Wer 2026 eine Photovoltaikanlage plant, muss sich aktuell wieder auf steigende Modulpreise einstellen. Laut einem Modulpreisindex, der auf Marktdaten aus dem PV-Handel basiert, sind die Preise im März über verschiedene Modulklassen hinweg weiter gestiegen. Seit Jahresbeginn liegt das Plus je nach Segment im zweistelligen Bereich. Zusätzlich rechnet der Bundesverband des Solarhandwerks (BDSH) damit, dass sich Photovoltaik-Anlagen in den kommenden Wochen insgesamt verteuern könnten, unter anderem durch Veränderungen im internationalen Handel und steigende Logistik- und Beschaffungskosten.
Für Verbraucher ist die Botschaft vor allem: Wer eine PV-Investition kalkuliert, sollte aktuelle Preise einplanen und die Wirtschaftlichkeit realistisch berechnen am besten nicht nur mit dem Anlagenpreis, sondern auch mit dem eigenen Stromtarif im Blick.
Was hinter den höheren PV-Kosten steckt
Nach den aktuellen Marktdaten haben sich die Modulpreise im März je nach Produktkategorie unterschiedlich stark bewegt. Besonders im günstigen Segment fiel der Anstieg deutlicher aus, während er bei Hocheffizienz- und Standardmodulen geringer war. Über das erste Quartal 2026 summieren sich die Zuwächse laut Index auf rund 14 bis 18 Prozent, abhängig von der Modulklasse.
Der BDSH erwartet zudem, dass sich Preisschritte auch bei schlüsselfertigen Anlagen bemerkbar machen könnten. Als Gründe werden unter anderem internationale Rahmenbedingungen, Lieferwege und Logistikkosten genannt. Gleichzeitig weisen Branchenvertreter darauf hin, dass bei einigen Betrieben noch Lagerbestände zu älteren Konditionen vorhanden sein können, wodurch kurzfristig vereinzelt noch günstigere Angebote möglich sind.
Was das für Haushalte bedeutet und warum der Stromtarif weiterhin der wichtigste Hebel bleibt
Steigende Modulpreise machen PV nicht automatisch unattraktiv, sie verändern aber die Rechnung. Entscheidend bleibt, wie viel Solarstrom im eigenen Haushalt direkt genutzt werden kann. Je höher der Eigenverbrauch, desto stärker sinkt der teure Netzstrombezug und desto besser lässt sich eine Anlage auch bei höheren Anschaffungskosten darstellen.
Trotzdem gilt: Selbst mit Photovoltaik beziehen die meisten Haushalte weiterhin Strom aus dem Netz, etwa abends, im Winter oder bei hohem Verbrauch. Genau dieser Reststrom entscheidet oft stärker über die laufenden Kosten als viele vermuten. Wer also plant, in PV zu investieren, sollte parallel prüfen, ob der aktuelle Stromvertrag überhaupt noch passt.
Ein Strompreisvergleich auf unserer Seite zeigt, welche Tarife in Ihrer Region aktuell günstiger sind und wie Sie den Preis für den verbleibenden Netzstrom senken können unabhängig davon, ob Sie eine PV-Anlage schon haben oder gerade planen.










