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Netzentgeltreform 2026: Bundesnetzagentur startet Konsultation – Was ändert sich für Stromkunden?

Die Bundesnetzagentur reformiert die Netzentgeltsystematik. Stromkunden sollten jetzt ihre Tarife überprüfen und von sinkenden Gebühren profitieren.

Hochspannungsleitung zur Energieübertragung
Von Ron Boschert · · Lesezeit ca. 2 Min.
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Bei der Stromrechnung geht es nicht nur um den reinen Strompreis. Ein großer Teil entfällt auf die Nutzung der Stromnetze. Genau diese Netzentgelte sollen in den kommenden Jahren neu geordnet werden.

Die Bundesnetzagentur hat die Reform der allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom unter dem Namen AgNes gestartet. Ziel ist es, das bestehende System an die Energiewende anzupassen. Denn Strom wird heute anders erzeugt, gespeichert und verbraucht als früher: mehr Wind- und Solarstrom, mehr Wärmepumpen, mehr E-Autos, mehr Speicher. Die bisherige Stromnetzentgeltverordnung läuft Ende 2028 aus. Die neue Systematik soll danach greifen.

Warum die Netzentgelte so wichtig sind

Netzentgelte zahlen Stromkunden über ihre Rechnung. Sie finanzieren Betrieb, Wartung und Ausbau der Netze. Für Haushalte sind sie deshalb ein entscheidender Kostenblock neben Arbeitspreis, Grundpreis, Steuern und Umlagen.

Die Bundesnetzagentur will mit der Reform mehr Flexibilität und Systemeffizienz erreichen. Vereinfacht gesagt: Wer das Netz stärker belastet oder dauerhaft Kapazität braucht, könnte künftig anders behandelt werden als jemand, der Stromverbrauch, Speicher oder Einspeisung netzdienlich steuert.

Eine endgültige Entscheidung gibt es noch nicht. Die Bundesnetzagentur hatte im Mai 2026 ihren Zwischenstand vorgestellt. Eine förmliche Konsultation des vollständigen Entwurfs soll im Sommer 2026 beginnen, die Rahmenfestlegung ist für Ende 2026 geplant.

Was Haushalte jetzt wissen sollten

Für Verbraucher ändert sich nicht sofort der Stromtarif. Trotzdem ist die Reform wichtig, weil Netzentgelte künftig stärker danach ausgerichtet werden könnten, wie Strom erzeugt, gespeichert und verbraucht wird.

Besonders interessant wird das für Haushalte mit PV-Anlage, Batteriespeicher, Wallbox oder Wärmepumpe. Sie könnten künftig stärker von flexiblen Regeln betroffen sein, je nachdem, wie die Bundesnetzagentur die Details festlegt.

Bis dahin bleibt der eigene Stromvertrag der wichtigste Hebel. Auf unserer Seite können Sie im Bereich Stromvergleich kostenlos prüfen, ob Arbeitspreis, Grundpreis und Vertragslaufzeit noch zum aktuellen Verbrauch passen.

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