Preisgarantie (Stromtarif)
Eine Preisgarantie sichert zu, dass Ihr Stromanbieter den Preis für eine bestimmte Zeit nicht erhöht. Wichtig ist die Art: Die übliche eingeschränkte Preisgarantie deckt nur Beschaffung, Vertrieb und Netz ab – nicht Steuern, Abgaben und Umlagen. Nur die seltenere Vollpreisgarantie schützt vor (fast) allen Erhöhungen.
Was ist eine Preisgarantie beim Strom?
Mit einer Preisgarantie verspricht der Anbieter, den vereinbarten Preis über einen festgelegten Zeitraum stabil zu halten. Sie schützt also vor Preiserhöhungen während der Garantiezeit. Entscheidend ist aber, welche Preisbestandteile die Garantie umfasst – denn ein Strompreis besteht aus Energiebeschaffung, Netzentgelten, Steuern, Abgaben und Umlagen.
Welche Arten der Preisgarantie gibt es?
| Art | Garantiert | Nicht garantiert |
|---|---|---|
| Eingeschränkte Preisgarantie / Preisfixierung | Beschaffung, Vertrieb, Netzentgelte | Steuern, Abgaben, Umlagen |
| Nettopreisgarantie | alle Bestandteile außer Steuern | Mehrwertsteuer, Stromsteuer |
| Vollpreisgarantie (Bruttopreisgarantie) | der gesamte Preis inkl. Steuern und Abgaben | nur komplett neu eingeführte staatliche Lasten |
Am häufigsten ist die eingeschränkte Preisgarantie – sie sichert nur die vom Anbieter beeinflussbaren Teile. Die Vollpreisgarantie bietet den besten Schutz, ist aber oft teurer.
Warum erhöht sich mein Strompreis trotz Preisgarantie?
Weil die meisten Garantien eingeschränkt sind: Steigen Steuern, Abgaben oder Umlagen – oder bei einer Nettopreisgarantie die Mehrwert- oder Stromsteuer –, darf der Anbieter diese Erhöhung trotz „Preisgarantie" weitergeben. Nur eine Vollpreisgarantie schützt vor (fast) allen Erhöhungen. Lesen Sie deshalb genau, welche Art Ihr Tarif hat.
Wie lange gilt die Preisgarantie – und was passiert nach 12 Monaten?
Üblich sind 12 oder 24 Monate; oft entspricht die Garantiezeit der Mindestvertragslaufzeit. Nach Ablauf – etwa nach 12 Monaten – endet der Schutz: Der Anbieter darf den Preis dann anpassen, meist nach oben. Spätestens jetzt sollten Sie die Konditionen prüfen und gegebenenfalls wechseln.
Strom für 12 oder 24 Monate abschließen?
Eine längere Preisgarantie (24 Monate) schützt länger vor Erhöhungen, bindet Sie aber auch länger. Der Nachteil: Sinken die Marktpreise, profitieren Sie nicht davon – Sie zahlen weiter den fixierten Preis. Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher Tarife mit höchstens 12 Monaten Laufzeit, bei denen die Preisgarantie der Mindestlaufzeit entspricht. So bleiben Sie flexibel und können jährlich neu vergleichen.
Ist eine Preisgarantie bei Strom sinnvoll?
Als Schutz vor Erhöhungen ja – aber achten Sie auf zwei Dinge: die Art der Garantie (am besten Voll- oder zumindest Nettopreisgarantie) und eine kurze Laufzeit. Unabhängig davon haben Sie bei jeder Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht. In Phasen sinkender Preise kann eine lange Garantie sogar nachteilig sein. Welcher Tarif – mit passender Preisgarantie – für Ihre PLZ am günstigsten ist, sehen Sie im Stromrechner.
Häufige Fragen zu Preisgarantie (Stromtarif)
Was ist eine Preisgarantie beim Strom?
Welche Arten der Preisgarantie gibt es?
Warum erhöht sich mein Strompreis trotz Preisgarantie?
Was ist der Unterschied zwischen Nettopreisgarantie und Preisfixierung?
Was ist eine Vollpreisgarantie?
Wie lange gilt die Preisgarantie beim Strom?
Was passiert nach 12 Monaten Preisgarantie?
Soll man Strom für 12 oder 24 Monate abschließen?
Ist eine Preisgarantie bei Strom sinnvoll?
Profitiere ich mit Preisgarantie von sinkenden Strompreisen?
Was ist eine Nettopreisgarantie?
Habe ich trotz Preisgarantie ein Kündigungsrecht?
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Verwandte Begriffe
Quellen: Arten und Abdeckung der Preisgarantie sowie Empfehlung zur Laufzeit: Verbraucherzentrale und Branchen-Ratgeber. Strompreis-Bestandteile: Beschaffung, Netzentgelte, Steuern, Abgaben, Umlagen.
