Die Bundesnetzagentur hat die öffentliche Konsultation zum zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2025 bis 2037 mit Ausblick auf 2045 gestartet. Bürgerinnen, Bürger, Unternehmen und Behörden können bis zum 24. August 2026 Stellung nehmen.
Der Plan zeigt, welche Leitungen und Netzverstärkungen Deutschland in den kommenden Jahren braucht. Die Übertragungsnetzbetreiber haben 159 Ausbaumaßnahmen vorgeschlagen. Nach vorläufiger Prüfung hält die Bundesnetzagentur 118 davon für bestätigungsfähig. 76 Maßnahmen sind bereits im Bundesbedarfsplangesetz enthalten oder in der laufenden Überarbeitung vorgesehen.
Besonders deutlich wird der Zeitdruck daran, dass fünf Maßnahmen, die ursprünglich erst für 2045 betrachtet wurden, nun schon für 2037 als notwendig eingeschätzt werden. Der Strombedarf verändert sich schneller als früher gedacht, etwa durch Wärmepumpen, E-Autos, Rechenzentren und mehr erneuerbare Energien.
Warum neue Leitungen für Haushalte wichtig sind
Für Verbraucher klingt Netzentwicklungsplan erst einmal weit weg. Tatsächlich steckt darin aber ein Teil der künftigen Stromrechnung. Denn Netze müssen nicht nur stabil bleiben, sondern auch mehr Wind- und Solarstrom transportieren können. Wenn Leitungen fehlen, entstehen Engpässe. Dann müssen Anlagen abgeregelt oder Kraftwerke an anderer Stelle hochgefahren werden. Das verursacht zusätzliche Kosten.
Ein moderneres Netz kann helfen, erneuerbaren Strom besser zu nutzen und teure Eingriffe ins System zu verringern. Gleichzeitig kostet der Ausbau selbst viel Geld. Genau deshalb betont die Bundesnetzagentur, dass Versorgungssicherheit und Kostenkontrolle zusammen gedacht werden müssen.
Auch der Offshore-Ausbau spielt eine Rolle. Bis 2037 sieht der Entwurf bis zu acht weitere Anbindungssysteme für Windenergie auf See vor. Diese Leitungen sollen den Strom aus Nord- und Ostsee an Land bringen und in das deutsche Stromsystem integrieren.
Der Strompreis bleibt trotzdem eine Vertragsfrage
Der Netzausbau entscheidet langfristig mit darüber, wie stabil und bezahlbar Strom bleibt. Kurzfristig hängt die eigene Rechnung aber weiterhin stark vom gewählten Tarif ab. Arbeitspreis, Grundpreis, Vertragslaufzeit und Preisgarantie können sich je nach Anbieter deutlich unterscheiden.
Gerade Haushalte in der Grundversorgung oder in alten Bestandsverträgen sollten prüfen, ob ihr Strompreis noch zum Markt passt. Ein Beispiel zeigt den Effekt: Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch machen 3 Cent Unterschied pro Kilowattstunde bereits 105 Euro im Jahr aus.
Neue Stromleitungen sind wichtig für die Energieversorgung von morgen. Für die Stromkosten von heute lohnt sich trotzdem ein Blick auf den eigenen Vertrag. Unser Strompreisrechner ist kostenlos und unverbindlich und zeigt passende Angebote für Ihren Verbrauch.









