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Wärmepumpe oder Gas? Warum der Strompreis jetzt zur Schlüsselfrage wird

Stromleitung

Wer über eine neue Heizung nachdenkt, braucht vor allem Planungssicherheit. Genau daran zweifelt der Bundesverband Wärmepumpe beim geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz. Der Verband warnt, dass unklare Vorgaben und mögliche Änderungen bei der Förderung viele Eigentümer verunsichern könnten.

Für Haushalte ist das ein wichtiges Signal. Eine Heizung wird nicht für wenige Jahre gekauft, sondern meist für zwei Jahrzehnte oder länger. Wer heute zwischen Wärmepumpe, Hybridlösung oder fossiler Heizung entscheidet, muss deshalb einschätzen können, welche Kosten langfristig auf ihn zukommen.

Der Verband fordert, die Heizungsförderung verlässlich fortzuführen. Hintergrund ist die Sorge, dass ohne klare Zuschüsse viele Eigentümer aus Unsicherheit wieder zu fossilen Lösungen greifen könnten. Genau das kann später teuer werden, wenn CO₂-Kosten, Brennstoffpreise oder gesetzliche Vorgaben weiter steigen.

Warum der Strompreis über die Wärmepumpe entscheidet

Für die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe zählt nicht nur der Kaufpreis. Entscheidend ist auch, wie teuer der Strom im laufenden Betrieb ist. Je niedriger der Strompreis, desto schneller kann sich die Wärmepumpe gegenüber Gas oder Öl rechnen.

Der BWP verweist selbst darauf, dass Förderung und Energiepreise zusammen gedacht werden müssen. Die Branche fordert deshalb auch Entlastungen beim Strompreis, damit Wärmepumpen für mehr Haushalte wirtschaftlich attraktiv werden.

Ein einfaches Beispiel zeigt den Effekt: Verbraucht eine Wärmepumpe 6.000 kWh Strom im Jahr, machen 3 Cent Unterschied pro Kilowattstunde bereits 180 Euro jährlich aus. Bei 5 Cent sind es 300 Euro. Wer zusätzlich ein E-Auto lädt oder viel Haushaltsstrom benötigt, spürt solche Unterschiede noch stärker.

Haushalte sollten nicht nur auf Förderung schauen

Förderung kann den Einstieg erleichtern, aber sie ist nicht der einzige Kostenfaktor. Für Eigentümer zählen am Ende Investition, Strompreis, Gebäudestandard, Heizverhalten und mögliche Kombinationen mit Photovoltaik oder Speicher.

Schon 2026 gibt es beim Wärmepumpenstrom Entlastungen, wenn die Anlage über einen eigenen Zählpunkt läuft. Laut BWP sinkt der Wärmepumpenstrompreis dadurch um rund 1,65 Cent pro Kilowattstunde brutto. Bei 6.000 kWh Jahresverbrauch entspricht das knapp 100 Euro Entlastung. Voraussetzung ist unter anderem ein separater Zählpunkt und die korrekte Geltendmachung beim Netzbetreiber.

Für Verbraucher heißt das: Wer eine Wärmepumpe plant oder bereits nutzt, sollte nicht nur die Förderung im Blick behalten. Genauso wichtig ist ein passender Stromtarif. Unser Strompreisvergleich ist kostenlos und unverbindlich und zeigt, welche Angebote zu Ihrem Verbrauch passen.