Die Bundesregierung hat eine neue Förderrichtlinie für Elektromobilität vorgestellt. Gefördert werden Kauf und Leasing von Elektro-Pkw für Privatpersonen, mit besonderem Fokus auf sozial schwächere Haushalte und kleinere E-Autos für den Massenmarkt.
Aus Sicht des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kommt dieser Schwerpunkt zur richtigen Zeit, denn die Ladeinfrastruktur ist schon deutlich weiter ausgebaut, als viele denken.
Über 200.000 öffentliche Ladepunkte – Infrastruktur ist da
Die Energiebranche hat den Ausbau der Ladepunkte auch 2025 massiv vorangetrieben. Bundesweit stehen inzwischen über 200.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung, mit einer Gesamtleistung von mehr als 9 Gigawatt. Besonders stark gewachsen ist der Bereich der Schnell- und Ultraschnelllader ab 150 kW, die schnelles Laden entlang von Autobahnen und in Städten ermöglichen.
Trotzdem liegt die durchschnittliche Auslastung öffentlicher Ladepunkte nur bei rund 15 Prozent. Das zeigt: Aktuell ist die Ladeinfrastruktur in vielen Regionen kein Engpass, das eigentliche Thema ist die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.
Warum die neue Förderung wichtig ist
Mit der neuen Richtlinie will die Bundesregierung genau dieses Nachfragethema adressieren. Im Fokus stehen:
- Kauf- und Leasingförderung für Privatpersonen, besonders für kleinere E-Fahrzeuge
- eine soziale Ausrichtung, damit nicht nur Haushalte mit hohen Einkommen profitieren
- ein stabiler Hochlauf der Elektromobilität, der sich mit der bereits vorhandenen Ladeinfrastruktur deckt
Der BDEW fordert darüber hinaus eine langfristige, verlässliche Elektromobilitätsstrategie, die stärker auf Steuervorteile setzt, ähnlich wie in anderen europäischen Ländern. Aus Sicht des Verbandes sind klare, planbare Rahmenbedingungen wichtig, damit Hersteller, Energiebranche und Verbraucher langfristig investieren können.
Was bedeutet das für Verbraucherinnen und Verbraucher?
Für private Haushalte ergeben sich daraus mehrere Punkte:
- Bessere Ausgangslage für den Umstieg:
Die Kombination aus neuer Förderung und stark gewachsener Ladeinfrastruktur erleichtert den Schritt zum E-Auto. Wer heute umsteigt, findet in vielen Regionen bereits ein dichtes Netz an Ladepunkten vor inklusive Schnellladern. - Mehr Auswahl bei Tarifen und Ladekonzepten:
Neben klassischen Haushaltsstromtarifen gewinnen spezielle E-Auto- und dynamische Stromtarife an Bedeutung. Wer flexibel lädt z. B. nachts oder bei hohem Anteil erneuerbarer Energien kann zusätzlich sparen. - Kostenvergleich bleibt entscheidend:
Auch mit Förderung lohnt sich ein genauer Blick auf die laufenden Stromkosten. Je günstiger der Strom, desto attraktiver wird das E-Auto im Alltag vor allem für Vielfahrer.
Ob klassischer Haushaltsstrom, E-Auto-Tarif oder dynamischer Strompreis – der Strompreis pro kWh entscheidet direkt darüber, wie günstig Sie elektrisch unterwegs sind.
Unser Tipp: Vergleichen Sie regelmäßig die Stromtarife auf unserer Website unter Strompreisrechner in Ihrem Wohngebiet. Schon wenige Cent Unterschied pro Kilowattstunde machen bei Haushalt und E-Auto im Jahr schnell mehrere Hundert Euro aus. Ein Strompreisvergleich ist unverbindlich und kostenlos.










