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Strom bleibt teuer? Warum echte Entlastung erst in den 2030ern kommen soll

Wer auf schnell deutlich sinkende Strompreise hofft, muss sich wohl gedulden. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche rechnet mittelfristig zwar mit niedrigeren Strompreisen in Deutschland. Spürbare Entlastungen erwartet die CDU-Politikerin aber erst in den 2030er Jahren. Das sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.
Für Haushalte ist das eine wichtige Botschaft: Kurzfristig dürften Stromkosten ein Thema bleiben. Zwar gibt es bereits Entlastungsmaßnahmen, etwa beim Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten. Das Bundeswirtschaftsministerium nennt für 2026 eine Entlastung von rund 100 Euro bei einem Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch. Eine dauerhaft deutlich niedrigere Stromrechnung ist damit aber noch nicht garantiert.
Warum die Entlastung so lange dauern soll
Reiche will die Energiewende kosteneffizienter machen. Das Kabinett hat dazu eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und ein Netzpaket auf den Weg gebracht. Nach Angaben der Ministerin gibt der Bund derzeit 17 Milliarden Euro für die EEG-Förderung aus, mit steigender Tendenz. Ihr Ziel sei „mehr Markt und weniger Dauerförderung“, sagte Reiche.
Das Bundeswirtschaftsministerium hatte bereits im Juli einen Entwurf für eine EEG-Novelle vorgelegt. Darin hält das Ministerium am Ziel fest, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf 80 Prozent zu steigern. Gleichzeitig sollen erneuerbare Energien stärker marktorientiert und netzverträglich ausgebaut werden.
Was Haushalte jetzt tun können
Für Verbraucher heißt das: Auf politische Entlastung allein zu warten, reicht nicht. Der Strompreis setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen, darunter Arbeitspreis, Grundpreis, Netzentgelte, Steuern und Umlagen. Manche davon kann der einzelne Haushalt nicht beeinflussen. Den eigenen Tarif aber schon.
Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf die letzte Stromrechnung. Wer seit Jahren im gleichen Vertrag bleibt, zahlt möglicherweise mehr als nötig. Schon 3 ct/kWh Unterschied machen bei 3.500 kWh Jahresverbrauch 105 Euro im Jahr aus.
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