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25 Millionen Euro für Stromnetz: LEW baut Umspannwerk in Woringen aus
LEW Verteilnetz investiert in die Strominfrastruktur. Ein neuer 350-MW-Transformator soll erneuerbare Energien besser ins Netz integrieren.

Im Unterallgäu wird das Stromnetz für die kommenden Jahre ausgebaut. Der regionale Netzbetreiber LEW Verteilnetz investiert rund 25 Millionen Euro in die Erweiterung des Umspannwerks Woringen. Damit soll künftig mehr Strom aus Windkraft und Photovoltaikanlagen über das Netz transportiert werden können.
Die Bauarbeiten haben im September 2026 begonnen. Geplant sind ein zusätzlicher Transformator und ein neues Schaltfeld. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen. Für Haushalte in Bayerisch-Schwaben ist die Investition vor allem mit Blick auf die langfristige Versorgungssicherheit interessant. Eine unmittelbare Veränderung des Strompreises ergibt sich daraus allerdings nicht.
Mehr Platz für Strom aus der Region
Immer mehr Solaranlagen und andere erneuerbare Energiequellen speisen Strom in das regionale Netz ein. Damit die zusätzlichen Mengen aufgenommen und weitertransportiert werden können, muss auch die technische Infrastruktur wachsen. Das Umspannwerk in Woringen verbindet das regionale Hochspannungsnetz mit dem überregionalen Übertragungsnetz von Amprion. Der geplante Transformator soll eine Leistung von 350 Megavoltampere haben und Strom zwischen den beiden Spannungsebenen übertragen können.
Die Erweiterung soll dafür sorgen, dass zusätzliche Strommengen aus der Region in das überregionale Netz gelangen können.
Während der Arbeiten soll die Versorgung der angeschlossenen Stromkunden gesichert bleiben. Nach Unternehmensangaben sind keine Unterbrechungen durch den Ausbau vorgesehen. Allerdings kann es rund um die Baustelle zeitweise mehr Verkehr geben.
Werden Stromkunden den Ausbau bezahlen?
Neue Leitungen, Transformatoren und Umspannwerke kosten Geld. Netzbetreiber finanzieren ihre Infrastruktur unter anderem über regulierte Netzentgelte. Diese bilden einen Bestandteil der Stromrechnung. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass die Investition in Woringen zu einer bestimmten Preiserhöhung für Haushalte führt. Die Entwicklung der Netzentgelte hängt von vielen Faktoren ab und wird für die jeweiligen Netzgebiete berechnet.
Ein leistungsfähigeres Stromnetz kann langfristig helfen, zusätzliche erneuerbare Stromerzeugung einzubinden und Engpässe zu verringern. Ob sich daraus niedrigere Strompreise ergeben, ist damit noch nicht entschieden. Für Verbraucher bleibt deshalb die Unterscheidung wichtig: Der Netzausbau verbessert die technischen Voraussetzungen für die Energieversorgung, während der persönliche Strompreis weiterhin vom gewählten Tarif und den regionalen Preisbestandteilen abhängt.
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