Die Bundesregierung will Haushalte und Unternehmen 2026 bei den Energiekosten entlasten. Dafür fällt seit Jahresbeginn die Gasspeicherumlage weg. Zusätzlich bezuschusst der Bund die Übertragungsnetzentgelte beim Strom mit 6,5 Milliarden Euro. Beides zusammen soll Strom- und Gaskunden spürbar entlasten.
Für einen Musterhaushalt mit 3.500 kWh Stromverbrauch und 20.000 kWh Gasverbrauch nennt die Bundesregierung eine durchschnittliche Entlastung von etwa 160 Euro im Jahr 2026. Wie viel tatsächlich ankommt, hängt aber vom Anbieter, vom Netzgebiet und vom individuellen Verbrauch ab.
Warum die Entlastung nicht überall gleich ausfällt
Die Netzentgelte sind ein wichtiger Bestandteil des Strompreises. Wenn sie sinken, kann das die Stromrechnung senken. Automatisch gleich hoch fällt die Ersparnis aber nicht aus, weil Netzgebühren regional unterschiedlich sind und Stromanbieter ihre Tarife unterschiedlich kalkulieren.
Beim Gas wirkt der Wegfall der Gasspeicherumlage ebenfalls entlastend. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rechnet bei 20.000 kWh Jahresverbrauch mit rund 58 Euro weniger Kosten pro Jahr. Andere Preisbestandteile, etwa Beschaffung oder Netzentgelte, können diesen Effekt jedoch teilweise verstärken oder abschwächen.
Strompreisvergleich bleibt trotz Entlastung sinnvoll
Auch die Wirtschaft soll profitieren. Für energieintensive Unternehmen ist ein Industriestrompreis für 2026 bis 2028 vorgesehen, zudem bleibt die Stromsteuer für viele produzierende Betriebe dauerhaft auf dem EU-Mindestsatz. Für private Haushalte zählt aber vor allem, was im eigenen Vertrag steht.
Sinkende Netzentgelte und der Wegfall der Gasspeicherumlage sind gut, ersetzen aber keinen aktiven Tarifcheck. Ein Strompreisvergleich zeigt, ob Ihr Strom-Tarif noch passt und wo Sie sparen können.










