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Photovoltaik in Deutschland: Zahlen, Kosten und Einschätzung

Stand · Zahlen monatlich aktualisiert · Redaktion stromvermittlung.de

In Deutschland sind 132,2 Gigawatt Photovoltaik in 6,45 Millionen Anlagen in Betrieb. Von Januar bis September 2026 lieferten sie 76,2 TWh Strom, mehr als im ganzen Jahr 2025. Eine typische Anlage auf einem Einfamilienhaus macht sich nach unserer Rechnung heute nach rund 17 Jahren bezahlt.

132,2 GWinstallierte Leistung, 6,45 Mio. AnlagenMarktstammdatenregister, 31. Oktober 2026
76,2 TWhSolarstrom Januar bis September, +15 % zum VorjahrSMARD
17 Jahrebis sich eine 10-kWp-Anlage heute bezahlt machteigene Berechnung · so gerechnet
10,6 kWpmittlere Größe neuer Anlagen auf Wohnhäusern 2026 (2015: 6,2)eigene Auswertung MaStR
Lohnt sich Solar auf Ihrem Dach? Mit Sonnendaten für Ihren Ort und Ihrem Strompreis vor Ort – Ergebnis in Sekunden, mit Speicher, E-Auto und Wärmepumpe.
Stromerzeugung aus Photovoltaik in Deutschland 2015–2026
Von Januar bis September 2026 lieferten Solaranlagen 76,2 TWh, 15 % mehr als im Vorjahreszeitraum und schon mehr als im ganzen Jahr 2025Grafik: stromvermittlung.de · Daten: Bundesnetzagentur | SMARD.de · Stand September 2026 · frei nutzbar (CC BY-SA 4.0) · Grafik herunterladen und einbinden · alle Grafiken im Strommarkt-Report

Noch 2026 in Betrieb nehmen oder 2027 abwarten?

Der Bundestag berät gerade das EEG 2027. Beschlossen ist es noch nicht. Der Regierungsentwurf sieht für neue Anlagen vor:

Inbetriebnahme bis 31.12.2026Feste Einspeisevergütung für 20 Jahre: 7,70 ct/kWh bis 10 kWp, 6,66 ct für den Teil darüber. Die Begrenzung auf 60 % Einspeiseleistung gilt nur bis zum Einbau von Smart Meter und Steuerbox.
Inbetriebnahme ab 1. Januar 2027 (Entwurf)Höchstens 36 Monate lang 5,2 ct/kWh, danach Direktvermarktung über einen Dienstleister (Zuschlag 1,5 ct für bis zu 48 Monate). Dachanlagen bis 100 kW dürften dauerhaft nur 50 % ihrer Leistung einspeisen.

Was heißt das für Sie? Wer ohnehin plant und viel Strom einspeisen würde, sichert sich mit einer Inbetriebnahme 2026 die planbare Vergütung. Maßgeblich ist die Inbetriebnahme der fertig montierten Anlage, nicht die Anmeldung. Schließen Sie trotzdem keinen überteuerten Vertrag unter Zeitdruck ab: Für eine Anlage mit hohem Eigenverbrauch, etwa mit Wärmepumpe oder E-Auto, ist der Unterschied klein.

Kabinett 29.07.2026, erste Lesung im Bundestag 24.09.2026, Anhörung 05.10.2026. Beschluss im Bundestag erwartet ab dem 9. November 2026, Bundesrat frühestens am 20. November. Union und SPD verhandeln noch über Änderungen. Quelle: Bundestag, Drucksache 21/7867. Wir aktualisieren diesen Kasten nach dem Beschluss.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage? Eine Beispielrechnung

Wir rechnen ein typisches Einfamilienhaus: 10 kWp auf dem Dach, 4.500 kWh Stromverbrauch im Jahr, wahlweise mit einem Speicher von 10 kWh, Inbetriebnahme 2026 mit heutiger Einspeisevergütung. Als Strompreis setzen wir den Arbeitspreis an, den eine selbst genutzte Kilowattstunde einspart: im Schnitt 31,10 ct im günstigsten fairen Festpreistarif, 35,37 ct in der Grundversorgung (eigene Tarifabfragen über 7.791 Postleitzahlen).

