Photovoltaik-Förderung 2026: Was es noch gibt
Redaktion stromvermittlung.de · Stand: · Jede Zeile mit Quelle und Prüfdatum
Das Wichtigste in Kürze
- Kein Zuschuss vom Bund. Der Staat fördert über Steuern und die Einspeisevergütung: 0 % Mehrwertsteuer, keine Einkommensteuer, 7,70 ct je eingespeister kWh über 20 Jahre.
- KfW-Kredit 270 für Anlage und Speicher, ab 4,45 % effektiv. Antrag vor dem Auftrag.
- Zuschuss eines Landes nur noch in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Kredite in Baden-Württemberg, Bremen, Hessen.
- Städte: Die meisten Töpfe für 2026 sind leer oder ausgesetzt. Offen sind noch München und Leipzig (Balkonkraftwerk), Stuttgart unter Vorbehalt.
- Wichtigste Regel: Förderung beantragen, bevor Sie einen Auftrag unterschreiben.
Förderung vom Bund
Einen Zuschuss vom Bund für private Solaranlagen oder Speicher gibt es derzeit nicht; der KfW-Zuschuss 442 (Solarstrom für E-Autos) ist beendet. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert eine normale Dachanlage nicht, auch nicht zusammen mit einer Wärmepumpe.
Förderung nach Bundesland
Für Privathaushalte (Ein- und Zweifamilienhäuser, Mieter). Programme für Unternehmen und Kommunen sind nicht aufgeführt.
| Land | Status | Programm und Konditionen |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | nur Kredit | L-Bank „Wohnen mit Zukunft: Photovoltaik“: Darlehen ab 5.000 € für PV bis 30 kWp, Speicher, Wallbox; mindestens eine Wohneinheit selbst genutzt; Antrag über die Hausbank. Quelle · geprüft 21.10.2026 |
| Bayern | kein Programm | kein Landesprogramm: Das PV-Speicher-Programm endete im April 2022 (Mittel ausgeschöpft). Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Berlin | Zuschuss offen | SolarPLUS S: Zuschuss 250 € je kWp (500 bis 4.750 €) für eine neue PV-Anlage nur zusammen mit Speicher; Zählerschrank 750 €; Ein- bis Zweifamilien- und Reihenhäuser. Richtlinie endet am 31.12.2026, nur solange Mittel reichen. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Brandenburg | kein Programm | kein Landesprogramm: Das Kleinspeicherprogramm der ILB war 2019 nach wenigen Wochen ausgeschöpft. geprüft 30.10.2026 |
| Bremen | nur Kredit | BAB „Rund ums Haus“ (PV nach Plan): Darlehen bis 50.000 € für PV, Speicher, Zählerschrank; Beginn erst nach der Zusage. Quelle · geprüft 12.08.2026 |
| Hamburg | kein Programm | kein Landesprogramm für PV oder Speicher: Die IFB fördert nur die Unterkonstruktion von PV auf einem Gründach (bis Ende 2026). Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Hessen | nur Kredit | WIBank PV-Anlagen-Darlehen: Darlehen 10.000 bis 50.000 € mit Zinszuschuss des Landes (3,60 % fest für 10 Jahre, Stand 01.10.2026) für PV bis 20 kW auf selbst genutztem Wohneigentum; Speicher nur mit neuer PV; Antrag vor Beginn; bis 31.12.2028. Quelle · geprüft 01.10.2026 |
| Mecklenburg-Vorpommern | Zuschuss offen | Zuschuss Mini-Solaranlagen (Balkonkraftwerk): Bis 500 € für ein Balkonkraftwerk; für Eigentümer ausgeschöpft, für Mieter noch offen; Antrag erst nach Kauf und Installation, nur auf Papier. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Niedersachsen | kein Programm | kein Landesprogramm: Die Speicherförderung der NBank war im September 2021 ausgeschöpft. geprüft 30.10.2026 |
| Nordrhein-Westfalen | kein Programm | kein Programm für Ein- und Zweifamilienhäuser: progres.nrw fördert nur Sonderfälle (Wallbox an Mietgebäuden, Mieterstrom-Elektrik, Fassaden-PV). Quelle · geprüft 14.08.2026 |
| Rheinland-Pfalz | kein Programm | kein Landesprogramm: Das Solar-Speicher-Programm ist seit 2021 ausgeschöpft. Viele Kommunen fördern Balkonkraftwerke aus KIPKI-Mitteln, oft 100 bis 200 €. geprüft 30.10.2026 |
