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Bundesnetzagentur erteilt erste Zuschläge für Langzeitkapazitäten
Die Bundesnetzagentur hat 5,16 Gigawatt Langzeitkapazitäten bezuschlagt. Das Strompreisbarometer für Neukunden liegt bei 38,4 ct/kWh.

- 5,16 Gigawatt Langzeitkapazitäten erhalten Zuschläge, ausgeschrieben waren 4,5 Gigawatt.
- 38,4 ct/kWh kosten günstige Neukundentarife aktuell, vor vier Wochen 34,8 ct/kWh.
- 16,95 ct/kWh betrug der Börsenpreis im Oktober 2026, im Vorjahresmonat 8,45 ct/kWh.
Die Bundesnetzagentur hat am 3. November 2026 die ersten Zuschläge für Langzeitkapazitäten nach dem Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) veröffentlicht. Das berichtet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer Presseinformation. Bezuschlagt wurden 5,16 Gigawatt, vor allem wasserstofffähige Gaskraftwerke und Blockheizkraftwerke.
Ausgeschrieben waren 4,5 Gigawatt. Geboten wurden rund 12 Gigawatt, die Ausschreibung war damit deutlich überzeichnet. Rund 47 Prozent der bezuschlagten Leistung entfallen auf den netztechnischen Süden einschließlich NRW, 53 Prozent auf den Norden.
Zuschlagswerte und weitere Runden
Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt laut BDEW bei rund 155.000 Euro pro Megawatt reduzierter Leistung. Der zulässige Höchstwert betrug 244.000 Euro pro Megawatt, der Abstand liegt bei knapp 90.000 Euro.
Das StromVKG sieht zunächst drei Ausschreibungsrunden vor. Bis Ende Dezember folgt eine weitere Runde für Langzeitkapazitäten. 2027 soll eine technologieoffene Ausschreibung über zwei Gigawatt für Anlagen ohne Langzeitkriterium folgen.
Die Preislage am Strommarkt
Welche Folgen die Zuschläge für Strompreise haben, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Ein Blick auf die aktuelle Preislage zeigt, wie sich der Markt derzeit entwickelt. Laut unserem Strompreisbarometer kosten günstige Neukundentarife mit 12 Monaten Preisgarantie in Kalenderwoche 45/2026 im Schnitt 38,4 ct/kWh. Das sind 1.343 Euro im Jahr bei 3.500 kWh, ohne Bonus und inklusive Grundpreis.
In Kalenderwoche 41 lag der Wert bei 34,8 ct/kWh, also 3,6 ct/kWh niedriger. Der Day-Ahead-Börsenstrompreis, also der Preis für Lieferung am Folgetag, lag im Oktober 2026 im Mittel bei 16,95 ct/kWh netto. Im Oktober 2025 waren es 8,45 ct/kWh. In den ersten drei Tagen im November stieg der Mittelwert auf 25,6 ct/kWh. Aktuelle Werte finden Sie unter Börsenstrompreis heute.
Beispiel Grundversorgung
Wer in der Grundversorgung bleibt, zahlt oft mehr als Neukunden. In einer Postleitzahl mit 337 Grundversorgungen von EWE VERTRIEB GmbH kostet die Grundversorgung 29,66 ct/kWh. Das sind 1.263 Euro im Jahr bei 3.500 kWh.
Die günstigste Alternative für ein Jahr kommt dort inklusive Bonus auf 950 Euro. Die Ersparnis beträgt bis zu 314 Euro. Der Bonus ist darin enthalten und gilt nur im ersten Jahr. Mehr zum Anbieter finden Sie im Anbieterprofil EWE.
Was das für Sie bedeutet
Die Zuschläge selbst ändern Ihre Stromrechnung nicht unmittelbar. Die Preise für Neukunden sind in den vergangenen vier Wochen gestiegen. Prüfen Sie daher, was Ihr aktueller Tarif kostet und wann die Preisgarantie endet.
Mit dem Stromtarif-Rechner vergleichen Sie Angebote für Ihre Postleitzahl und Ihren Verbrauch. Achten Sie auf den Preis ohne Bonus und auf die Dauer der Preisgarantie.
Quelle: Pressemitteilung Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (per E-Mail, 03.11.2026); eigene Daten: Strompreisbarometer und Tarifdaten (Verivox), Börsenpreis (Bundesnetzagentur | SMARD.de), Auswertung stromvermittlung.de. Stand 03.11.2026.
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