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Strom wird wieder teurer: Neukunden zahlen fast 31 Cent pro kWh

Stromkunden müssen sich wieder auf ein schwierigeres Marktumfeld einstellen. Nach einer aktuellen Auswertung auf Basis von Verivox-Daten zahlen Neukunden derzeit im Schnitt knapp 31 Cent pro Kilowattstunde beim günstigsten Anbieter. Ein ähnlich hohes Niveau gab es demnach zuletzt im Mai 2023.
Noch im Juni lagen die günstigsten Neukundenpreise deutlich niedriger. Auch im Vergleich zur Vorwoche hat sich der Markt spürbar bewegt. Für Haushalte bedeutet das nicht automatisch, dass jeder bestehende Vertrag sofort teurer wird. Es zeigt aber: Neue Stromtarife werden wieder anspruchsvoller kalkuliert.
Gaspreis drückt auch auf den Strommarkt
Ein wichtiger Grund ist der Gasmarkt. Wenn Gas teurer wird, steigen auch die Kosten für Gaskraftwerke. Diese Kraftwerke werden besonders dann gebraucht, wenn wenig Solarstrom verfügbar ist oder der Wind schwach ausfällt.
Gerade mit Blick auf Herbst und Winter kann das den Strommarkt belasten. Die sonnenreichen Monate sind vorbei, die Tage werden kürzer und der Anteil günstiger Solarstrom-Erzeugung sinkt. Dann müssen andere Kraftwerke häufiger einspringen. Das kann sich auf die Börsenstrompreise auswirken. Auch die Strompreise lagen am Terminmarkt für die kommenden Wintermonate deutlich höher als im Vorjahr. Der Börsenpreis ist zwar nicht identisch mit dem Haushaltsstrompreis. Er beeinflusst aber die Beschaffungskosten der Anbieter und damit auch neue Tarife.
Bestandstarif nicht blind weiterlaufen lassen
Für Verbraucher ist jetzt vor allem der eigene Vertrag entscheidend. Wer eine laufende Preisgarantie hat, ist je nach Bedingungen zunächst besser geschützt. Läuft die Preisbindung aber bald aus oder steckt der Haushalt in einem teuren Tarif, kann ein Vergleich sinnvoll sein.
Wichtig sind Arbeitspreis, Grundpreis, Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist. Der monatliche Abschlag allein reicht nicht aus, um die tatsächlichen Stromkosten zu bewerten. Erst der Blick auf Verbrauch und Kilowattstundenpreis zeigt, ob der Tarif noch passt. Haushalte sollten deshalb nicht panisch wechseln, aber ihre Vertragsdaten kennen. Wer lange nicht gewechselt hat oder eine auslaufende Preisgarantie besitzt, sollte die neuen Marktpreise besonders aufmerksam beobachten.
Wer den eigenen Vertrag prüfen möchte, findet auf unserer Seite im Bereich Stromvergleich eine kostenlose und unverbindliche Möglichkeit zum Vergleich der eigenen Stromkosten.
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