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Strompreise 2027: Warum die Entlastung von 2026 wieder wackelt

Eigentlich war 2026 für Stromkunden bislang ein Jahr mit rückläufigen Preisen. Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis sank nach Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf 37,0 Cent je Kilowattstunde. Gegenüber dem Vorjahr war das eine Entlastung.
Doch der Blick auf 2027 fällt weniger eindeutig aus. An den Energiemärkten haben sich die Bedingungen inzwischen verändert. Vor allem höhere Gaspreise und neue Berechnungen der Netzkosten sorgen dafür, dass sich die günstigere Entwicklung nicht einfach fortschreiben lässt.
Das ist bemerkenswert, denn noch in der BDEW-Analyse vom August hatten sich die gestiegenen Großhandelspreise infolge des Iran-Kriegs kaum in den neu angebotenen Stromtarifen niedergeschlagen.
Die günstigeren Netzkosten halfen 2026
Die BDEW-Zahlen zeigen, woher ein wesentlicher Teil der bisherigen Entlastung kam. Für Beschaffung und Vertrieb errechnete der Verband durchschnittlich 15,2 Cent je Kilowattstunde. Die Netzentgelte betrugen 9,2 Cent und lagen damit 1,7 Cent unter dem Vorjahreswert.
Ein Grund dafür war der Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten. Diese Unterstützung verringerte die Kostenbelastung innerhalb des Stromnetzes. Die Wirkung wird bei einem größeren Jahresverbrauch deutlich: 1,7 Cent je Kilowattstunde entsprechen bei 3.500 Kilowattstunden rechnerisch 59,50 Euro im Jahr. Das ist eine Einordnung des einzelnen Preisbestandteils, keine garantierte Ersparnis für jeden Haushalt.
Was sich 2027 verändern könnte
Inzwischen liegen die vorläufigen Übertragungsnetzentgelte für 2027 vor. Sie steigen von 2,86 auf 3,54 Cent je Kilowattstunde. Gleichzeitig fällt die vorgesehene Unterstützung des Bundes geringer aus als 2026. Damit verschieben sich wichtige Rahmenbedingungen für die Stromanbieter. Ob die vollständigen Haushaltstarife steigen, hängt allerdings auch von Beschaffungspreisen, regionalen Verteilnetzentgelten und weiteren Preisbestandteilen ab. Die 37 Cent aus der BDEW-Analyse sind deshalb kein feststehender Strompreis für das kommende Jahr.
Für Haushalte bedeutet das: Eine bundesweite Entwicklung lässt sich nicht ohne Weiteres auf den eigenen Vertrag übertragen. Entscheidend bleibt, welche Gesamtkosten ein Anbieter tatsächlich berechnet. Wer seine Stromkosten mit anderen Angeboten vergleichen möchte, kann unseren kostenlosen und unverbindlichen Stromvergleich nutzen.
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