News Strompreis
Strom günstiger laden? Warum E-Auto- und Wärmepumpen-Haushalte jetzt neue Tarife prüfen
Mehr als die Hälfte der Hausbesitzer mit erneuerbaren Technologien ist offen für dynamische oder flexible Tarife. Aktuelle Preisvergleiche zeigen: Wechsel lohnt sich oft.

Wer ein E-Auto lädt, eine Wärmepumpe betreibt oder eine Solaranlage nutzt, verbraucht Strom oft anders als ein klassischer Haushalt. Genau deshalb rücken neue Tarifmodelle stärker in den Fokus. Eine aktuelle E.ON-Umfrage unter Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern zeigt: Viele Energiewende-Haushalte sind offen für Tarife, die Stromverbrauch flexibler steuern.
Laut E.ON können sich 60 Prozent der befragten Hausbesitzer mit Elektroauto, Wärmepumpe oder Solaranlage einen Wechsel auf einen dynamischen Stromtarif oder einen Festpreistarif mit flexiblem Zusatzservice vorstellen. Besonders hoch ist die Bereitschaft bei E-Auto-Besitzern: 66 Prozent zeigen sich offen für solche Modelle.
Viele wollen Flexibilität, aber nicht jedes Preisrisiko
Interessant ist, wofür sich Haushalte eher begeistern. Der klassische dynamische Tarif, bei dem sich der Strompreis je nach Börsenpreis verändern kann, kommt für 26 Prozent der befragten Energiewende-Haushalte infrage. Ein Festpreistarif mit flexiblem Zusatzservice ist dagegen für 33 Prozent interessant.
Das zeigt: Viele Verbraucher möchten günstige Stromzeiten besser nutzen, aber nicht unbedingt das volle Preisrisiko tragen. Bei einem dynamischen Tarif kann sich der Preis pro Kilowattstunde kurzfristig ändern. Wer sein E-Auto oder seine Wärmepumpe gezielt in günstigen Stunden laufen lässt, kann profitieren. Wer kaum flexibel ist, kann dagegen auch teurere Zeiten erwischen.
Beim Festpreistarif bleibt der Preis pro Kilowattstunde dagegen stabil. Der flexible Zusatzservice kann Verbraucher dafür belohnen, dass größere Stromverbraucher netzdienlich oder preisgünstig gesteuert werden. Der Haushalt bekommt also mehr Planbarkeit, verzichtet aber möglicherweise auf besonders niedrige Börsenpreise in einzelnen Stunden.
Ohne Smart Meter bleibt vieles Theorie
Damit flexible Stromtarife im Alltag funktionieren, braucht der Haushalt passende Technik. Dazu gehören steuerbare Geräte, ein intelligentes Messsystem und eine sinnvolle Steuerung. Besonders relevant ist das bei Wallbox, Wärmepumpe und Batteriespeicher.
Bei E-Auto-Besitzern ist die Wechselbereitschaft laut Umfrage am höchsten. 34 Prozent können sich einen Festpreistarif mit flexiblem Zusatzservice vorstellen, 32 Prozent einen dynamischen Tarif. Bei Wärmepumpen-Haushalten liegen die Werte bei 33 Prozent und 27 Prozent. Bei Haushalten mit Solaranlage sind es 30 Prozent und 25 Prozent.
Für Verbraucher heißt das: Der beste Tarif hängt nicht nur vom Preis ab, sondern vom eigenen Alltag. Wer regelmäßig zu Hause lädt, flexible Verbrauchszeiten hat oder Stromspeicher nutzt, kann von neuen Tarifmodellen stärker profitieren als ein Haushalt mit festen Verbrauchszeiten.
Erst Verbrauch verstehen, dann Tarif wählen
Die Umfrage zeigt auch, wie stark sich Haushalte verändern. 37 Prozent der befragten Hausbesitzer haben bereits eine Solaranlage, 22 Prozent ein E-Auto und 25 Prozent eine Wärmepumpe. Weitere Anschaffungen sind geplant: 40 Prozent wollen erstmals in Photovoltaik investieren, 20 Prozent in ein E-Auto und 15 Prozent in eine Wärmepumpe.
Damit steigt der Stromverbrauch in vielen Häusern deutlich. Wer heute noch mit 3.500 kWh im Jahr rechnet, kann mit E-Auto oder Wärmepumpe schnell weit darüber liegen. Dann wirken sich Arbeitspreis, Grundpreis und Tarifmodell noch stärker auf die Jahreskosten aus.
Bevor Haushalte einen dynamischen Tarif oder einen langen Festpreisvertrag wählen, sollten sie deshalb den eigenen Verbrauch realistisch einschätzen. Wichtig sind die letzten Jahreswerte, geplante neue Geräte und die Frage, ob Stromverbrauch wirklich verschoben werden kann.
Wer das prüfen möchte, kann unter www.stromvermittlung.de/strompreisvergleich den bestehenden Stromvertrag kostenlos und unverbindlich in wenigen Schritten überprüfen. So wird sichtbar, ob ein klassischer Festpreistarif, ein Ökostromtarif oder ein flexibleres Modell besser zum eigenen Verbrauch passt.
Jetzt Strompreise an Ihrer Adresse prüfen
PLZ eingeben und kostenlos vergleichen: alle verfügbaren Tarife, transparent nach Jahreskosten sortiert.
Kostenlos und unverbindlich. Basis: 3.500 kWh Jahresverbrauch, im Rechner anpassbar.
Weitere Meldungen
- Warten auf Wallbox oder Wärmepumpe? Netzbetreiber müssen künftig liefern
- Stromsperre schon ab 100 Euro: Was Verbraucher jetzt wissen müssen
- E.ON mit 30 Monaten Preisgarantie: Worauf Stromkunden jetzt achten sollten
- Neue Stromleitungen bis 2037: Warum der Netzausbau auch Ihre Rechnung betrifft
