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Strompreise schwanken: Warum Haushalte unterschiedlich viel zahlen
Geopolitische Spannungen treiben Energiepreise in die Höhe. E.ON-Kunden zahlen durchschnittlich 34,56 ct/kWh. Wie Sie sparen.

Zwei Haushalte können gleich viel Strom verbrauchen und trotzdem mehrere Hundert Euro Unterschied auf der Jahresrechnung haben. Der Grund liegt nicht allein bei den Energiekosten. Auch der gewählte Tarif, der Wohnort und die Vertragsbedingungen beeinflussen, wie viel Verbraucher zahlen.
Die Unsicherheit an den internationalen Energiemärkten verschärft die Situation. Politische Konflikte können Gas und andere Energierohstoffe verteuern. Weil Gaskraftwerke weiterhin an der Stromversorgung beteiligt sind, wirken sich solche Entwicklungen teilweise auch auf den Stromgroßhandel aus.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Stromanbieter seine Preise im gleichen Umfang anpasst.
Warum Stromtarife so unterschiedlich teuer sind
Energieversorger beschaffen Strom zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Konditionen. Manche sichern größere Mengen langfristig ab, während andere Angebote stärker an der aktuellen Marktentwicklung ausrichten. Hinzu kommen regionale Netzentgelte, staatliche Preisbestandteile sowie unterschiedliche Grund- und Arbeitspreise.
Wie groß Tarifunterschiede ausfallen können, zeigen die für Oktober 2026 bereitgestellten Vergleichsdaten von stromvermittlung.de. Bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden werden für die betrachteten E.ON-Grundversorgungstarife durchschnittlich rund 1.470 Euro genannt. Für EWE liegen die angegebenen Jahreskosten bei etwa 1.263 Euro.
Günstigere Angebote können deutlich darunterliegen. Allerdings hängen die verfügbaren Tarife vom Wohnort, dem genauen Verbrauch und den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Die genannten Durchschnittswerte sind deshalb keine allgemeingültigen Preise für sämtliche Kunden dieser Anbieter.
Ein günstiger Tarif muss auch langfristig passen
Wer seinen Stromanbieter wechseln möchte, sollte nicht ausschließlich auf die niedrigste angezeigte Jahresrechnung achten.
Ein niedriger Einstiegspreis kann beispielsweise durch einen Neukundenbonus entstehen. Fällt dieser im zweiten Vertragsjahr weg, können die tatsächlichen Kosten steigen. Auch Preisgarantie, Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist sind entscheidend. Gerade bei schwankenden Beschaffungskosten kann eine passende Preisgarantie mehr Planungssicherheit bieten. Sie deckt allerdings nicht zwingend sämtliche Preisbestandteile ab.
Besonders sinnvoll kann ein Vergleich für Haushalte sein, die noch in der Grundversorgung sind oder ihren Vertrag seit mehreren Jahren nicht überprüft haben. Eine bestimmte Ersparnis lässt sich daraus jedoch nicht pauschal ableiten.
Wer herausfinden möchte, welche Angebote am eigenen Wohnort verfügbar sind, kann dafür unseren kostenlosen und unverbindlichen Stromvergleich nutzen.
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