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Teurer Strom trotz Wind und Sonne: Warum Haushalte weiter viel zahlen

Strom ist in Deutschland weiter teuer. Nach Daten von Eurostat gehörten deutsche Haushalte im ersten Halbjahr 2025 zu den teuersten Stromkunden in Europa: Deutschland lag bei 38,35 Euro je 100 kWh und damit vor Belgien und Dänemark an der Spitze der EU-Auswertung. Auch die Internationale Energieagentur zählt Deutschland zu den Ländern mit besonders hohen Haushaltsstrompreisen.
Für Verbraucher ist das kein abstrakter Wert. Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch bedeuten 38,35 ct/kWh Stromkosten von rund 1.342 Euro im Jahr. Wer zusätzlich ein E-Auto lädt, mit Wärmepumpe heizt oder einen Batteriespeicher nutzt, spürt hohe Strompreise noch stärker.
Warum günstige Erzeugung nicht automatisch günstige Rechnungen bringt
Wind- und Solarstrom können sehr günstig erzeugt werden. Auf der Haushaltsrechnung kommt davon aber nicht alles direkt an. Der Strompreis besteht aus mehreren Teilen: Energiepreis, Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen.
Ein großer Kostenblock sind die Netze. Sie müssen ausgebaut, gewartet und für mehr Windstrom, Solarstrom, Wärmepumpen, Wallboxen und Speicher ertüchtigt werden. Dazu kommen Finanzierungskosten, Genehmigungen und Bauzeiten. Wenn Projekte länger dauern oder Kapital teurer wird, kann das die Kosten erhöhen.
Auch der Börsenpreis spielt eine Rolle. Die IEA berichtete, dass die durchschnittlichen Großhandelspreise in der EU 2025 unter den betrachteten Märkten am höchsten lagen und etwa doppelt so hoch waren wie in den USA und Indien.
Was Haushalte selbst beeinflussen können
Die großen Kostenblöcke können Verbraucher nicht allein ändern. Niemand kann seinen Netzbetreiber frei wählen. Beim Stromtarif gibt es aber Spielraum. Wichtig ist nicht nur der monatliche Abschlag, sondern der Jahrespreis: Arbeitspreis, Grundpreis, Bonus, Preisgarantie und Kosten ab dem zweiten Jahr. Schon 3 ct/kWh Unterschied machen bei 3.500 kWh Verbrauch 105 Euro im Jahr aus.
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