Die 10 kWp sind realistisch: Neue Dachanlagen auf Wohnhäusern hatten 2025 im Mittel (Median) 10,1 kWp (eigene Auswertung des Marktstammdatenregisters).

ohne Speichermit Speicher
Anschaffung (ohne MwSt.)14.100 €18.200 €
Erzeugung im Jahr9.500 kWh9.500 kWh
davon selbst genutzt1.260 kWh2.700 kWh
eingespeist8.240 kWh6.512 kWh
Ersparnis beim Strombezug392 €840 €
Einspeisevergütung634 €501 €
Betrieb, Wartung, Messstelle− 191 €− 232 €
Vorteil je Jahr835 €1.109 €
bezahlt nachca. 17 Jahrenca. 16 Jahren
… bei Strompreis der Grundversorgungca. 16 Jahreca. 15 Jahre

Was die Rechnung zeigt: Eine Solaranlage ist eine solide, aber langfristige Geldanlage, kein schneller Gewinn. Schneller rechnet sie sich, wenn mehr Strom im Haus bleibt: mit einer Wärmepumpe, einem E-Auto (Autostrom) oder einem Verbrauch, der sich in die Mittagsstunden legen lässt. Steigende Strompreise verkürzen die Zeit, eine kleinere Vergütung ab 2027 verlängert sie. Die Annahmen stehen unten im Kasten „Über diese Seite“.

Mit Ihren Daten rechnenSonnendaten für Ihren Ort, Ihr Dach, Ihr Strompreis vor Ort. Mit Speicher, E-Auto und Wärmepumpe, Stunde für Stunde gerechnet.Zum Photovoltaik-Rechner →
Der günstigste Hebel kommt zuerst: Auch mit Solaranlage beziehen Sie den Großteil Ihres Stroms im Winter und nachts aus dem Netz. Ein Wechsel aus der Grundversorgung spart sofort, ganz ohne Investition. Zum Stromtarif-Rechner

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Je größer die Anlage, desto günstiger wird jedes Kilowatt Leistung, weil Gerüst, Planung und Anschluss kaum mehr kosten. Die Verbraucherzentrale hat 71 Angebote für Photovoltaikanlagen und 70 für Speicher aus den Jahren 2025 und 2026 ausgewertet (Durchschnitt, ohne Mehrwertsteuer, ohne Notstrom und Umbau der Elektrik):

Anlagengröße€ je kWpBeispiel
4 bis 6 kWp2.090 €5 kWp ≈ 10.500 €
6 bis 8 kWp1.820 €7 kWp ≈ 12.700 €
8 bis 9 kWp1.520 €8,5 kWp ≈ 12.900 €
9 bis 10 kWp1.410 €10 kWp ≈ 14.100 €
10 bis 12 kWp1.290 €11 kWp ≈ 14.200 €
12 bis 14 kWp1.240 €13 kWp ≈ 16.100 €
14 bis 16 kWp1.220 €15 kWp ≈ 18.300 €
über 16 kWp1.010 €18 kWp ≈ 18.200 €

Ein Batteriespeicher kostet je nach Größe 360 bis 510 € je kWh nutzbarer Kapazität, ein Speicher mit 10 kWh also rund 4.100 €. Laufend kommen etwa 1 bis 2 % der Anschaffung im Jahr für Wartung, Versicherung und Ersatzteile dazu, ab 7 kWp außerdem bis zu 50 € im Jahr für den Smart Meter. Quelle: Verbraucherzentrale, Stand 28.08.2026.

Angebote vergleichen lohnt sich: Die Spanne zwischen günstigen und teuren Angeboten ist groß. Holen Sie mindestens drei Angebote ein und vergleichen Sie den Preis je kWp, die genannten Komponenten, die Garantien und ob Gerüst, Zählerschrank und Anmeldung enthalten sind. Mehr dazu: Checkliste zur Anschaffung und Welche Anlage passt zu meinem Dach?

