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Stau am Stromnetz: Warum neue Anschlüsse jetzt zum Problem werden

Hochspannungsleitung zur Energieübertragung
Von Ron Boschert · · Lesezeit ca. 2 Min.
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Neue Windparks, große Batteriespeicher, Rechenzentren und Industriebetriebe haben eines gemeinsam: Sie brauchen leistungsfähige Anschlüsse ans Stromnetz und genau dort wird es nämlich zunehmend eng.

Der NDR berichtet über einen wachsenden Stau bei Netzanschluss-Anträgen. Betroffen sind demnach nicht nur neue Wind- und Solaranlagen, sondern auch Speicher, Rechenzentren und Unternehmen, die ihre Produktion elektrifizieren wollen. Bei einzelnen größeren Verteilnetzbetreibern liegen die angefragten Anschlussleistungen dem Bericht zufolge deutlich über der heute angeschlossenen Leistung.

Warum der Anschluss ans Netz zum Engpass wird

Die Energiewende verändert das Stromsystem schneller, als viele Netze ausgebaut werden können. Strom wird nicht mehr nur zentral in großen Kraftwerken erzeugt, sondern Strom kommt nun aus Windparks, Solaranlagen, Speichern und zunehmend auch aus Anlagen, die flexibel Strom aufnehmen oder abgeben.

Gleichzeitig steigt der Strombedarf neuer Verbraucher. Rechenzentren, Industrieanlagen, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und Speicher brauchen Netzkapazität. Jeder neue oder größere Anschluss muss geprüft werden. Wenn viele Anträge gleichzeitig eingehen, geraten Verfahren und verfügbare Netzleistung unter Druck.

Die Bundesnetzagentur weist grundsätzlich darauf hin, dass Netzbetreiber Anschlüsse zu angemessenen, transparenten und diskriminierungsfreien Bedingungen ermöglichen müssen. Reicht die Kapazität nicht aus, werden Ausbau, Verstärkung oder neue Anschlussmodelle notwendig.

Was das für Stromkunden bedeutet

Für Haushalte ändert ein Netzanschluss-Stau nicht sofort den Stromtarif aber denn ist das Thema wichtig. Netzausbau, Engpässe und neue Anschlussregeln gehören zu den Faktoren, die sich langfristig auf Netzentgelte und damit auf die Stromrechnung auswirken können. Die Bundesregierung arbeitet deshalb an einem Netzanschlusspaket. Es soll Anschlussverfahren beschleunigen, den Netzausbau besser mit neuen Anlagen abstimmen und die vorhandene Netzkapazität effizienter nutzen.

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