Die Diskussion um die Zukunft des deutschen Strommarktes nimmt Fahrt auf. Industrievertreter warnen vor einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit durch zu hohe Energiekosten, während Politiker und Experten über eine Aufspaltung der einheitlichen Strompreiszone streiten. Für private Haushalte stellt sich die Frage: Bleibt Strom in Deutschland überall gleich teuer – oder drohen künftig regionale Unterschiede?
Einheitliche Strompreise unter Druck
Bislang zahlen Haushalte in ganz Deutschland denselben Strompreis – egal ob in Hamburg mit viel Windstrom oder in Bayern, wo Strom häufig importiert werden muss. Einige Politiker fordern nun eine regionale Preisgestaltung, die diese Unterschiede widerspiegelt. Für Verbraucher könnte das bedeuten: niedrigere Strompreise im Norden, höhere im Süden.
Die Bundesregierung lehnt diesen Schritt ab und will an einer einheitlichen Strompreiszone festhalten. Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) warnt vor jahrelanger Unsicherheit und steigenden Kosten, sollten die Preise regional aufgeteilt werden.
Experten: Lokale Preise könnten sinnvoll sein
Energieökonomen sehen das anders. „Physik und Ökonomie passen nicht mehr zusammen“, sagt Andreas Löschel von der Ruhr-Universität Bochum. Da Angebot und Nachfrage räumlich auseinanderfallen, seien regionale Preise ökonomisch effizienter. Beispiele aus Skandinavien zeigen, dass mehrere Preiszonen dort zu einer besseren Nutzung erneuerbarer Energien geführt haben.
Was heißt das für Haushalte?
Ob Strompreise künftig regional auseinanderlaufen oder nicht – für private Verbraucher bleibt entscheidend: Der eigene Tarif bestimmt, wie viel am Ende auf der Rechnung steht. Wer in der teuren Grundversorgung bleibt, zahlt oft deutlich mehr als nötig. Mit einem Wechsel lassen sich 150 bis 400 Euro pro Jahr sparen, in manchen Regionen sogar bis zu 800 Euro.
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