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Strom-VKG: Erste Auktion vergibt Zuschläge für elf Gaskraftwerke
Elf Kraftwerke erhalten Zuschläge, 4,5 Gigawatt werden gefördert. Eine Umlage auf den Strompreis ist ab 2031 vorgesehen.

- 11 Kraftwerke erhielten Zuschläge, drei von RWE, sechs von der LEAG, eines kommunal.
- 2031: Ab diesem Jahr soll eine Umlage auf den Strompreis die Förderung finanzieren.
- 38,4 ct/kWh kosten günstige Neukundentarife aktuell, 3,6 ct mehr als vor vier Wochen.
Die erste Ausschreibungsrunde des Strom-Versorgungssicherheitsgesetzes (Strom-VKG) ist abgeschlossen. Laut einer Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) erhielten elf Kraftwerke einen Zuschlag. Es handelt sich ausschließlich um Gaskraftwerke.
Drei der bezuschlagten Anlagen gehören RWE, sechs der LEAG. Nur ein Kraftwerk gehört einem kommunalen Unternehmen. Kein Batteriespeicher kam zum Zug.
Kritik der Umwelthilfe
Die DUH führt das Ergebnis auf Sonderkriterien zu Laufzeit und Herstellung in den ersten beiden Runden zurück. Sie kritisiert eine starke Konzentration der Bieter.
Nach Darstellung der DUH finanziert die LEAG mit den Zuschlägen die Umrüstung alter Kraftwerke von Braunkohle auf Gas. Das widerspreche dem Ziel, den Neubau zu fördern. Die Organisation fordert faire Wettbewerbsbedingungen, die auch Batteriespeicher berücksichtigen.
Zeitplan und Finanzierung
Das Strom-VKG ist im Sommer 2026 in Kraft getreten. In den ersten beiden Runden werden jeweils 4,5 Gigawatt gefördert. Spätere Ausschreibungen sollen grundsätzlich technologieoffener werden.
Ab 2032 ist ein dauerhaftes System jährlicher Ausschreibungen vorgesehen. Die Förderung soll ab 2031 über eine Umlage auf den Strompreis finanziert werden. Eine Umlage ist ein Aufschlag, den alle Stromkunden über ihre Rechnung zahlen. Eine Höhe nennt die Meldung nicht.
Aktuelle Preislage
Die Umlage betrifft Sie erst in einigen Jahren. Aktuell sind die Preise für Neukunden gestiegen. Laut unserem Strompreisbarometer kosten günstige Neukundentarife mit zwölf Monaten Preisgarantie in Kalenderwoche 45/2026 im Schnitt 38,4 ct/kWh.
Das sind 3,6 ct/kWh mehr als vier Wochen zuvor (34,8 ct/kWh in Kalenderwoche 41). Bei 3.500 kWh im Jahr ergeben sich Jahreskosten von 1.343 Euro, einschließlich Grundpreis und ohne Bonus.
Auch an der Börse lag der Day-Ahead-Preis (Handelspreis für den Folgetag) im Oktober 2026 im Monatsmittel bei 16,95 ct/kWh netto. Im Oktober 2025 waren es 8,45 ct/kWh. In den ersten drei Tagen des Novembers lag er bei 25,6 ct/kWh. Den aktuellen Verlauf zeigt der Börsenstrompreis heute.
Was das für Sie bedeutet
Für Ihre Stromrechnung hat die Auktion derzeit keine direkte Wirkung. Die geplante Umlage soll frühestens ab 2031 anfallen.
Heute lohnt sich ein Blick auf Ihren eigenen Tarif. Im Stromtarif-Rechner können Sie Preise für Ihre Postleitzahl und Ihren Verbrauch vergleichen und nach Preisgarantie filtern.
Quelle: Presseportal (Umwelt); eigene Daten: Strompreisbarometer und Tarifdaten (Verivox), Börsenpreis (Bundesnetzagentur | SMARD.de), Auswertung stromvermittlung.de. Stand 03.11.2026.
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