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Eigener Verbrauch

Milliardenhilfe fürs Netz, aber kaum Effekt auf der Stromrechnung: Warum viele Haushalte weniger sparen als angekündigt

Hochspannungsleitung zur Energieübertragung

Mit einem Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro sollten die Stromnetzentgelte 2026 spürbar sinken und damit auch die Stromkosten für Haushalte. Die Bundesregierung hatte angekündigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher dadurch entlastet werden sollen.

Ein aktueller Marktcheck des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeichnet jedoch ein ernüchterndes Bild: In vielen Regionen fällt die Entlastung deutlich kleiner aus als die vielfach erwarteten rund 100 Euro pro Jahr.

Was bei Haushalten tatsächlich ankommt

Laut vzbv spart ein typischer Haushalt in den untersuchten Netzgebieten im Durchschnitt rund 56 Euro pro Jahr. Das entspricht etwa 1,61 Cent pro Kilowattstunde und einer Reduktion der Netzentgelte um rund 15 Prozent. Die Spannbreite ist groß: In den untersuchten Gebieten reichen die Werte von 18 Euro bis 109 Euro jährlich.

Für viele Verbraucher fühlt sich das wie „kaum Veränderung“ an, weil diese Entlastung auf der Gesamtrechnung oft durch andere Preisbestandteile überlagert wird.

Warum die Entlastung nicht überall wie versprochen wirkt

Der Zuschuss greift bei den Kosten der Übertragungsnetze, also bei den großen Höchstspannungsleitungen. Auf der Stromrechnung stecken aber auch Entgelte für regionale Verteilnetze, die davon unberührt bleiben. Das erklärt einen Teil der regional sehr unterschiedlichen Effekte.

Hinzu kommt: Selbst wenn die Netzentgelte rechnerisch sinken, heißt das nicht automatisch, dass jeder Haushalt die volle Ersparnis im eigenen Tarif sieht. Je nachdem, wie ein Vertrag kalkuliert ist, wann der Anbieter seine Preise anpasst und wie sich andere Bestandteile entwickeln, kann der Effekt kleiner ausfallen. Der vzbv weist außerdem darauf hin, dass zum Jahreswechsel 2025/2026 bestimmte Umlagen gestiegen sind, was die Entlastung teilweise wieder „auffressen“ kann.

Was Haushalte jetzt konkret tun können

Politische Entlastungen sind für viele schwer planbar und kommen regional unterschiedlich an. Der schnellste Hebel bleibt daher meist der eigene Vertrag. Wer lange nicht gewechselt hat oder in der Grundversorgung ist, zahlt häufig deutlich mehr als nötig, unabhängig davon, ob Netzentgelte gerade sinken.

Ein Strompreisvergleich auf unserer Seite zeigt, welche Tarife in Ihrer Region aktuell verfügbar sind und ob sich ein Wechsel für Ihren Haushalt lohnt.