Eigener Solarstrom ist längst nicht mehr nur ein Thema für große Hausdächer. Auch auf kleinem Raum etwa am Balkon, an der Fassade oder im Garten können Haushalte heute einen Teil ihres Strombedarfs selbst decken.
Entscheidend für die tatsächliche Ersparnis sind jedoch nicht nur Anschaffung und Ertrag, sondern auch der verbleibende Reststrombezug aus dem Netz.
Welche Optionen auf kleinem Raum realistisch sind
Für viele Mieter und Eigentümer ist das Balkonkraftwerk der einfachste Einstieg. Steckerfertige Anlagen lassen sich mit überschaubarem Aufwand installieren und können den Netzbezug im Alltag reduzieren. Wer mehr Fläche zur Verfügung hat, kann über größere PV-Lösungen an Nebengebäuden oder im Garten nachdenken.
Einen umfassenden Überblick zu Technologien, Einsatzbereichen und typischen Kosten findest du in unserem Ratgeber Stromkosten nachhaltig reduzieren und eigenen Strom erzeugen.
Amortisation: Wann rechnet sich ein Balkonkraftwerk?
Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem von vier Faktoren ab:
- Anschaffungskosten der Anlage
- tatsächlicher Jahresertrag (Standort, Ausrichtung, Verschattung)
- Anteil des direkt selbst genutzten Solarstroms
- Höhe des aktuellen Haushaltsstrompreises
In der Praxis gilt: Je höher der Eigenverbrauch und je teurer der bezogene Netzstrom, desto schneller amortisiert sich die Investition. Förderprogramme auf Landes- und Kommunalebene können die Amortisationszeit zusätzlich verkürzen. Einen aktuellen Überblick dazu bietet unser Beitrag Förderung von Balkonkraftwerken in Deutschland – Ein Überblick für alle Bundesländer
Der häufigste Denkfehler: Anlage optimiert, Tarif nicht
Viele Haushalte konzentrieren sich auf Module, Wechselrichter und Montage lassen aber den Stromvertrag unverändert. Genau hier geht häufig Potenzial verloren: Ein Balkonkraftwerk senkt nur den Teil des Verbrauchs, der direkt selbst erzeugt wird. Für den restlichen Strombezug bleibt der Tarif entscheidend.
Deshalb gilt: Die größte Wirkung entsteht oft aus der Kombination von Eigenstrom und passendem Reststromtarif.
Eigenstrom auf kleinem Raum kann ein sinnvoller und bezahlbarer Einstieg sein – besonders dann, wenn Standort, Verbrauch und Fördermöglichkeiten zusammenpassen. Wer die Ersparnis wirklich maximieren möchte, sollte neben der Technik immer auch den laufenden Stromvertrag prüfen.
Ein Strompreisvergleich auf unserer Seite zeigt, welche Tarife für den verbleibenden Strombezug aktuell am besten zu deinem Haushalt passen.










