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Solarzaun statt Balkonkraftwerk: Diese PV-Module liefern Strom vor allem morgens und abends

Balkonkraftwerk für Stromerzeugung

Balkonkraftwerke liefern den größten Ertrag meist rund um die Mittagszeit. Für viele Haushalte ist das nicht unbedingt die Phase, in der der meiste Strom verbraucht wird. Eine Alternative aus Österreich setzt deshalb auf eine andere Ausrichtung: senkrechte, beidseitig aktive PV-Streifen, die sich wie Sichtschutz in Doppelstabmattenzäune einfädeln lassen und laut Anbieter vor allem am Morgen und am Abend stärker liefern sollen.

Wie die Zaunsolaranlage funktioniert

Das Prinzip ist schnell erklärt: Statt flach auf dem Balkon oder schräg auf dem Dach sitzen die Module vertikal am Zaun. Durch die senkrechte Montage und die beidseitige Zellstruktur wird nicht nur direktes Sonnenlicht genutzt, sondern auch Licht, das von der Umgebung reflektiert wird, etwa bei hellem Untergrund oder Schnee. Dadurch können die Erträge in Randzeiten des Tages höher ausfallen, also dann, wenn in vielen Haushalten morgens und abends gekocht, geduscht oder Geräte genutzt werden.

Der Hersteller unterscheidet dabei zwischen einer Plug-and-Play-Variante im Balkonkraftwerk-Rahmen und einer ausbaubaren Lösung, die als dreiphasige PV-Anlage mit üblicher Wechselrichtertechnik betrieben werden kann. In der größeren Ausbaustufe nennt das Unternehmen als theoretische Obergrenze bis zu 18,8 kWp pro 100 Meter Zaun.

Was das für die Stromkosten bedeuten kann

Ob sich ein Solarzaun rechnet, hängt wie bei jeder PV-Lösung vor allem vom Eigenverbrauch ab. Wer den Strom genau dann nutzen kann, wenn er erzeugt wird, spart am meisten Netzstrom ein. Das ist auch der Grund, warum Systeme mit Ertragsschwerpunkt am Morgen und Abend für manche Haushalte interessant sind. Wer tagsüber kaum zu Hause ist, profitiert dagegen häufig stärker, wenn zusätzlich ein Speicher vorhanden ist oder wenn Verbraucher wie Wallbox, Warmwasser oder Haushaltsgeräte gezielt gesteuert werden können.

Preislich bewegt sich die Zaunlösung laut Anbieter im Bereich ab gut 500 Euro für ein Basissystem, das einen kurzen Zaunabschnitt abdeckt. Für die Wirtschaftlichkeit sind daher neben dem Anschaffungspreis auch die Zaunlänge, die mögliche Erweiterung, die Ausrichtung des Grundstücks sowie die lokale Sonneneinstrahlung entscheidend.

Wichtig bleibt außerdem: Selbst mit Eigenstrom wird in den meisten Haushalten weiterhin Netzstrom benötigt, etwa im Winter oder bei höherem Verbrauch. Genau deshalb lohnt sich parallel immer ein Blick auf den Tarif für den Reststrombezug. Ein Strompreisvergleich auf unserer Seite zeigt, welche Angebote aktuell zu Ihrem Haushalt passen und wo sich beim Strompreis pro Kilowattstunde sparen lässt.