Ob Rechenzentren, Künstliche Intelligenz oder Elektromobilität: Viele Zukunftsanwendungen brauchen dauerhaft viel Strom. Je stärker diese Bereiche wachsen, desto wichtiger werden stabile Netze und bezahlbare Strompreise. Denn Strom ist nicht nur ein Energieträger, sondern zunehmend ein Kostenfaktor, der darüber entscheidet, wo investiert wird und wie gut die Versorgung funktioniert.
Mehr Strombedarf trifft auf ein System mit vielen Preisbausteinen
Rechenzentren laufen rund um die Uhr und benötigen neben der Rechenleistung auch Energie für Kühlung und Infrastruktur. Gleichzeitig steigt der Stromverbrauch im Alltag, wenn mehr Haushalte Elektroautos laden oder elektrische Heiztechnik nutzen. Für die Stromrechnung von Verbrauchern ist dabei entscheidend, dass sich der Endpreis aus mehreren Bestandteilen zusammensetzt, nicht nur aus dem reinen Energiepreis.
Ein aktueller Blick auf die Preisbausteine zeigt, dass sich diese Komponenten unterschiedlich entwickeln können. In der BDEW Strompreisanalyse wird der durchschnittliche Haushaltsstrompreis für 2026 mit 37,2 Cent je Kilowattstunde angegeben. Auffällig ist dabei vor allem der Rückgang der Netzentgelte. Sie werden im Durchschnitt mit 9,3 Cent je Kilowattstunde ausgewiesen und liegen damit 1,6 Cent je Kilowattstunde unter dem Vorjahr. Steuern, Abgaben und Umlagen bleiben laut Analyse bei 12,6 Cent je Kilowattstunde.
Auch am Großhandelsmarkt zeigen die Daten, wie stark Strompreise im Tagesverlauf schwanken können. Die Bundesnetzagentur zählt für 2025 insgesamt 573 Stunden mit negativen Großhandelspreisen. Solche Phasen entstehen, wenn sehr viel Strom im Markt ist und die Nachfrage gleichzeitig niedrig bleibt. Für Haushalte bedeutet das nicht automatisch günstige Rechnungen, weil Netzkosten und Tarifkonditionen weiter eine große Rolle spielen.
Was das für Haushalte bedeutet
Selbst wenn Durchschnittswerte sinken, kann der eigene Strompreis abweichen. Bestandskunden zahlen je nach Vertrag häufig andere Konditionen als Neukunden. Wer nicht prüfen möchte, ob der eigene Tarif noch passt, verschenkt im Zweifel Sparpotenzial.
Trotz sinkender Strompreise lohnt sich für Verbraucher weiterhin ein regelmäßiger Strompreisvergleich auf unserer Website. In wenigen Schritten lässt sich unverbindlich prüfen, ob ein günstigerer Tarif verfügbar ist.










