Photovoltaik in Deutschland: Zahlen, Kosten und Einschätzung
Stand · Zahlen monatlich aktualisiert · Redaktion stromvermittlung.de
In Deutschland sind 132,2 Gigawatt Photovoltaik in 6,45 Millionen Anlagen in Betrieb. Von Januar bis September 2026 lieferten sie 76,2 TWh Strom, mehr als im ganzen Jahr 2025. Eine typische Anlage auf einem Einfamilienhaus macht sich nach unserer Rechnung heute nach rund 17 Jahren bezahlt.

Noch 2026 in Betrieb nehmen oder 2027 abwarten?
Der Bundestag berät gerade das EEG 2027. Beschlossen ist es noch nicht. Der Regierungsentwurf sieht für neue Anlagen vor:
Was heißt das für Sie? Wer ohnehin plant und viel Strom einspeisen würde, sichert sich mit einer Inbetriebnahme 2026 die planbare Vergütung. Maßgeblich ist die Inbetriebnahme der fertig montierten Anlage, nicht die Anmeldung. Schließen Sie trotzdem keinen überteuerten Vertrag unter Zeitdruck ab: Für eine Anlage mit hohem Eigenverbrauch, etwa mit Wärmepumpe oder E-Auto, ist der Unterschied klein.
Kabinett 29.07.2026, erste Lesung im Bundestag 24.09.2026, Anhörung 05.10.2026. Beschluss im Bundestag erwartet ab dem 9. November 2026, Bundesrat frühestens am 20. November. Union und SPD verhandeln noch über Änderungen. Quelle: Bundestag, Drucksache 21/7867. Wir aktualisieren diesen Kasten nach dem Beschluss.Lohnt sich eine Photovoltaikanlage? Eine Beispielrechnung
Wir rechnen ein typisches Einfamilienhaus: 10 kWp auf dem Dach, 4.500 kWh Stromverbrauch im Jahr, wahlweise mit einem Speicher von 10 kWh, Inbetriebnahme 2026 mit heutiger Einspeisevergütung. Als Strompreis setzen wir den Arbeitspreis an, den eine selbst genutzte Kilowattstunde einspart: im Schnitt 31,10 ct im günstigsten fairen Festpreistarif, 35,37 ct in der Grundversorgung (eigene Tarifabfragen über 7.791 Postleitzahlen).
Die 10 kWp sind realistisch: Neue Dachanlagen auf Wohnhäusern hatten 2025 im Mittel (Median) 10,1 kWp (eigene Auswertung des Marktstammdatenregisters).
| ohne Speicher | mit Speicher | |
|---|---|---|
| Anschaffung (ohne MwSt.) | 14.100 € | 18.200 € |
| Erzeugung im Jahr | 9.500 kWh | 9.500 kWh |
| davon selbst genutzt | 1.260 kWh | 2.700 kWh |
| eingespeist | 8.240 kWh | 6.512 kWh |
| Ersparnis beim Strombezug | 392 € | 840 € |
| Einspeisevergütung | 634 € | 501 € |
| Betrieb, Wartung, Messstelle | − 191 € | − 232 € |
| Vorteil je Jahr | 835 € | 1.109 € |
| bezahlt nach | ca. 17 Jahren | ca. 16 Jahren |
| … bei Strompreis der Grundversorgung | ca. 16 Jahre | ca. 15 Jahre |
Was die Rechnung zeigt: Eine Solaranlage ist eine solide, aber langfristige Geldanlage, kein schneller Gewinn. Schneller rechnet sie sich, wenn mehr Strom im Haus bleibt: mit einer Wärmepumpe, einem E-Auto (Autostrom) oder einem Verbrauch, der sich in die Mittagsstunden legen lässt. Steigende Strompreise verkürzen die Zeit, eine kleinere Vergütung ab 2027 verlängert sie. Die Annahmen stehen unten im Kasten „Über diese Seite“.
