Postleitzahl:
Verbrauch pro Jahr:
kWh ▼
1.600 kWh - 1 Pers.
2.500 kWh - 2 Pers.
3.500 kWh - 3 Pers.
4.250 kWh - 4 Pers.
Eigener Verbrauch

Strompreis-Schock in Deutschland: Warum Haushalte fast EU-Spitze zahlen

Hochspannungsleitungen zur Stromübertragung

Haushalte in Deutschland zahlen für Strom weiterhin besonders viel. Nach aktuellen EU-Daten liegt der durchschnittliche Strompreis hierzulande bei rund 39 Cent pro Kilowattstunde inklusive Steuern und Abgaben. Der Durchschnitt der 27 EU-Staaten liegt dagegen bei etwa 29 Cent. Nur Irland ist demnach noch teurer.

Für Verbraucher macht dieser Abstand schnell viel aus. Ein Haushalt mit 1.500 kWh Jahresverbrauch zahlt gegenüber dem EU-Schnitt rechnerisch etwa 150 Euro mehr im Jahr. Bei einer Familie mit 5.000 kWh können es rund 500 Euro Unterschied sein.

Warum viel Ökostrom nicht automatisch billigeren Strom bedeutet

Auf den ersten Blick wirkt der hohe Preis widersprüchlich. Schließlich stammt in Deutschland inzwischen ein großer Teil des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien. Doch der Haushaltsstrompreis hängt nicht nur von Wind und Sonne ab.

An der Strombörse setzt häufig das teuerste noch benötigte Kraftwerk den Preis. Wenn Wind- und Solarstrom nicht ausreichen, springen oft Gas- oder Kohlekraftwerke ein. Deren höhere Kosten können den Börsenstrompreis mitbestimmen. Zusätzlich treiben Netzentgelte, Steuern und Abgaben den Endpreis für Haushalte.

Andere Länder zeigen, dass ein hoher Anteil erneuerbarer Energien nicht automatisch hohe Strompreise bedeutet. In Schweden, Portugal oder Spanien ist der Anteil grüner Stromerzeugung ebenfalls hoch, die Haushaltsstrompreise liegen aber niedriger als in Deutschland.

Flexibilität kann langfristig helfen

Ein wichtiger Hebel für niedrigere Stromkosten ist ein flexibleres Stromsystem. Smart Meter, Batteriespeicher und digitale Steuerung können helfen, Strom dann zu nutzen, wenn viel günstige erneuerbare Energie verfügbar ist. Gleichzeitig könnten dadurch Netze entlastet und teure Eingriffe ins Stromsystem verringert werden.

Für Haushalte heißt das aber auch: Der eigene Strompreis bleibt entscheidend. Wer lange im selben Vertrag bleibt, merkt sinkende Marktpreise oft nicht automatisch. Arbeitspreis, Grundpreis und Vertragsbedingungen sollten deshalb regelmäßig geprüft werden.

Deutschland bleibt beim Strompreis teuer. Umso wichtiger ist es, den eigenen Vertrag nicht einfach laufen zu lassen. Unser Strompreisvergleich ist kostenlos und unverbindlich und zeigt, welche Angebote zu Ihrem Verbrauch passen.