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Solarziel erreicht: Warum Strom trotzdem nicht automatisch billiger wird

Deutschland hat beim Solarstrom einen wichtigen Punkt erreicht. Die installierte Photovoltaik-Leistung liegt inzwischen bei mehr als 128 Gigawattpeak. Damit ist das im EEG vorgesehene Zwischenziel für 2026 erreicht.
Das klingt erst einmal nach einer guten Nachricht für Stromkunden. Mehr Solarstrom bedeutet mehr günstige Erzeugung, besonders an sonnigen Tagen. Trotzdem sinkt die Stromrechnung nicht automatisch. Denn entscheidend ist nicht nur, wie viele Solaranlagen gebaut werden, sondern auch, ob Stromnetze, Speicher und Tarife mit dem Ausbau Schritt halten.
Warum der Erfolg noch nicht reicht
Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft sind inzwischen mehr als sechs Millionen Solarstromanlagen in Deutschland installiert. In den Jahren 2024 und 2025 kamen jeweils rund 17,5 Gigawattpeak Photovoltaik-Leistung hinzu. Bis 2030 sollen insgesamt 215 Gigawattpeak erreicht werden. Dafür müssten nach Branchenangaben noch rund 87 Gigawattpeak dazukommen.
Genau hier warnt der Verband vor einem möglichen Knick beim Ausbau. Geplante Änderungen bei Förderung, Direktvermarktung und Entschädigungen bei netzbedingter Abregelung könnten Investitionen bremsen. Ob es tatsächlich so kommt, ist politisch noch offen.
Speicher werden wichtiger für den Strompreis
Für Haushalte zählt am Ende nicht die installierte Leistung auf dem Papier, sondern der Preis auf der Rechnung. Solarstrom entsteht vor allem dann, wenn die Sonne scheint. Gebraucht wird Strom aber oft morgens, abends oder im Winter. Deshalb werden Batteriespeicher, flexible Verbraucher und intelligente Tarife wichtiger.
Speicher können überschüssigen Solarstrom aufnehmen und später nutzbar machen. Das hilft dem Netz und kann Preisspitzen abfedern. Für Verbraucher heißt das: Der Solarausbau ist wichtig, aber er ersetzt nicht den Blick auf den eigenen Vertrag.
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