Einspeisevergütung 2026

Für Strom, den Sie nicht selbst verbrauchen, zahlt der Netzbetreiber eine feste Vergütung, 20 Jahre lang zu dem Satz, der bei der Inbetriebnahme galt. Die Sätze sind gestaffelt: Bei einer 15-kWp-Anlage gilt für zwei Drittel der Satz bis 10 kWp, für den Rest der niedrigere. Inbetriebnahme 01.08.2026 bis 31.12.2026, in ct/kWh:

AnlagenleistungTeileinspeisung
Sie verbrauchen selbst
Volleinspeisung
alles ins Netz
bis 10 kWp7,7012,22
10 bis 40 kWp6,6610,24
40 bis 100 kWp5,4410,24

Quelle: Bundesnetzagentur. Im ersten Halbjahr 2026 waren es 7,78 bzw. 12,34 ct bis 10 kWp. Für Anlagen seit dem 25.02.2025 gibt es keine Vergütung für Viertelstunden mit negativem Börsenpreis, sobald ein Smart Meter eingebaut ist; diese Zeit wird am Ende der 20 Jahre teilweise angehängt (Solarspitzengesetz).

Volleinspeisung lohnt sich nur, wenn kaum Eigenverbrauch möglich ist, etwa auf einer Scheune. Für Wohnhäuser ist Teileinspeisung fast immer besser, weil die selbst genutzte Kilowattstunde viermal so viel wert ist. Ob sich das ab 2027 ändert, steht oben. Lexikon: Einspeisevergütung.

Förderung und Steuern

  • 0 % Mehrwertsteuer: 0 % Umsatzsteuer auf Kauf und Installation von Modulen, Wechselrichter und Speicher für Anlagen auf oder bei Wohngebäuden; bis 30 kWp gilt die Voraussetzung automatisch als erfüllt (§ 12 Abs. 3 UStG).
  • Keine Einkommensteuer: Keine Einkommensteuer auf Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp je Wohneinheit und höchstens 100 kWp je Person (§ 3 Nr. 72 EStG). Eine Gewinnermittlung ist nicht nötig. Mehr: Steuerliche Vorteile für Photovoltaikanlagen.
  • KfW-Kredit 270: Kredit für PV-Anlagen und Batteriespeicher (auch Speicher allein), bis 100 % der Kosten, Laufzeit bis 30 Jahre. Antrag über die Hausbank vor Beginn des Vorhabens. Effektiver Zins je nach Laufzeit und Bonität ab 4,45 % (Finanztip, 12.10.2026). Balkonkraftwerke sind ausgeschlossen. Viele Hausbanken bieten den Kredit für kleine Summen ungern an.
  • Zuschüsse: Vom Bund gibt es keinen. Von den Ländern zahlt nur noch Berlin für PV mit Speicher (SolarPLUS, bis Ende 2026); Mecklenburg-Vorpommern fördert Balkonkraftwerke von Mietern. Baden-Württemberg, Bremen und Hessen bieten günstige Kredite. Bei den Großstädten sind die meisten Töpfe für 2026 leer.
Alle Programme der Länder und Großstädte mit Status und Antragsregeln: Photovoltaik-Förderung 2026

Eigenverbrauch erhöhen: Speicher, Wärmepumpe, E-Auto

Ohne Speicher deckt eine Dachanlage im Einfamilienhaus etwa 25 bis 30 % des Jahresverbrauchs, mit Speicher bis rund 70 % (Verbraucherzentrale). Der Rest kommt im Winter und nachts aus dem Netz. Sie erhöhen den Eigenverbrauch ohne Zusatzkosten, wenn Sie Waschmaschine, Spülmaschine und Trockner mittags laufen lassen.

  • Batteriespeicher: Als Faustregel reichen 1 bis 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Etwa ein Fünftel des gespeicherten Stroms geht verloren, der Speicher hält 10 bis 15 Jahre. Lohnt sich ein Batteriespeicher?
  • Wärmepumpe: Sie braucht den meisten Strom im Winter, wenn die Anlage wenig liefert. Ein eigener Wärmepumpentarif und reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG helfen trotzdem. Wärmepumpenstrom
  • E-Auto und Wallbox: Wer tagsüber zu Hause lädt, nutzt den Solarstrom am besten. Autostrom
  • Dynamischer Stromtarif: Für den Reststrom kann ein Tarif mit stündlichen Preisen günstiger sein, vor allem mit Speicher oder E-Auto. Dynamische Stromtarife
  • Netzentgelte: Für selbst genutzten Solarstrom fallen keine an. Was für Einspeisung, Speicher und § 14a gilt und was die Bundesnetzagentur ab 2029 plant: Photovoltaik und Netzentgelte

