Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie für klimafreundliches Heizen. Gleichzeitig ist der Stromtarif für viele Haushalte der größte Kostenhebel. Genau hier hakt es aber häufig: Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW zeigt, dass Wärmepumpen-Stromtarife zwar angeboten werden, für Verbraucher jedoch oft schlecht vergleichbar sind. Grund sind uneinheitliche Preisangaben und teils unklare Informationen dazu, ob der gesetzliche Netzentgeltrabatt bereits im Preis steckt oder erst später über die Rechnung verrechnet wird.
Wir sagen Ihnen deshalb proaktiv, worauf es ankommt und wie Sie schneller zu einem fairen Vergleich kommen.
Warum der Vergleich so schwierig ist
Für Wärmepumpen, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb sind, gelten neue Vorgaben: Sie müssen steuerbar sein. Im Gegenzug gibt es eine Entlastung bei den Netzentgelten, die über die Stromrechnung berücksichtigt wird. In der Praxis existieren zwei typische Fälle:
Bei einem separaten Zähler für die Wärmepumpe läuft die Entlastung über das sogenannte Modul 2. Laut Verbraucherzentrale lagen die Preise solcher Wärmestromtarife im Schnitt bei rund 24 Cent pro Kilowattstunde inklusive Netzentgeltreduzierung plus etwa 140 Euro Grundpreis pro Jahr.
Ohne separaten Wärmepumpenzähler greift Modul 1 mit einer pauschalen Entlastung. Dann wird die Wärmepumpe häufig über einen normalen Haushaltsstromvertrag beliefert, was in vielen Fällen teurer ist. Nur ein Teil der Anbieter bietet dafür überhaupt einen speziellen Wärmestromtarif an. Die Verbraucherzentrale nennt hierfür im Durchschnitt rund 31,5 Cent pro Kilowattstunde, zuzüglich der pauschalen Entlastung.
Das zentrale Problem ist die Darstellung: Manche Anbieter nennen Preise, in denen die Reduzierung schon eingerechnet ist, andere verweisen auf eine spätere Verrechnung, wieder andere machen dazu keine klare Angabe. So wird aus einem einfachen Vergleich schnell ein Ratespiel.
Unsere Empfehlung: So prüfen Sie Ihren Tarif in 3 Minuten
Damit Sie nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, sollten Sie vor einem Abschluss oder Wechsel drei Punkte prüfen:
1. Läuft Ihre Wärmepumpe über einen separaten Zähler oder über den Haushaltszähler. Das entscheidet, ob Modul 2 oder Modul 1 relevant ist.
2.: Ist der ausgewiesene Arbeitspreis bereits inklusive Netzentgeltreduzierung oder wird diese erst später auf der Rechnung berücksichtigt. Diese Info muss klar sein, sonst sind Tarife nicht sauber vergleichbar.
3: Schauen Sie nicht nur auf Cent pro Kilowattstunde, sondern immer auch auf den Grundpreis. Bei Wärmepumpen mit hohem Verbrauch kann der Grundpreis den Vorteil eines scheinbar günstigen Arbeitspreises schnell auffressen.
Wie es bei uns einfacher geht
Genau weil die Tarifdarstellung am Markt oft uneinheitlich ist, lohnt sich ein Vergleich. Bei uns können Sie Ihren Verbrauch und Ihre Region eingeben und sehen, welche Tarife passen. So kommen Sie schneller zu einer realistischen Einschätzung der Gesamtkosten aus Arbeitspreis, Grundpreis und Vertragsbedingungen.
Ein Strompreisvergleich auf unserer Seite hilft Ihnen, passende Angebote zu finden und die Kosten gegenüberzustellen. Gerade Haushalte mit Wärmepumpe profitieren davon besonders, weil schon kleine Preisunterschiede bei hohem Jahresverbrauch spürbare Beträge ausmachen.










