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Billiger Strom im Osten? Grünen-Politikerin fordert regionale Strompreise

Paar sucht Stromvergleich online
Von Ron Boschert · · Lesezeit ca. 2 Min.
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Warum kostet Strom in Deutschland überall an der Börse gleich viel, obwohl er regional sehr unterschiedlich erzeugt wird? Genau diese Frage bringt Sachsen-Anhalts Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz jetzt neu in die Debatte.

Sie spricht sich für regionale Strompreiszonen aus. Die Idee: Dort, wo besonders viel günstiger Strom aus Wind und Sonne produziert wird, soll dieser Vorteil auch stärker bei Verbrauchern und Unternehmen ankommen. Nach Ansicht der Grünen-Politikerin könnte Sachsen-Anhalt gemeinsam mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen eine gemeinsame Strompreiszone bilden.

Warum Sachsen-Anhalt profitieren könnte

Der Hintergrund ist das Gefälle im deutschen Stromsystem. Viel erneuerbarer Strom entsteht im Norden und Osten. Große Industriezentren sitzen aber vor allem im Süden und Westen. Wenn die Netze den Strom nicht schnell genug transportieren können, müssen Windräder oder Solaranlagen zeitweise abgeregelt werden.

Sziborra-Seidlitz argumentiert deshalb: Wer vor Ort viel erneuerbaren Strom erzeugt, sollte davon auch preislich stärker profitieren. Für Verbraucher könne das spürbare Entlastung bedeuten. Auch Unternehmen hätten aus ihrer Sicht einen wirtschaftlichen Vorteil, wenn Strom regional günstiger angeboten werden könnte.

Allein auf Landesebene lässt sich eine solche Strompreiszone allerdings nicht einführen. Die Grünen-Politikerin sieht Sachsen-Anhalt deshalb vor allem in der Rolle, das Thema anzustoßen und politisch zu unterstützen.

Was das für Stromkunden bedeutet

Für Haushalte ändert sich durch den Vorschlag zunächst nichts. Derzeit gilt in Deutschland ein einheitlicher Börsenstrompreis. Ob regionale Strompreise kommen, wäre eine größere energiepolitische Entscheidung mit vielen Folgen für Markt, Netze und Verbraucher.

Interessant ist die Debatte trotzdem. Sie zeigt, dass Stromkosten künftig stärker davon abhängen könnten, wo Strom erzeugt, verbraucht und transportiert wird. Für Stromkunden bleibt deshalb wichtig, nicht nur politische Entlastungen abzuwarten, sondern den eigenen Tarif im Blick zu behalten.

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