Mit Ihren Daten rechnenSonnendaten für Ihren Ort, Ihr Dach, Ihr Strompreis vor Ort. Mit Speicher, E-Auto und Wärmepumpe, Stunde für Stunde gerechnet.Zum Photovoltaik-Rechner →Was kostet eine Photovoltaikanlage?
Je größer die Anlage, desto günstiger wird jedes Kilowatt Leistung, weil Gerüst, Planung und Anschluss kaum mehr kosten. Die Verbraucherzentrale hat 71 Angebote für Photovoltaikanlagen und 70 für Speicher aus den Jahren 2025 und 2026 ausgewertet (Durchschnitt, ohne Mehrwertsteuer, ohne Notstrom und Umbau der Elektrik):
| Anlagengröße | € je kWp | Beispiel |
|---|---|---|
| 4 bis 6 kWp | 2.090 € | 5 kWp ≈ 10.500 € |
| 6 bis 8 kWp | 1.820 € | 7 kWp ≈ 12.700 € |
| 8 bis 9 kWp | 1.520 € | 8,5 kWp ≈ 12.900 € |
| 9 bis 10 kWp | 1.410 € | 10 kWp ≈ 14.100 € |
| 10 bis 12 kWp | 1.290 € | 11 kWp ≈ 14.200 € |
| 12 bis 14 kWp | 1.240 € | 13 kWp ≈ 16.100 € |
| 14 bis 16 kWp | 1.220 € | 15 kWp ≈ 18.300 € |
| über 16 kWp | 1.010 € | 18 kWp ≈ 18.200 € |
Ein Batteriespeicher kostet je nach Größe 360 bis 510 € je kWh nutzbarer Kapazität, ein Speicher mit 10 kWh also rund 4.100 €. Laufend kommen etwa 1 bis 2 % der Anschaffung im Jahr für Wartung, Versicherung und Ersatzteile dazu, ab 7 kWp außerdem bis zu 50 € im Jahr für den Smart Meter. Quelle: Verbraucherzentrale, Stand 28.08.2026.
Angebote vergleichen lohnt sich: Die Spanne zwischen günstigen und teuren Angeboten ist groß. Holen Sie mindestens drei Angebote ein und vergleichen Sie den Preis je kWp, die genannten Komponenten, die Garantien und ob Gerüst, Zählerschrank und Anmeldung enthalten sind. Mehr dazu: Checkliste zur Anschaffung und Welche Anlage passt zu meinem Dach?
Einspeisevergütung 2026
Für Strom, den Sie nicht selbst verbrauchen, zahlt der Netzbetreiber eine feste Vergütung, 20 Jahre lang zu dem Satz, der bei der Inbetriebnahme galt. Die Sätze sind gestaffelt: Bei einer 15-kWp-Anlage gilt für zwei Drittel der Satz bis 10 kWp, für den Rest der niedrigere. Inbetriebnahme 01.08.2026 bis 31.12.2026, in ct/kWh:
| Anlagenleistung | Teileinspeisung Sie verbrauchen selbst | Volleinspeisung alles ins Netz |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,70 | 12,22 |
| 10 bis 40 kWp | 6,66 | 10,24 |
| 40 bis 100 kWp | 5,44 | 10,24 |
Quelle: Bundesnetzagentur. Im ersten Halbjahr 2026 waren es 7,78 bzw. 12,34 ct bis 10 kWp. Für Anlagen seit dem 25.02.2025 gibt es keine Vergütung für Viertelstunden mit negativem Börsenpreis, sobald ein Smart Meter eingebaut ist; diese Zeit wird am Ende der 20 Jahre teilweise angehängt (Solarspitzengesetz).
Volleinspeisung lohnt sich nur, wenn kaum Eigenverbrauch möglich ist, etwa auf einer Scheune. Für Wohnhäuser ist Teileinspeisung fast immer besser, weil die selbst genutzte Kilowattstunde viermal so viel wert ist. Ob sich das ab 2027 ändert, steht oben. Lexikon: Einspeisevergütung.