| Saarland | kein Programm | kein Programm für Privathaushalte: „PV-Speicher Saar“ gilt nur für kleine und mittlere Unternehmen. Quelle · geprüft 24.03.2026 |
| Sachsen | beendet | Zuschuss Steckersolar (SAB): Das Programm für Balkonkraftwerke (300 €) endete am 30.06.2026. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Sachsen-Anhalt | kein Programm | kein Landesprogramm: „Sachsen-Anhalt SPEICHERT“ war 2022 nach fünf Tagen ausgeschöpft. geprüft 30.10.2026 |
| Schleswig-Holstein | kein Programm | kein Landesprogramm: Das Programm für Speicher und Balkonkraftwerke endete im März 2024. Quelle · geprüft 16.01.2026 |
| Thüringen | kein Programm | kein Landesprogramm: Solar Invest endete am 31.12.2022. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
Förderung in den Großstädten
Die zehn größten Städte ohne Stadtstaaten (Berlin, Hamburg und Bremen stehen oben). Viele Städte vergeben ihre Mittel zu Jahresbeginn; ein ausgeschöpftes Programm startet oft im Januar neu.
| Stadt | Status | Konditionen |
|---|---|---|
| München | Zuschuss offen | Zuschuss für Stecker-Solar-Geräte: 0,40 € je Wp, höchstens 50 % (bis 320 €), mit München-Pass 95 %. Antrag vor dem Kauf. Dachanlagen werden nicht mehr gefördert. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Köln | ausgeschöpft | PV 1.500 bis 2.500 €, Speicher 500 bis 1.300 €, Balkonkraftwerk 150 €: Mittel 2026 ausgeschöpft, keine neuen Anträge. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Frankfurt am Main | ausgeschöpft | Klimabonus: Zuschuss für Mini-PV seit Juni 2025 ausgeschöpft; Sätze für Dachanlagen 2026 nicht veröffentlicht. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Stuttgart | Zuschuss offen | Solaroffensive: 300 € je kWp (bis 30.000 €), Speicher 100 € je kWh. Anträge nur noch „unter Vorbehalt der Mittel“, Antrag vor der Beauftragung. Balkonkraftwerke seit Mai 2026 nicht mehr. Quelle · geprüft 22.10.2026 |
| Düsseldorf | ausgeschöpft | Programm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten“ seit 21.01.2026 ausgesetzt. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Leipzig | Zuschuss offen | Balkonkraftwerk: bis 500 €, nur mit Leipzig-Pass, Antrag vor dem Kauf. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Dortmund | ausgeschöpft | 1.000 € für PV auf Ein- und Zweifamilienhäusern: seit 05.06.2026 gestoppt, Haushaltssperre. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Essen | beendet | Solarförderung seit 03.07.2025 eingestellt. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Hannover | Zuschuss offen | proKlima „DachVollToll“: 100 € je kWp (bis 2.000 €) für voll belegte Dächer. Antragsfrist 2026 endet am 31.10.2026, Programm 2027 noch nicht veröffentlicht. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
| Nürnberg | kein Programm | kein städtischer Zuschuss; das CO2-Minderungsprogramm der N-ERGIE (nur Kunden) ist für Speicher ausgeschöpft. Quelle · geprüft 30.10.2026 |
Ihre Stadt fehlt? Viele kleinere Städte und Landkreise haben eigene Programme. Am schnellsten finden Sie sie hier:
- Förderdatenbank des Bundes: Bund, Länder und teils Kommunen
- co2online FördermittelCheck: auch kommunale Programme, Postleitzahlsuche
- Stadtwerke und Netzbetreiber: Manche zahlen ihren Kunden einen Bonus für Speicher oder Balkonkraftwerke. Fragen Sie beim örtlichen Versorger nach.
Förderung für Balkonkraftwerke
Auf ein Balkonkraftwerk fällt keine Mehrwertsteuer an. Darüber hinaus fördern nur wenige: Mecklenburg-Vorpommern zahlt Mietern bis 500 € (Antrag nach dem Kauf), München bis 320 € (Antrag vor dem Kauf), Leipzig 500 € für Inhaber des Leipzig-Passes. In Rheinland-Pfalz fördern viele Gemeinden aus Mitteln des Klimaschutzprogramms KIPKI mit 100 bis 200 €. Der KfW-Kredit 270 schließt Balkonkraftwerke aus. Ertrag und Ersparnis berechnen: Balkonkraftwerk-Rechner.
