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Ersatzversorgung

Die Ersatzversorgung ist eine automatische Notversorgung über den Grundversorger: Sie greift, wenn Strom ohne gültigen Liefervertrag bezogen wird – etwa nach der Insolvenz des Anbieters oder beim Einzug ohne Anmeldung. Sie ist auf maximal drei Monate befristet (§ 38 EnWG); danach geht es automatisch in die Grundversorgung über.

Was ist die Ersatzversorgung?

Wird an einem Anschluss Strom verbraucht, ohne dass ein gültiger Liefervertrag besteht, springt automatisch der örtliche Grundversorger ein – das ist die Ersatzversorgung nach § 38 Energiewirtschaftsgesetz. Typische Fälle: Ihr Anbieter stellt die Belieferung ein (z. B. Insolvenz), oder Sie ziehen ein, ohne einen Vertrag abzuschließen. Sie müssen dafür nichts tun – der Strom fließt nahtlos weiter, Sie sind nie ohne Versorgung.

Unterschied zwischen Ersatzversorgung und Grundversorgung

ErsatzversorgungGrundversorgung
Wann sie greiftStrombezug ohne gültigen Vertrag (Ausfall/Einzug)Standardtarif für Haushalte ohne Sondervertrag
Dauermaximal 3 Monateunbegrenzt
Rechtsgrundlage§ 38 EnWG§ 36 EnWG
Preiskann etwas höher sein (Mehrkosten gedeckelt)Standard-Grundversorgungstarif
Danachautomatischer Übergang in die Grundversorgung

Kurz: Die Ersatzversorgung ist die befristete Übergangslösung, die Grundversorgung der dauerhafte Standardtarif.

Wie lange kann man in der Ersatzversorgung bleiben?

Höchstens drei Monate. Das Versorgungsverhältnis endet, sobald Sie einen eigenen Liefervertrag haben – spätestens aber drei Monate nach Beginn. Schließen Haushaltskunden bis dahin keinen eigenen Vertrag ab, werden sie automatisch in die Grundversorgung übernommen.

Ist die Ersatzversorgung teurer als die Grundversorgung?

Sie kann etwas teurer sein, weil die kurzfristige Beschaffung aufwändiger ist. Seit der Gesetzesänderung 2022 sind die Mehrkosten aber begrenzt: Setzt der Grundversorger für Haushaltskunden höhere Ersatzversorgungspreise an, muss er die Beschaffungskosten gesondert ausweisen, und diese dürfen nicht höher sein als bei kurzfristigem Einkauf an der Börse. Preise dürfen außerdem häufiger (zum 1. und 15. eines Monats) angepasst werden. In der Praxis liegt die Ersatzversorgung damit oft nahe an der Grundversorgung – ein eigener Tarif ist trotzdem fast immer günstiger.

Was passiert nach Ende der Ersatzversorgung?

Haben Sie bis zum Ende der drei Monate keinen eigenen Vertrag abgeschlossen, gehen Sie automatisch in die Grundversorgung desselben Versorgers über – meist zum günstigeren Grundversorgungstarif. Eine Versorgungslücke entsteht also nie.

Wie kann die Ersatzversorgung beendet werden – und muss ich kündigen?

In der Regel müssen Sie nicht aktiv kündigen: Die Ersatzversorgung endet automatisch, sobald Sie einen neuen Stromvertrag abschließen – die Abmeldung übernimmt dann der neue Anbieter. Eine lange Bindung gibt es nicht, Sie können jederzeit wechseln. Wichtig ist nur, dass Sie aktiv einen günstigen Tarif wählen – sonst landen Sie im teureren Standardtarif der Grundversorgung. Den günstigsten Tarif für Ihre PLZ finden Sie im Stromrechner.

Häufige Fragen zu Ersatzversorgung

Was ist die Ersatzversorgung?
Eine automatische Notversorgung über den Grundversorger, wenn Strom ohne gültigen Liefervertrag bezogen wird, etwa nach Insolvenz des Anbieters oder Einzug ohne Anmeldung. Sie ist auf maximal drei Monate befristet.
Was ist der Unterschied zwischen Ersatzversorgung und Grundversorgung?
Die Ersatzversorgung ist eine befristete Übergangslösung von maximal drei Monaten nach Paragraf 38 EnWG. Die Grundversorgung ist der dauerhafte Standardtarif nach Paragraf 36 EnWG. Nach Ende der Ersatzversorgung geht es automatisch in die Grundversorgung über.
Wie lange kann man in der Ersatzversorgung bleiben?
Höchstens drei Monate. Sie endet früher, sobald ein eigener Liefervertrag besteht. Ohne eigenen Vertrag wechselt man danach automatisch in die Grundversorgung.
Ist die Ersatzversorgung teurer als die Grundversorgung?
Sie kann etwas teurer sein. Seit 2022 sind die Mehrkosten aber begrenzt, da die Beschaffungskosten gesondert auszuweisen sind und nicht höher als an der Börse kalkuliert werden dürfen. Oft liegt sie nahe an der Grundversorgung.
Was kostet die Ersatzversorgung?
Das hängt vom Grundversorger und Netzgebiet ab. Der Preis orientiert sich an der Grundversorgung, kann aber wegen der kurzfristigen Beschaffung etwas höher liegen und häufiger angepasst werden.
Was passiert nach dem Ende der Ersatzversorgung?
Ohne eigenen Vertrag werden Haushaltskunden automatisch in die Grundversorgung desselben Versorgers übernommen, meist zu einem günstigeren Tarif. Eine Versorgungslücke entsteht nicht.
Wie kann die Ersatzversorgung beendet werden?
Sie endet automatisch, sobald Sie einen neuen Stromvertrag abschließen. Der neue Anbieter übernimmt dabei die Abmeldung.
Muss ich die Ersatzversorgung kündigen?
In der Regel nicht aktiv. Durch den Abschluss eines neuen Tarifs endet sie von selbst. Wichtig ist nur, dass Sie überhaupt einen günstigen Tarif wählen, statt in der teureren Grundversorgung zu bleiben.
Gibt es eine Kündigungsfrist bei der Ersatzversorgung?
Es gibt keine lange Bindung. Die Ersatzversorgung ist jederzeit wechselbar und endet spätestens nach drei Monaten automatisch.
Bin ich in der Ersatzversorgung sicher mit Strom versorgt?
Ja. Die Ersatzversorgung stellt sicher, dass Sie auch ohne gültigen Vertrag nahtlos Strom bekommen. Eine Versorgungslücke entsteht nie.
Wann lande ich in der Ersatzversorgung?
Meist nach der Insolvenz oder dem Lieferstopp Ihres Anbieters oder wenn Sie in eine Wohnung einziehen und keinen eigenen Vertrag abschließen.

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Verwandte Begriffe

Quellen: Rechtsgrundlage und Dauer der Ersatzversorgung: § 38 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und Bundesnetzagentur. Begrenzung der Mehrkosten für Haushaltskunden: Gesetzesänderung 2022.

Redaktion stromvermittlung.de