Förderung und Steuern
- 0 % Mehrwertsteuer: 0 % Umsatzsteuer auf Kauf und Installation von Modulen, Wechselrichter und Speicher für Anlagen auf oder bei Wohngebäuden; bis 30 kWp gilt die Voraussetzung automatisch als erfüllt (§ 12 Abs. 3 UStG).
- Keine Einkommensteuer: Keine Einkommensteuer auf Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp je Wohneinheit und höchstens 100 kWp je Person (§ 3 Nr. 72 EStG). Eine Gewinnermittlung ist nicht nötig. Mehr: Steuerliche Vorteile für Photovoltaikanlagen.
- KfW-Kredit 270: Kredit für PV-Anlagen und Batteriespeicher (auch Speicher allein), bis 100 % der Kosten, Laufzeit bis 30 Jahre. Antrag über die Hausbank vor Beginn des Vorhabens. Effektiver Zins je nach Laufzeit und Bonität ab 4,45 % (Finanztip, 12.10.2026). Balkonkraftwerke sind ausgeschlossen. Viele Hausbanken bieten den Kredit für kleine Summen ungern an.
- Zuschüsse: Vom Bund gibt es keinen. Von den Ländern zahlt nur noch Berlin für PV mit Speicher (SolarPLUS, bis Ende 2026); Mecklenburg-Vorpommern fördert Balkonkraftwerke von Mietern. Baden-Württemberg, Bremen und Hessen bieten günstige Kredite. Bei den Großstädten sind die meisten Töpfe für 2026 leer.
Eigenverbrauch erhöhen: Speicher, Wärmepumpe, E-Auto
Ohne Speicher deckt eine Dachanlage im Einfamilienhaus etwa 25 bis 30 % des Jahresverbrauchs, mit Speicher bis rund 70 % (Verbraucherzentrale). Der Rest kommt im Winter und nachts aus dem Netz. Sie erhöhen den Eigenverbrauch ohne Zusatzkosten, wenn Sie Waschmaschine, Spülmaschine und Trockner mittags laufen lassen.
- Batteriespeicher: Als Faustregel reichen 1 bis 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Etwa ein Fünftel des gespeicherten Stroms geht verloren, der Speicher hält 10 bis 15 Jahre. Lohnt sich ein Batteriespeicher?
- Wärmepumpe: Sie braucht den meisten Strom im Winter, wenn die Anlage wenig liefert. Ein eigener Wärmepumpentarif und reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG helfen trotzdem. Wärmepumpenstrom
- E-Auto und Wallbox: Wer tagsüber zu Hause lädt, nutzt den Solarstrom am besten. Autostrom
- Dynamischer Stromtarif: Für den Reststrom kann ein Tarif mit stündlichen Preisen günstiger sein, vor allem mit Speicher oder E-Auto. Dynamische Stromtarife
- Netzentgelte: Für selbst genutzten Solarstrom fallen keine an. Was für Einspeisung, Speicher und § 14a gilt und was die Bundesnetzagentur ab 2029 plant: Photovoltaik und Netzentgelte
Schritt für Schritt zur eigenen Anlage
- Dach prüfen: Süd-, Ost- oder Westdach mit wenig Schatten, Dachzustand für 25 Jahre gut? Steht eine Sanierung an, gehört sie vorher. In sieben Ländern gilt bei Neubau oder Dachsanierung schon eine Solarpflicht (Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen bei Sanierung).
- Verbrauch kennen: Jahresverbrauch von der Stromrechnung, dazu geplante Wärmepumpe oder E-Auto. Danach richtet sich die Größe von Anlage und Speicher.
- Angebote einholen: mindestens drei, mit Preis je kWp, Modulen, Wechselrichter, Speicher, Gerüst, Zählerschrank und Anmeldung. Förderung (Kredit, Stadt) vor der Unterschrift beantragen, sonst ist sie meist verloren.
