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Ökostrom aus dem Lech: Wie Bayern Stromversorgung und Naturschutz verbinden will

Bayerns Umweltminister setzt auf Wasserkraft. Verbraucher zahlen bei LEW derzeit 35,34 ct/kWh – es gibt aber günstigere Alternativen.

Stromleitung Grundversorgung
Von Ron Boschert · · Lesezeit ca. 2 Min.
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Solarstrom hängt an der Sonne, Windstrom am Wetter. Wasserkraft hat einen Vorteil, der für das Stromsystem besonders wertvoll ist: Sie kann vergleichsweise verlässlich Strom liefern. Genau deshalb rückt sie in Bayern wieder stärker in den Fokus.

Bei einer Veranstaltung der Lechwerke AG mit Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber ging es um die Rolle der Wasserkraft am Lech. Im Mittelpunkt standen Energieversorgung, Naturschutz und Klimaanpassung. Nach Angaben von LEW wurde vor Ort gezeigt, wie gezielte Wasserführung und Seitengewässer neue Lebensräume schaffen und zugleich die Funktionen des Flusses für Energieversorgung und Hochwasserschutz erhalten können.

Warum Wasserkraft anders ist als Solarstrom

Bayern will den Anteil erneuerbarer Energien weiter erhöhen. Wasserkraft spielt dabei eine besondere Rolle, weil sie erneuerbare Stromerzeugung mit Versorgungssicherheit verbinden kann. Während Photovoltaik und Wind stärker schwanken, ist Wasserkraft in vielen Situationen besser planbar.

Das bedeutet nicht, dass Wasserkraft beliebig ausgebaut werden kann. Flüsse sind sensible Lebensräume. Am Lech zeigt sich deshalb auch die Herausforderung: Stromerzeugung, Naturschutz, Fischerei, Hochwasserschutz und Klimaanpassung müssen zusammen gedacht werden.

LEW verweist darauf, dass seit rund drei Jahrzehnten gezielt Wasser aus dem Lechkanal in Auen und Seitengewässer geleitet wird. Dadurch sollen stabile Lebensräume entstehen, die unter anderem Fischen bei Hitze und Hochwasser Rückzugsräume bieten. Die Botschaft: Moderne Wasserkraft soll nicht nur Strom liefern, sondern Flussräume widerstandsfähiger machen.

Was das mit der Stromrechnung zu tun hat

Für Haushalte kommt aus der Steckdose kein getrennt sortierter Strom aus Wasser, Wind oder Sonne. Trotzdem ist die Art der Stromerzeugung wichtig. Je besser erneuerbare Energien planbar eingebunden werden können, desto stabiler kann das Stromsystem arbeiten.

Eine direkte Senkung der Stromrechnung lässt sich aus einer einzelnen Wasserkraft-Initiative aber nicht ableiten. Verbraucher sollten deshalb zwischen zwei Dingen unterscheiden: Versorgungssicherheit entsteht im Netz und in der Erzeugung. Der persönliche Strompreis entsteht im Vertrag.

Nach den vorliegenden Vergleichsdaten liegt der durchschnittliche Grundversorgungspreis der Lechwerke AG bei 35,25 ct/kWh. Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch entspricht das rund 1.358 Euro pro Jahr. Günstigere Alternativen beginnen laut Tarifdatenbank ab 774 Euro jährlich. Daraus ergibt sich ein mögliches Sparpotenzial von bis zu 583 Euro.

Wer Ökostrom will, sollte genau hinschauen

Wasserkraft kann für Ökostromkunden interessant sein, weil sie erneuerbar und vergleichsweise verlässlich ist. Entscheidend bleibt aber, was der jeweilige Tarif tatsächlich bietet: Herkunftsnachweise, regionale Erzeugung, zusätzliche Förderung erneuerbarer Energien oder einfach ein günstigerer Preis.

Wer bei LEW oder einem anderen Anbieter Strom bezieht, sollte deshalb nicht nur auf den Namen des Tarifs achten. Wichtig sind Arbeitspreis, Grundpreis, Vertragslaufzeit und Jahreskosten. Unter www.stromvermittlung.de/strompreisvergleich bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihren bestehenden Stromvertrag kostenlos und unverbindlich in wenigen Schritten zu überprüfen.

Weiterführende Informationen

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