Schritt für Schritt zur eigenen Anlage

  1. Dach prüfen: Süd-, Ost- oder Westdach mit wenig Schatten, Dachzustand für 25 Jahre gut? Steht eine Sanierung an, gehört sie vorher. In sieben Ländern gilt bei Neubau oder Dachsanierung schon eine Solarpflicht (Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen bei Sanierung).
  2. Verbrauch kennen: Jahresverbrauch von der Stromrechnung, dazu geplante Wärmepumpe oder E-Auto. Danach richtet sich die Größe von Anlage und Speicher.
  3. Angebote einholen: mindestens drei, mit Preis je kWp, Modulen, Wechselrichter, Speicher, Gerüst, Zählerschrank und Anmeldung. Förderung (Kredit, Stadt) vor der Unterschrift beantragen, sonst ist sie meist verloren.
  4. Montage und Netzanschluss: Der Installateur meldet die Anlage beim Netzbetreiber an, der den Zähler tauscht. Ab 7 kWp kommt ein Smart Meter.
  5. Marktstammdatenregister: Eintrag innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme, sonst gibt es keine Vergütung. Kostenlos unter marktstammdatenregister.de.
  6. Stromtarif prüfen: Mit Solaranlage sinkt Ihr Netzbezug, der Grundpreis bleibt. Ein Tarif mit niedrigem Grundpreis kann jetzt günstiger sein. Tarife vergleichen

Kein eigenes Dach? Diese Wege gibt es

BalkonkraftwerkBis 800 W, steckerfertig, für Mieter und Wohnungseigentümer. Seit 2024 besteht meist ein Anspruch auf Zustimmung. Ertrag und Kosten berechnen
MieterstromManche Vermieter bieten Strom vom eigenen Dach günstiger als den Netzbezug an. Fragen Sie nach, ob ein Mieterstrommodell geplant ist.
WohnungseigentümerEine Anlage auf dem Gemeinschaftsdach braucht einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft; der Strom kann über die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung verteilt werden.

Photovoltaik in Deutschland: die Zahlen

Alle Zahlen kommen aus öffentlichen Daten der Bundesnetzagentur (SMARD und Marktstammdatenregister) und von Energy-Charts (Fraunhofer ISE). Wir aktualisieren sie jeden Monat.

132,2 GWinstallierte Leistung, 31. Oktober 2026
6,45 Mio.Solaranlagen in Betrieb, davon 1,54 Mio. Balkonkraftwerke
76,2 TWhSolarstrom Januar bis September 2026, +15 % zum Vorjahr
16,5 %Anteil an der Nettostromerzeugung 2025 (Platz 2)
1.584 WSolarleistung je Einwohner
2,55 Mio.Heimspeicher (3 bis 30 kWh), zusammen 24,1 GWh

Von Januar bis September 2026 haben Solaranlagen 76,2 TWh ins öffentliche Netz geliefert, schon mehr als im ganzen Jahr 2025 (73,8 TWh). Das reicht rechnerisch für 22 Millionen Haushalte mit 3.500 kWh Jahresverbrauch. Den selbst verbrauchten Solarstrom enthalten diese Zahlen nicht, er macht nach Fraunhofer ISE noch einmal rund ein Fünftel aus.