- Montage und Netzanschluss: Der Installateur meldet die Anlage beim Netzbetreiber an, der den Zähler tauscht. Ab 7 kWp kommt ein Smart Meter.
- Marktstammdatenregister: Eintrag innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme, sonst gibt es keine Vergütung. Kostenlos unter marktstammdatenregister.de.
- Stromtarif prüfen: Mit Solaranlage sinkt Ihr Netzbezug, der Grundpreis bleibt. Ein Tarif mit niedrigem Grundpreis kann jetzt günstiger sein. Tarife vergleichen
Kein eigenes Dach? Diese Wege gibt es
Photovoltaik in Deutschland: die Zahlen
Alle Zahlen kommen aus öffentlichen Daten der Bundesnetzagentur (SMARD und Marktstammdatenregister) und von Energy-Charts (Fraunhofer ISE). Wir aktualisieren sie jeden Monat.
Von Januar bis September 2026 haben Solaranlagen 76,2 TWh ins öffentliche Netz geliefert, schon mehr als im ganzen Jahr 2025 (73,8 TWh). Das reicht rechnerisch für 22 Millionen Haushalte mit 3.500 kWh Jahresverbrauch. Den selbst verbrauchten Solarstrom enthalten diese Zahlen nicht, er macht nach Fraunhofer ISE noch einmal rund ein Fünftel aus.
Solarstrom je Monat: 2025 und 2026, in TWh
Werte als Tabelle
| Monat | 2025 | 2026 |
|---|---|---|
| Januar | 1,63 | 1,64 |
| Februar | 3,02 | 2,54 |
| März | 6,91 | 7,30 |
| April | 8,95 | 10,05 |
| Mai | 10,22 | 11,55 |
| Juni | 10,54 | 11,64 |
| Juli | 9,06 | 12,02 |
| August | 9,67 | 10,93 |
| September | 6,44 | 8,57 |
| Oktober | 3,64 | – |
| November | 2,21 | – |
| Dezember | 1,51 | – |
Quelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de, CC BY 4.0

Dach, Freifläche, Balkon: wo die Anlagen stehen
| Art | Anlagen | Leistung | Anteil Leistung | Ø je Anlage |
|---|---|---|---|---|
| Dach und Fassade | 4.889.509 | 82,8 GW | 63 % | 16,9 kW |
| Freiflächen (Solarparks) | 19.966 | 47,7 GW | 36 % | 2,4 MW |
| Balkonkraftwerke | 1.543.942 | 1,7 GW | 1 % | 1,1 kW |
| sonstige (z. B. Parkplätze, Gewässer) | 145 | 0,1 GW | 0 % | 0,4 MW |
Quelle: Bundesnetzagentur, Marktstammdatenregister, 31. Oktober 2026, nur Anlagen in Betrieb; dl-de/by-2-0; Auswertung stromvermittlung.de
Zubau je Jahr
Wie viel Leistung heute noch in Betrieb ist, nach Jahr der Inbetriebnahme. Nachmeldungen erhöhen die letzten Monate noch etwas.
