstrom. Voraussetzung ist in der Regel ein separater oder ein Zweitarifzähler für die Wärmepumpe.

Ist Wärmepumpenstrom günstiger als normaler Haushaltsstrom?

Oft ja. Wärmepumpentarife werden über ein eigenes Lastprofil kalkuliert, und über reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG sowie einen günstigeren Nachttarif (NT) sinkt der Arbeitspreis. Ob sich ein separater Wärmepumpentarif lohnt, hängt von Verbrauch, Zählertyp und Netzgebiet ab – der Wärmepumpenstrom-Rechner vergleicht die verfügbaren Tarife für Ihre Adresse.

Brauche ich einen separaten Zähler für die Wärmepumpe?

Für die günstigsten Wärmepumpentarife meist ja: Ein separater (zweiter) Zähler nur für die Wärmepumpe erlaubt einen eigenen, oft günstigeren Tarif. Möglich ist auch ein Zweitarifzähler (Doppeltarif) mit getrennter Messung von Haupt- (HT) und Nebenzeit (NT). Läuft die Wärmepumpe über den Haushaltszähler mit, gilt in der Regel der normale Stromtarif.

Was ist § 14a EnWG und was bringt er für Wärmepumpen?

Seit 2024 gelten Wärmepumpen ab 4,2 kW als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG: Sie erhalten reduzierte Netzentgelte, und der Netzbetreiber darf die Leistung bei Netzengpässen kurzzeitig drosseln. Wählbar sind eine pauschale Reduzierung (Modul 1), ein prozentualer Arbeitspreis-Rabatt (Modul 2) und – seit 2025 – zeitvariable Netzentgelte (Modul 3). Details auf unserer Seite zu § 14a EnWG.

Was bedeutet HT und NT beim Wärmepumpenstrom?

HT (Hauptzeit/Hochtarif) und NT (Nebenzeit/Niedertarif) sind die beiden Tarifzeiten eines Doppeltarif- bzw. Zweitarifzählers. Der NT-Strom – meist nachts – ist günstiger. Wärmepumpen mit Pufferspeicher laden bevorzugt im NT. Im Rechner geben Sie HT- und NT-Verbrauch getrennt an.

Kann der Netzbetreiber meine Wärmepumpe abschalten?

Vollständig abschalten nicht. Im Rahmen von § 14a EnWG darf der Netzbetreiber die Leistung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen bei drohenden Netzengpässen vorübergehend auf mindestens 4,2 kW drosseln – ein kurzer, seltener Eingriff. Im Gegenzug gibt es das reduzierte Netzentgelt. Ein Pufferspeicher überbrückt solche Phasen problemlos.

Über diese Seite: stromvermittlung.de ist ein unabhängiges Verbraucherportal mit eigener Redaktion. Die Tarifdaten werden live über die Verivox-Partnerschnittstelle abgefragt (Wärmepumpen-Lastprofil hz2); die hier gezeigten Beispielpreise sind ein bundesweiter Querschnitt über Modell-Standorte. Konkrete Tarife für Ihre Adresse ermitteln Sie im Wärmepumpenstrom-Rechner. Alle Angaben ohne Gewähr.