Solarstrom je Monat: 2025 und 2026, in TWh

20252026
Solarstrom je Monat 2025 und 2026 in TWh04812Jan 2025: 1,63 TWhJan 2026: 1,64 TWhJanFeb 2025: 3,02 TWhFeb 2026: 2,54 TWhFebMär 2025: 6,91 TWhMär 2026: 7,30 TWhMärApr 2025: 8,95 TWhApr 2026: 10,05 TWhAprMai 2025: 10,22 TWhMai 2026: 11,55 TWhMaiJun 2025: 10,54 TWhJun 2026: 11,64 TWhJunJul 2025: 9,06 TWhJul 2026: 12,02 TWhJulAug 2025: 9,67 TWhAug 2026: 10,93 TWhAugSep 2025: 6,44 TWhSep 2026: 8,57 TWhSepOkt 2025: 3,64 TWhOktNov 2025: 2,21 TWhNovDez 2025: 1,51 TWhDez
Werte als Tabelle
Monat20252026
Januar1,631,64
Februar3,022,54
März6,917,30
April8,9510,05
Mai10,2211,55
Juni10,5411,64
Juli9,0612,02
August9,6710,93
September6,448,57
Oktober3,64–
November2,21–
Dezember1,51–

Quelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de, CC BY 4.0

Photovoltaik und Windenergie in Deutschland 2010–2026
Photovoltaik seit 2020 mehr als verdoppelt: 130 GigawattGrafik: stromvermittlung.de · Daten: Energy-Charts · Stand 10/2026 · frei nutzbar (CC BY-SA 4.0) · Grafik herunterladen und einbinden · alle Grafiken im Strommarkt-Report

Dach, Freifläche, Balkon: wo die Anlagen stehen

ArtAnlagenLeistungAnteil LeistungØ je Anlage
Dach und Fassade4.889.50982,8 GW63 %16,9 kW
Freiflächen (Solarparks)19.96647,7 GW36 %2,4 MW
Balkonkraftwerke1.543.9421,7 GW1 %1,1 kW
sonstige (z. B. Parkplätze, Gewässer)1450,1 GW0 %0,4 MW

Quelle: Bundesnetzagentur, Marktstammdatenregister, 31. Oktober 2026, nur Anlagen in Betrieb; dl-de/by-2-0; Auswertung stromvermittlung.de

Zubau je Jahr

Wie viel Leistung heute noch in Betrieb ist, nach Jahr der Inbetriebnahme. Nachmeldungen erhöhen die letzten Monate noch etwas.

Jahrneue AnlagenLeistungdavon Dachdavon FreiflächeBalkonkraftwerke
2026 (bis 31. Oktober 2026)724.69614,3 GW6,1 GW7,7 GW345.815
2025899.16817,4 GW8,5 GW8,3 GW427.817
20241.087.12317,6 GW10,6 GW6,5 GW428.479
20231.085.27315,4 GW10,9 GW4,3 GW268.699
2022391.8067,6 GW4,5 GW3,1 GW61.372
2021235.1385,7 GW3,5 GW2,2 GW8.815
2020186.9015,1 GW3,6 GW1,5 GW2.011
2019111.3874,0 GW3,1 GW1,0 GW390
201875.7233,0 GW2,0 GW1,0 GW64
201766.2901,7 GW1,1 GW0,5 GW18
201650.9051,5 GW0,9 GW0,6 GW23
201547.8451,4 GW0,8 GW0,6 GW21

Neue Anlagen auf Wohnhäusern werden größer

Eine eigene Auswertung aller Dachanlagen von Haushalten im Marktstammdatenregister: Die mittlere Anlage ist seit 2015 deutlich gewachsen, weil Module günstiger wurden und Wärmepumpe und E-Auto mehr Strom brauchen.

Mittlere Größe neuer Solaranlagen auf Wohnhäusern 2015–2026
Neue Solaranlagen auf Wohnhäusern sind seit 2015 um 71 % größer geworden: im Mittel 10,6 kWp statt 6,2 kWpGrafik: stromvermittlung.de · Daten: Bundesnetzagentur, Marktstammdatenregister · Stand 31.10.2026 · frei nutzbar (CC BY-SA 4.0) · Grafik herunterladen und einbinden · alle Grafiken im Strommarkt-Report

