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Smart Meter auf dem Vormarsch: Immer mehr Haushalte bekommen digitale Stromzähler
5,9 % intelligente Messsysteme verbaut. Bundesnetzagentur meldet Fortschritt beim Rollout. Vergleichen Sie Ihre Stromkosten jetzt.

Der Einbau intelligenter Stromzähler kommt in Deutschland langsam in Schwung. Allein in der ersten Jahreshälfte 2026 wurden rund 765.000 zusätzliche intelligente Messsysteme installiert. Damit waren Ende Juni bundesweit etwa 3,17 Millionen dieser Geräte im Einsatz. Das entspricht allerdings erst 5,9 Prozent der insgesamt 54,1 Millionen erfassten Messlokationen. Der Ausbau hat also an Tempo gewonnen, von einer flächendeckenden Ausstattung ist Deutschland aber noch weit entfernt.
Für Stromkunden bringt die neue Technik vor allem mehr Möglichkeiten bei der Erfassung und Nutzung ihrer Verbrauchsdaten. Anders als herkömmliche Zähler können intelligente Messsysteme den Stromverbrauch in kurzen Zeitabständen erfassen und digital übermitteln. Interessant wird das insbesondere für Haushalte mit Elektroauto, Wärmepumpe oder Batteriespeicher. Sie können ihren Strombedarf teilweise in günstigere Stunden verschieben und dadurch möglicherweise von dynamischen Stromtarifen profitieren. Eine Ersparnis entsteht durch den neuen Zähler allein jedoch nicht. Entscheidend bleibt, wann und wie viel Strom verbraucht wird und welcher Tarif vereinbart wurde.
Bundesnetzagentur erhöht den Druck auf Netzbetreiber
Hinter der Beschleunigung steht auch die Bundesnetzagentur. Die Behörde hatte im Frühjahr zahlreiche Aufsichtsverfahren gegen Messstellenbetreiber eingeleitet, die gesetzliche Ausbauvorgaben nicht erfüllten. Insgesamt waren 434 Unternehmen betroffen. Inzwischen konnten nach Behördenangaben 150 Verfahren eingestellt werden. Die Zahlen zeigen, dass der Einbau vorankommt, auch wenn zwischen den einzelnen Unternehmen weiterhin große Unterschiede bestehen.
Bis 2032 soll ein Großteil der gesetzlich vorgesehenen Pflichteinbaufälle mit intelligenten Messsystemen ausgestattet sein. Die Technik gilt als wichtiger Baustein für ein Stromnetz, in dem Solar- und Windenergie, Elektroautos und elektrische Heizungen zunehmend zusammenwirken. Für Verbraucher eröffnet das zusätzliche Möglichkeiten, den eigenen Stromverbrauch gezielter zu steuern. Ob sich dadurch tatsächlich Kosten sparen lassen, hängt aber von der individuellen Ausstattung und den Vertragsbedingungen ab.
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