| Jahr | neue Anlagen | Leistung | davon Dach | davon Freifläche | Balkonkraftwerke |
|---|---|---|---|---|---|
| 2026 (bis 31. Oktober 2026) | 724.696 | 14,3 GW | 6,1 GW | 7,7 GW | 345.815 |
| 2025 | 899.168 | 17,4 GW | 8,5 GW | 8,3 GW | 427.817 |
| 2024 | 1.087.123 | 17,6 GW | 10,6 GW | 6,5 GW | 428.479 |
| 2023 | 1.085.273 | 15,4 GW | 10,9 GW | 4,3 GW | 268.699 |
| 2022 | 391.806 | 7,6 GW | 4,5 GW | 3,1 GW | 61.372 |
| 2021 | 235.138 | 5,7 GW | 3,5 GW | 2,2 GW | 8.815 |
| 2020 | 186.901 | 5,1 GW | 3,6 GW | 1,5 GW | 2.011 |
| 2019 | 111.387 | 4,0 GW | 3,1 GW | 1,0 GW | 390 |
| 2018 | 75.723 | 3,0 GW | 2,0 GW | 1,0 GW | 64 |
| 2017 | 66.290 | 1,7 GW | 1,1 GW | 0,5 GW | 18 |
| 2016 | 50.905 | 1,5 GW | 0,9 GW | 0,6 GW | 23 |
| 2015 | 47.845 | 1,4 GW | 0,8 GW | 0,6 GW | 21 |
Neue Anlagen auf Wohnhäusern werden größer
Eine eigene Auswertung aller Dachanlagen von Haushalten im Marktstammdatenregister: Die mittlere Anlage ist seit 2015 deutlich gewachsen, weil Module günstiger wurden und Wärmepumpe und E-Auto mehr Strom brauchen.

Photovoltaik nach Bundesland

| Bundesland | Anlagen | Leistung | Watt je Einwohner |
|---|---|---|---|
| Brandenburg | 195.609 | 10,3 GW | 4.041 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 97.351 | 5,5 GW | 3.522 |
| Sachsen-Anhalt | 148.735 | 6,4 GW | 3.018 |
| Bayern | 1.441.657 | 35,1 GW | 2.647 |
| Schleswig-Holstein | 219.502 | 5,5 GW | 1.865 |
| Thüringen | 141.644 | 3,6 GW | 1.727 |
| Rheinland-Pfalz | 383.509 | 6,7 GW | 1.626 |
| Niedersachsen | 734.220 | 12,0 GW | 1.494 |
| Sachsen | 232.850 | 6,0 GW | 1.492 |
| Baden-Württemberg | 1.028.813 | 16,4 GW | 1.463 |
| Saarland | 78.433 | 1,3 GW | 1.338 |
| Hessen | 436.196 | 6,1 GW | 975 |
| Nordrhein-Westfalen | 1.196.810 | 16,1 GW | 895 |
| Bremen | 19.330 | 0,2 GW | 317 |
| Hamburg | 33.678 | 0,3 GW | 170 |
| Berlin | 65.212 | 0,6 GW | 157 |
| Deutschland | 6.453.549 | 132,2 GW | 1.584 |
Quelle: Bundesnetzagentur, Marktstammdatenregister, 31. Oktober 2026; Einwohner: Statistisches Bundesamt, 31.12.2025; dl-de/by-2-0; Auswertung stromvermittlung.de
Heimspeicher
Im Marktstammdatenregister sind 2.862.291 Batteriespeicher in Betrieb. 2.547.315 davon sind Heimspeicher mit 3 bis 30 kWh, zusammen 24,1 GWh, im Schnitt 9,5 kWh. Dazu kommen 289.094 Kleinspeicher unter 3 kWh, meist für Balkonkraftwerke.

Zahlen und Grafiken verwenden
Alle Zahlen und Grafiken auf dieser Seite dürfen Sie frei verwenden, auch in Artikeln, Präsentationen und Unterricht. Bitte nennen Sie die Quelle mit Link. Die Grafiken stehen unter CC BY-SA 4.0; sie sind unter jeder Grafik als PNG, SVG und CSV herunterzuladen.
So zitieren Sie uns:
„Eine 10-kWp-Solaranlage auf einem Einfamilienhaus macht sich derzeit nach rund 17 Jahren bezahlt (stromvermittlung.de, Stand 31.10.2026).“
Quelle: stromvermittlung.de, Photovoltaik in Deutschland, https://www.stromvermittlung.de/photovoltaik/
Die Grundlagen jeder Zahl stehen bei der Zahl selbst und im Kasten „Über diese Seite“. Für Presseanfragen, Einordnungen und Sonderauswertungen (etwa für Ihre Region): Presse. Weitere Grafiken zum Strommarkt: Strommarkt-Report.
