Die Bundesnetzagentur macht deutlich: Viele Haushalte könnten ihren Strompreis senken, wenn sie aktuelle Angebote prüfen. Nach ihren Berechnungen lag der modellierte Strompreis für Neukunden im Januar 2026 bei 34,9 Cent pro Kilowattstunde. Ein Jahr zuvor waren es noch 37,6 Cent.
Für einen typischen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch entspricht das einer möglichen Entlastung von rund 95 Euro im Jahr, ohne Boni. Ein wichtiger Grund sind gesunkene Netzentgelte. Sie wurden 2026 durch einen Bundeszuschuss gedämpft und gingen für Haushaltskunden im Schnitt spürbar zurück.
Viele Bestandskunden zahlen weiter mehr
Besonders interessant ist der Unterschied zwischen Neukundenangeboten und bestehenden Verträgen. Wer lange nicht gewechselt hat oder noch in einem alten Tarif steckt, zahlt oft mehr als nötig. Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass sich gerade im zweiten Vertragsjahr Preise erhöhen können.
2025 wechselten rund 6,7 Millionen Haushalte ihren Stromlieferanten. Diese Haushalte sparten zusammen geschätzt rund 280 Millionen Euro. Gleichzeitig blieb laut Bundesnetzagentur ein deutlich größeres Potenzial ungenutzt, weil viele Verbraucher ihren Strompreis nicht geprüft haben.
Ein Vergleich kann 2026 noch wichtiger werden
Für 2026 könnte der Effekt größer ausfallen. Bleiben ähnlich viele Haushalte wechselbereit wie im Vorjahr, könnten wechselnde Stromkunden insgesamt rund 590 Millionen Euro sparen. Der Grund ist der weiter spürbare Abstand zwischen Bestandskundenpreisen und neuen Angeboten.
Schon kleine Unterschiede machen sich bemerkbar. Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch bedeuten 2,5 Cent weniger pro Kilowattstunde eine Ersparnis von 87,50 Euro im Jahr. Bei Familien, Homeoffice, Wärmepumpe oder E-Auto kann der Betrag deutlich höher liegen.
Sinkende Netzentgelte und günstigere Neukundenpreise sind gut, ersetzen aber keinen Blick auf den eigenen Strompreis. Unser Strompreisvergleich zeigt, welche Angebote zu Ihrem Verbrauch passen und wieviel Sie sparen können.