Photovoltaik nach Bundesland

Photovoltaik nach Bundesland 2026
In Deutschland sind 132,2 Gigawatt Photovoltaik in Betrieb, die meiste Leistung steht in BayernGrafik: stromvermittlung.de · Daten: Bundesnetzagentur, Marktstammdatenregister · Stand 31.10.2026 · frei nutzbar (CC BY-SA 4.0) · Grafik herunterladen und einbinden · alle Grafiken im Strommarkt-Report
BundeslandAnlagenLeistungWatt je Einwohner
Brandenburg195.60910,3 GW4.041
Mecklenburg-Vorpommern97.3515,5 GW3.522
Sachsen-Anhalt148.7356,4 GW3.018
Bayern1.441.65735,1 GW2.647
Schleswig-Holstein219.5025,5 GW1.865
Thüringen141.6443,6 GW1.727
Rheinland-Pfalz383.5096,7 GW1.626
Niedersachsen734.22012,0 GW1.494
Sachsen232.8506,0 GW1.492
Baden-Württemberg1.028.81316,4 GW1.463
Saarland78.4331,3 GW1.338
Hessen436.1966,1 GW975
Nordrhein-Westfalen1.196.81016,1 GW895
Bremen19.3300,2 GW317
Hamburg33.6780,3 GW170
Berlin65.2120,6 GW157
Deutschland6.453.549132,2 GW1.584

Quelle: Bundesnetzagentur, Marktstammdatenregister, 31. Oktober 2026; Einwohner: Statistisches Bundesamt, 31.12.2025; dl-de/by-2-0; Auswertung stromvermittlung.de

Heimspeicher

Im Marktstammdatenregister sind 2.862.291 Batteriespeicher in Betrieb. 2.547.315 davon sind Heimspeicher mit 3 bis 30 kWh, zusammen 24,1 GWh, im Schnitt 9,5 kWh. Dazu kommen 289.094 Kleinspeicher unter 3 kWh, meist für Balkonkraftwerke.

Neue Heimspeicher in Deutschland nach Jahr der Inbetriebnahme 2015–2026
In Deutschland sind 2,55 Mio. Heimspeicher mit zusammen 24,1 GWh in Betrieb, 2025 kamen 453.000 dazuGrafik: stromvermittlung.de · Daten: Bundesnetzagentur, Marktstammdatenregister · Stand 31.10.2026 · frei nutzbar (CC BY-SA 4.0) · Grafik herunterladen und einbinden · alle Grafiken im Strommarkt-Report
Mehr Grafiken zum Herunterladen (frei unter CC BY-SA 4.0): Strommarkt-Report: Photovoltaik und Windenergie · Balkonkraftwerke in Zahlen

Zahlen und Grafiken verwenden

Alle Zahlen und Grafiken auf dieser Seite dürfen Sie frei verwenden, auch in Artikeln, Präsentationen und Unterricht. Bitte nennen Sie die Quelle mit Link. Die Grafiken stehen unter CC BY-SA 4.0; sie sind unter jeder Grafik als PNG, SVG und CSV herunterzuladen.

So zitieren Sie uns:

„Eine 10-kWp-Solaranlage auf einem Einfamilienhaus macht sich derzeit nach rund 17 Jahren bezahlt (stromvermittlung.de, Stand 31.10.2026).“
Quelle: stromvermittlung.de, Photovoltaik in Deutschland, https://www.stromvermittlung.de/photovoltaik/

Die Grundlagen jeder Zahl stehen bei der Zahl selbst und im Kasten „Über diese Seite“. Für Presseanfragen, Einordnungen und Sonderauswertungen (etwa für Ihre Region): Presse. Weitere Grafiken zum Strommarkt: Strommarkt-Report.

Häufige Fragen zur Photovoltaik

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage 2026 noch?

Meist ja, aber langsamer als viele Angebote versprechen. In unserer Beispielrechnung (10 kWp, 4.500 kWh Verbrauch, Strompreis 31,1 ct/kWh) hat sich eine Anlage ohne Speicher nach rund 17 Jahren bezahlt gemacht, die Module halten 25 bis 30 Jahre. Entscheidend ist der Eigenverbrauch: Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Strompreis, jede eingespeiste bringt nur 7,70 ct. Mit Wärmepumpe oder E-Auto rechnet sich eine Anlage deutlich schneller.

Was ändert sich 2027 für neue Solaranlagen?

Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 bekommen neue Anlagen ab dem 1. Januar 2027 keine feste Einspeisevergütung über 20 Jahre mehr, sondern höchstens 36 Monate lang eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh; danach muss der Strom direkt vermarktet werden. Außerdem dürften neue Dachanlagen dauerhaft nur noch 50 % ihrer Leistung einspeisen. Beschlossen ist das noch nicht (Stand 30. Oktober 2026). Wer bis zum 31.12.2026 in Betrieb nimmt, behält nach dem Entwurf die heutige Vergütung für 20 Jahre.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?

Für Anlagen, die zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen: 7,70 ct/kWh bis 10 kWp und 6,66 ct/kWh für den Teil zwischen 10 und 40 kWp, wenn Sie einen Teil selbst verbrauchen. Bei Volleinspeisung sind es 12,22 bzw. 10,24 ct/kWh. Der Satz gilt 20 Jahre lang (Quelle: Bundesnetzagentur).

Was kostet eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus?

Laut einer Auswertung der Verbraucherzentrale von Angeboten aus 2025 und 2026 kostet eine Anlage mit 9 bis 10 kWp im Schnitt rund 1.410 € je kWp, also etwa 14.100 € ohne Speicher. Kleine Anlagen sind je kWp deutlich teurer. Ein Speicher mit 8 bis 10 kWh kommt mit rund 410 € je kWh dazu. Seit 2023 fällt auf Anlage und Speicher keine Mehrwertsteuer an.

Gibt es eine Förderung für Photovoltaik?

Einen Zuschuss vom Bund gibt es nicht. Die wichtigsten Hilfen sind die Einspeisevergütung, 0 % Mehrwertsteuer, die Befreiung von der Einkommensteuer und der KfW-Kredit 270. Zuschüsse von Ländern gibt es nur noch vereinzelt (Berlin, Mecklenburg-Vorpommern für Balkonkraftwerke), dazu einige Städte. Alle Programme mit Stand: Photovoltaik-Förderung.

Lohnt sich ein Batteriespeicher?

Ein Speicher verdoppelt ungefähr den Anteil des Verbrauchs, den Sie selbst decken (Verbraucherzentrale: ohne Speicher 25 bis 30 %, mit bis rund 70 %). Er kostet aber selbst Geld und hält 10 bis 15 Jahre. In unserer Beispielrechnung verkürzt er die Amortisation leicht, bringt aber mehr Unabhängigkeit vom Strompreis. Ab 2027 kann sich das ändern, weil eingespeister Strom nach dem Entwurf weniger bringt; dann zählt jede selbst genutzte Kilowattstunde mehr.

Muss ich Steuern auf meinen Solarstrom zahlen?

In aller Regel nicht. Anlagen bis 30 kWp je Wohneinheit sind von der Einkommensteuer befreit (§ 3 Nr. 72 EStG), auf Kauf und Installation fällt keine Umsatzsteuer an (§ 12 Abs. 3 UStG).

Was muss ich anmelden?

Die Anlage muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden; den Netzanschluss meldet der Installateur beim Netzbetreiber an. Ab 7 kW baut der Messstellenbetreiber ein intelligentes Messsystem ein, Sie zahlen dafür höchstens 50 € im Jahr.

Weiterlesen

Über diese Seite: stromvermittlung.de ist ein unabhängiges Verbraucherportal. Wir verkaufen keine Solaranlagen und erhalten für Angebote auf dieser Seite keine Provision. Beispielrechnung: Ertrag 950 kWh je kWp (Fraunhofer ISE, Aktuelle Fakten zur Photovoltaik, 20.08.2026; im Süden mehr, im Norden weniger). Selbst gedeckter Anteil des Verbrauchs 28 % ohne und 60 % mit Speicher (Verbraucherzentrale: 25 bis 30 % bzw. bis rund 70 %), Speicherverluste 20 %. Kosten nach Verbraucherzentrale (28.08.2026), Betrieb 1 % der Anschaffung im Jahr plus 50 € Messstelle (§ 30 MsbG). Strompreis: Arbeitspreis aus eigenen Tarifabfragen vom 31.10.2026. Ohne Strompreissteigerung, ohne Finanzierungskosten, ohne Begrenzung der Einspeisung auf 60 %. Die Rechnung ist eine Orientierung, kein Angebot. Rechtsstand: 30. Oktober 2026. Methodik: /methodik/. Alle Angaben ohne Gewähr.