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Kraftwerksstrategie: Zuschläge für knapp 12 Gigawatt Gaskraftwerke

Die Bundesnetzagentur hat die erste Runde für Langzeitkapazitäten vergeben. Neukundentarife kosten aktuell 38,4 ct/kWh, vier Wochen zuvor waren es 34,8 ct.

41 Gebote Gebote über knapp 12 GW: Bundesnetzagentur vergibt erste Zuschläge für neue Gaskraftwerke.
Von · · Lesezeit ca. 2 Min.
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  • 38,4 ct/kWh kosten Neukundentarife aktuell, vier Wochen zuvor waren es 34,8 ct.
  • 41 Gebote über knapp zwölf Gigawatt gingen in der ersten Ausschreibungsrunde ein.
  • 16,95 ct/kWh betrug der Börsenpreis im Oktober 2026, im Vorjahresmonat 8,45 ct.

Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der ersten Ausschreibungsrunde für Langzeitkapazitäten im Rahmen der Kraftwerksstrategie bekannt gegeben. Das geht aus einer Pressemitteilung zum POLITICO Competitive Germany Summit in Berlin hervor.

Es gab 41 Gebote über knapp zwölf Gigawatt. Der durchschnittliche Zuschlagspreis lag bei rund 155.000 Euro. Sechs von elf Zuschlägen gingen an das Lausitzer Energieunternehmen Leag.

Streit um die Kosten

Auf dem Summit gingen die Einschätzungen darüber auseinander, wie sich die Ausschreibung auf die Strompreise auswirkt. Im Mittelpunkt stand eine ab 2031 geplante Umlagefinanzierung der neuen Kraftwerke. Eine Umlage verteilt Kosten über die Stromrechnung auf die Verbraucher.

Es handelt sich dabei um einen Plan, nicht um eine bereits geltende Regel. Welche Beträge am Ende auf Haushalte entfallen, geht aus der Meldung nicht hervor.

Die aktuelle Preislage

Unabhängig von den Kraftwerksplänen sind die Preise für Neukunden zuletzt deutlich gestiegen. Im Strompreisbarometer lag der Durchschnitt günstiger Tarife mit zwölf Monaten Preisgarantie in Kalenderwoche 45/2026 bei 38,4 ct/kWh. Vier Wochen zuvor, in Kalenderwoche 41, waren es 34,8 ct/kWh.

Das sind 3,6 ct/kWh oder rund 10 % mehr. Die Werte gelten inklusive Grundpreis und ohne Bonus. Für einen Haushalt mit 3.500 kWh im Jahr ergeben sich aktuell Jahreskosten von 1.343 Euro, bei dem Preis von vor vier Wochen wären es rund 126 Euro weniger.

Börsenstrompreis auf höherem Niveau

Auch am Großhandelsmarkt liegen die Preise höher als vor einem Jahr. Der Day-Ahead-Preis (der Preis für Strom, der am Folgetag geliefert wird) lag laut Bundesnetzagentur | SMARD.de im Oktober 2026 im Monatsmittel bei 16,95 ct/kWh netto. Im Oktober 2025 waren es 8,45 ct/kWh.

In den ersten vier Tagen des laufenden Monats lag der Mittelwert bei 25,43 ct/kWh. Den aktuellen Verlauf sehen Sie beim Börsenstrompreis heute.

Was das für Sie bedeutet

Die Kraftwerksstrategie wirkt sich nach den bisherigen Plänen erst ab 2031 auf die Finanzierung aus, ein konkreter Aufschlag für Ihren Haushalt ist daraus nicht ableitbar. Für Ihre Stromrechnung zählt in den nächsten Monaten vor allem der Tarif, den Sie heute haben.

Prüfen Sie, was Ihr Tarif pro Kilowattstunde kostet und wann Ihre Preisgarantie endet. Mit dem Stromtarif-Rechner können Sie Angebote mit Preisgarantie vergleichen und nach Ihren Wünschen filtern.

Quelle: Presseportal (Wirtschaft); eigene Daten: Strompreisbarometer und Tarifdaten (Verivox), Börsenpreis (Bundesnetzagentur | SMARD.de), Auswertung stromvermittlung.de. Stand 04.11.2026.

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