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Strompreise 2026/27: Viele Stadtwerke rechnen mit höheren Kosten

Stromleitung Grundversorgung
Von Ron Boschert · · Lesezeit ca. 2 Min.
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Viele Stromkunden müssen sich zur Heizperiode 2026/27 auf ein schwieriges Marktumfeld einstellen. Eine Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen zeigt: 49 Prozent der teilnehmenden Stadtwerke rechnen beim Strom mit höheren Preisen als in der Heizperiode 2025/26.

Für Verbraucher bedeutet das nicht automatisch, dass jeder Stromvertrag sofort teurer wird. Entscheidend sind der jeweilige Anbieter, die Vertragslaufzeit, die Preisgarantie und der Zeitpunkt, zu dem Tarife neu kalkuliert werden. Die Umfrage zeigt aber, dass viele kommunale Versorger mit steigenden Kosten planen.

Netze werden zum großen Preistreiber

Beim Strom nennen die befragten Unternehmen vor allem steigende Netzentgelte als Grund für mögliche Preiserhöhungen. Dahinter stehen Investitionen in Netze und Anlagen. Die Stromnetze müssen mehr erneuerbare Energien aufnehmen, zusätzliche Verbraucher wie Wärmepumpen und Elektroautos versorgen und zugleich stabil bleiben.

Laut der Umfrage sehen 82 Prozent der teilnehmenden Unternehmen steigende Netzentgelte durch höheren Investitionsbedarf als wichtigen Preisfaktor. 70 Prozent verweisen zudem auf gestiegene oder weiter steigende Großhandelspreise. Auch zusätzliche bürokratische Vorgaben können aus Sicht der Stadtwerke die Kosten erhöhen.

Für Haushalte ist wichtig: Netzentgelte sind ein fester Bestandteil der Stromrechnung. Sie unterscheiden sich regional und können je nach Netzgebiet spürbare Auswirkungen auf den Endpreis haben.

Stromkunden sollten nicht nur auf den Abschlag schauen

Viele Haushalte vergleichen vor allem den monatlichen Abschlag. Aussagekräftiger sind aber Arbeitspreis, Grundpreis, Jahresverbrauch und Vertragsbedingungen. Wer nur den Abschlag betrachtet, erkennt oft nicht, ob der Tarif insgesamt günstig oder teuer ist. Besonders aufmerksam sollten Kunden sein, deren Preisgarantie bald endet oder die noch in der Grundversorgung sind. Auch wer seit längerer Zeit keinen Tarifvergleich gemacht hat, sollte prüfen, ob der Vertrag noch zum eigenen Verbrauch passt.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass der Umbau des Energiesystems weiter Geld kostet. Stadtwerke investieren in Netze und Anlagen, damit die Versorgung künftig stabiler und klimafreundlicher wird. Für Verbraucher bleibt entscheidend, wie effizient diese Kosten verteilt werden und welche Tarife am eigenen Wohnort verfügbar sind.

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