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Kohleausstieg ohne neues Verbot: Was das für den Strompreis bedeutet

Die Bundesnetzagentur ordnet 2026 kein Kohleverfeuerungsverbot an. Bereits 29,66 ct/kWh im Grundversorgungstarif – Wechsel spart bis zu 449 Euro.

Modernes Wohnzimmer Grundversorgung
Von Ron Boschert · · Lesezeit ca. 2 Min.
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Der Kohleausstieg läuft schneller, als es der Gesetzgeber für diesen Schritt verlangt. Die Bundesnetzagentur ordnet 2026 erneut kein zusätzliches Kohleverfeuerungsverbot an. Der Grund: Bis zum Stichtag 01.09.2026 sind bereits so viele Kohlekraftwerke aus dem Markt ausgeschieden, dass das gesetzliche Zielniveau für 2029 deutlich unterschritten wird.

Für Verbraucher klingt das erst einmal technisch. Dahinter steckt aber eine wichtige Frage: Wenn weniger Kohlekraftwerke regulär am Markt sind, was bedeutet das für Versorgungssicherheit und Strompreise?

Warum kein neues Kohleverbot nötig ist

Das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz legt fest, wie viel Leistung von Stein- und Braunkohleanlagen zu bestimmten Zeitpunkten höchstens noch am Strommarkt teilnehmen darf. Wenn dieses Ziel bereits durch Stilllegungen und Marktaustritte erreicht wird, muss die Bundesnetzagentur kein weiteres Verbot anordnen.

Genau das ist 2026 erneut passiert. Nach Angaben der Behörde ist es bereits das dritte Mal seit Beginn des gesetzlichen Kohleausstiegs, dass kein zusätzliches Kohleverfeuerungsverbot erforderlich ist. Der Rückgang kommt vor allem dadurch zustande, dass Anlagen ohnehin aus dem Markt gehen oder nach dem gesetzlichen Ausstiegspfad stillgelegt werden.

Warum Stromkunden trotzdem genau hinschauen sollten

Weniger Kohle im Markt heißt nicht automatisch, dass Strom sofort günstiger oder teurer wird. Der Strompreis hängt von vielen Faktoren ab: Großhandelspreisen, Gaspreisen, erneuerbarer Erzeugung, Netzentgelten, Steuern und dem gewählten Tarif. Für die Versorgungssicherheit prüfen die Übertragungsnetzbetreiber außerdem, ob einzelne Kraftwerke systemrelevant sind. Solche Anlagen können in die Netzreserve überführt werden.

Für Haushalte ändert sich durch die Entscheidung der Bundesnetzagentur deshalb zunächst nichts direkt auf der Rechnung. Die Meldung zeigt aber, wie stark sich der Strommarkt verändert. Alte Kraftwerke gehen vom Netz, neue Erzeugung und Netze müssen nachziehen.

Wer seine Stromkosten im Blick behalten will, sollte deshalb nicht nur auf große energiepolitische Entscheidungen schauen. Entscheidend bleibt der eigene Vertrag. Auf unserer Seite können Sie im Bereich Stromvergleich kostenlos und unverbindlich prüfen, ob Ihr aktueller Tarif noch passt.

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