So gehen Sie vor
- Erst Förderung, dann Auftrag. Kredite und fast alle Zuschüsse sind verloren, wenn Sie vor dem Antrag einen Vertrag unterschreiben. Ein Angebot einzuholen ist erlaubt.
- Ausgeschöpft heißt nicht vorbei. Viele Programme öffnen zum Jahreswechsel neu. Fragen Sie nach, ob ein neuer Aufruf geplant ist.
- Kombinieren: Steuervorteile, Einspeisevergütung und KfW-Kredit gelten immer. Ob sich ein Zuschuss von Land oder Stadt mit anderen kombinieren lässt, steht in der jeweiligen Richtlinie.
- Inbetriebnahme planen: Für Anlagen, die bis zum 31.12.2026 in Betrieb gehen, gilt nach dem Entwurf zum EEG 2027 noch die feste Vergütung für 20 Jahre. Was 2027 kommt
- Rechnen ohne Förderung: Eine Anlage sollte sich auch ohne Zuschuss tragen. Unsere Beispielrechnung zeigt, wovon das abhängt.
Solarpflicht: wo eine Anlage vorgeschrieben ist
In einigen Ländern muss beim Neubau oder bei einer grundlegenden Dachsanierung eines Wohngebäudes eine Solaranlage aufs Dach. Eine Förderung gibt es für Pflichtanlagen meist nicht.
| Pflicht bei | Länder |
|---|---|
| Neubau von Wohngebäuden | Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein |
| Dachsanierung von Wohngebäuden | Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen |
| keine Pflicht für Wohngebäude | Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen |
Ausnahmen, Fristen und Mindestgrößen regelt jedes Land selbst. Verbindlich ist die Landesbauordnung bzw. das Klimaschutzgesetz Ihres Landes.
Häufige Fragen zur Förderung
Gibt es 2026 eine staatliche Förderung für Photovoltaik?
Einen Zuschuss vom Bund gibt es nicht. Der Staat fördert Solaranlagen über die Einspeisevergütung, 0 % Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation, die Befreiung von der Einkommensteuer und den KfW-Kredit 270. Zuschüsse zahlen nur noch einzelne Länder und Städte.
Welche Bundesländer fördern Photovoltaik?
Einen Zuschuss für Privathaushalte gibt es noch in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Günstige Kredite bieten Baden-Württemberg, Bremen, Hessen. Die übrigen Länder haben ihre Programme beendet.
Wird ein Batteriespeicher gefördert?
Vom Bund nur über den KfW-Kredit 270, der auch einen nachgerüsteten Speicher allein finanziert, und über 0 % Mehrwertsteuer. Berlin bezuschusst eine neue PV-Anlage nur zusammen mit Speicher, Stuttgart zahlt 100 € je kWh Speicher, solange Mittel da sind.
Muss ich die Förderung vor dem Kauf beantragen?
Fast immer ja. KfW-Kredit, Landeskredite und die meisten Zuschüsse von Städten müssen beantragt sein, bevor Sie einen Auftrag unterschreiben. Eine Ausnahme ist der Balkonkraftwerk-Zuschuss in Mecklenburg-Vorpommern: Dort beantragen Sie erst nach Kauf und Installation.
Gibt es Förderung für Balkonkraftwerke?
Vom Bund nicht, aber 0 % Mehrwertsteuer gilt auch hier. Mecklenburg-Vorpommern zahlt Mietern bis 500 €, München bis 320 € (mit München-Pass mehr), Leipzig 500 € mit Leipzig-Pass. Viele Gemeinden in Rheinland-Pfalz fördern mit 100 bis 200 €. Mehr: Balkonkraftwerk.
Was ändert sich 2027 an der Förderung?
Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 entfällt die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen; es gibt höchstens 36 Monate lang 5,2 ct/kWh, danach Direktvermarktung. Wer bis zum 31.12.2026 in Betrieb nimmt, behält nach dem Entwurf die heutigen Sätze für 20 Jahre. Beschlossen ist das noch nicht. Mehr: Photovoltaik 2027.
