Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Mai 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen sie 2,2 Prozent höher als im im Vormonat Mai 2025. Einen stärkeren Anstieg hatte es zuletzt vor 2 Jahren im Mai 2023 gegeben. Hauptgrund waren teurere Vorleistungsgüter, auch Energie insgesamt verteuerte sich im Jahresvergleich.
Beim Strom zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Die Preise für elektrischen Strom lagen im Mai 2026 um 4,6 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Auch bei den Verbraucherpreisen war Strom im Mai günstiger als im Vorjahresmonat. Destatis meldete dort einen Rückgang von 5,0 Prozent.
Für Haushalte ist das eine sehr wichtige Nachricht. Während viele Kosten im Alltag weiter steigen, gibt es beim Strom zumindest Signale der Entspannung. Nur kommt diese Entspannung nicht automatisch bei jedem Kunden an.
Warum niedrigere Strompreise nicht jeder sofort spürt
Der Strompreis auf der Rechnung hängt nicht nur vom allgemeinen Markttrend ab. Entscheidend ist der eigene Vertrag. Wer in einem alten Tarif steckt, lange nicht gewechselt hat oder hohe Grundpreise zahlt, kann trotz sinkender Marktpreise weiter zu viel für den Strom bezahlen.
Hinzu kommt: Stromanbieter geben sinkende Beschaffungskosten oder niedrigere Netzentgelte nicht immer sofort und nicht immer vollständig an Bestandskunden weiter. Neukundenangebote können deshalb deutlich günstiger sein als bestehende Strom-Verträge.
Genau hier liegt der Punkt für Verbraucher. Eine sinkende Statistik ist gut, aber sie senkt nicht automatisch den eigenen Abschlag. Erst der Blick in die Stromrechnung zeigt, ob der eigene Arbeitspreis noch zum Markt passt.
Der Markt bewegt sich, der Vertrag oft nicht
Gerade 2026 lohnt sich Aufmerksamkeit. Strom ist im Vergleich zum Vorjahr günstiger geworden, gleichzeitig verändern sich Netzentgelte, Anbieterpreise und Tarifmodelle. Wer einmal im Jahr prüft, ob der eigene Strompreis noch passt, kann unnötige Mehrkosten vermeiden.
Ein einfaches Beispiel zeigt den Effekt: Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch bedeuten 3 Cent Unterschied pro Kilowattstunde 105 Euro im Jahr. Das ist Geld, das viele Haushalte besser nutzen könnten.
Auch wenn Strom im Jahresvergleich günstiger geworden ist, zählt am Ende der Preis im eigenen Vertrag. Unser Strompreisvergleich ist kostenlos und unverbindlich und zeigt, welche Angebote zu Ihrem Verbrauch passen.