Häufige Fragen zur Photovoltaik
Lohnt sich eine Photovoltaikanlage 2026 noch?
Meist ja, aber langsamer als viele Angebote versprechen. In unserer Beispielrechnung (10 kWp, 4.500 kWh Verbrauch, Strompreis 31,1 ct/kWh) hat sich eine Anlage ohne Speicher nach rund 17 Jahren bezahlt gemacht, die Module halten 25 bis 30 Jahre. Entscheidend ist der Eigenverbrauch: Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Strompreis, jede eingespeiste bringt nur 7,70 ct. Mit Wärmepumpe oder E-Auto rechnet sich eine Anlage deutlich schneller.
Was ändert sich 2027 für neue Solaranlagen?
Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 bekommen neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 keine feste Einspeisevergütung über 20 Jahre mehr, sondern höchstens 36 Monate lang eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh; danach muss der Strom direkt vermarktet werden. Außerdem dürften neue Dachanlagen dauerhaft nur noch 50 % ihrer Leistung einspeisen. Beschlossen ist das noch nicht (Stand 30. Oktober 2026). Wer bis zum 31.12.2026 in Betrieb nimmt, behält nach dem Entwurf die heutige Vergütung für 20 Jahre.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?
Für Anlagen, die zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen: 7,70 ct/kWh bis 10 kWp und 6,66 ct/kWh für den Teil zwischen 10 und 40 kWp, wenn Sie einen Teil selbst verbrauchen. Bei Volleinspeisung sind es 12,22 bzw. 10,24 ct/kWh. Der Satz gilt 20 Jahre lang (Quelle: Bundesnetzagentur).
Was kostet eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus?
Laut einer Auswertung der Verbraucherzentrale von Angeboten aus 2025 und 2026 kostet eine Anlage mit 9 bis 10 kWp im Schnitt rund 1.410 € je kWp, also etwa 14.100 € ohne Speicher. Kleine Anlagen sind je kWp deutlich teurer. Ein Speicher mit 8 bis 10 kWh kommt mit rund 410 € je kWh dazu. Seit 2023 fällt auf Anlage und Speicher keine Mehrwertsteuer an.
Gibt es eine Förderung für Photovoltaik?
Einen Zuschuss vom Bund gibt es nicht. Die wichtigsten Hilfen sind die Einspeisevergütung, 0 % Mehrwertsteuer, die Befreiung von der Einkommensteuer und der KfW-Kredit 270. Zuschüsse von Ländern gibt es nur noch vereinzelt (Berlin, Mecklenburg-Vorpommern für Balkonkraftwerke), dazu einige Städte. Alle Programme mit Stand: Photovoltaik-Förderung.
Lohnt sich ein Batteriespeicher?
Ein Speicher verdoppelt ungefähr den Anteil des Verbrauchs, den Sie selbst decken (Verbraucherzentrale: ohne Speicher 25 bis 30 %, mit bis rund 70 %). Er kostet aber selbst Geld und hält 10 bis 15 Jahre. In unserer Beispielrechnung verkürzt er die Amortisation leicht, bringt aber mehr Unabhängigkeit vom Strompreis. Ab 2027 kann sich das ändern, weil eingespeister Strom nach dem Entwurf weniger bringt; dann zählt jede selbst genutzte Kilowattstunde mehr.
Muss ich Steuern auf meinen Solarstrom zahlen?
In aller Regel nicht. Anlagen bis 30 kWp je Wohneinheit sind von der Einkommensteuer befreit (§ 3 Nr. 72 EStG), auf Kauf und Installation fällt keine Umsatzsteuer an (§ 12 Abs. 3 UStG).
Was muss ich anmelden?
Die Anlage muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden; den Netzanschluss meldet der Installateur beim Netzbetreiber an. Ab 7 kW baut der Messstellenbetreiber ein intelligentes Messsystem ein, Sie zahlen dafür höchstens 50 € im Jahr.
