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Windstrom wird günstiger: Warum Stromkunden noch nicht profitieren
Windenergie an Land wird günstiger: Die August-Ausschreibung zeigt sinkende Zuschlagswerte von 4,79 ct/kWh. Das könnte Strompreise senken.

Während viele Haushalte über steigende Stromkosten klagen, gibt es beim Ausbau der Windenergie eine Entwicklung in die andere Richtung. Neue Windkraftprojekte kommen bei staatlichen Ausschreibungen mit immer niedrigeren Zuschlagswerten aus. Die jüngsten Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen, dass der Wettbewerb unter den Projektentwicklern weiterhin hoch ist.
Bei der Ausschreibung für Windenergie an Land im August 2026 sank der durchschnittliche Zuschlagswert auf 4,79 Cent je Kilowattstunde. In der vorherigen Runde waren es noch 5,06 Cent. Für die Stromversorgung ist das ein positives Signal. Eine unmittelbar niedrigere Haushaltsrechnung lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.
Viele Anbieter konkurrieren um neue Windparks
Insgesamt standen bei der Ausschreibung rund 2.520 Megawatt Leistung zur Verfügung. Unternehmen reichten jedoch Projekte mit zusammen 5.250 Megawatt ein. Die Nachfrage nach Zuschlägen war damit mehr als doppelt so hoch wie das ausgeschriebene Volumen.
Von 461 eingereichten Geboten erhielten 237 einen Zuschlag. Sie umfassen zusammen rund 2.523 Megawatt Leistung. Die bezuschlagten Gebotswerte lagen zwischen 4,49 und 4,98 Cent je Kilowattstunde.
Die Ergebnisse zeigen, dass zahlreiche Windkraftprojekte auch bei geringeren Zuschlagswerten um eine Förderung konkurrieren. Ob daraus langfristig günstigere Stromkosten entstehen, hängt jedoch davon ab, wann die Anlagen gebaut werden, wie viel Strom sie erzeugen und wie sich der übrige Energiemarkt entwickelt.
Warum die Stromrechnung nicht sofort sinkt
Die 4,79 Cent sind kein Stromtarif für Privathaushalte. Es handelt sich um einen durchschnittlichen Zuschlagswert aus dem Ausschreibungsverfahren für neue Windenergieanlagen.
Auf der Stromrechnung kommen weitere Bestandteile hinzu, etwa Netzentgelte, Steuern, Umlagen, Grundpreis und die Kosten des Energieversorgers. Außerdem wird der Großhandelsstrompreis auch durch die Nachfrage, das Wetter und die Kosten anderer Kraftwerke beeinflusst. Mehr Windstrom kann langfristig dazu beitragen, die Abhängigkeit von teuren fossilen Brennstoffen zu verringern. Wie stark Verbraucher davon profitieren, lässt sich aus einer einzelnen Ausschreibung aber nicht berechnen.
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