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Netzanschluss (Hausanschluss)

Der Netzanschluss – beim Gebäude der Hausanschluss – verbindet ein Haus über den Hausanschlusskasten mit dem öffentlichen Stromnetz. Zuständig ist der Netzbetreiber, bezahlt wird er vom Anschlussnehmer (meist dem Eigentümer). Er ist die Voraussetzung dafür, dass überhaupt Strom ins Haus kommt.

Was ist ein Netzanschluss bzw. Hausanschluss?

Der Netzanschluss ist die physische Verbindung zwischen dem öffentlichen Stromnetz und Ihrem Gebäude. Herzstück ist der Hausanschlusskasten (HAK), in dem die Netzleitung ankommt und abgesichert wird. Von dort geht es weiter zum Zähler und zur Verteilung. Zuständig ist der örtliche Netzbetreiber – nicht Ihr Stromanbieter.

Welche Netzanschlüsse gibt es?

  • Niederspannung (230/400 V): der normale Hausanschluss für Haushalte und kleines Gewerbe – einphasig oder dreiphasig (Drehstrom).
  • Mittel-/Hochspannung: für große Gewerbe- und Industriebetriebe mit hohem Bedarf.
  • Baustromanschluss: ein temporärer Anschluss (Baustromverteiler) für die Bauphase, der separat beantragt wird.

Wo ist der Netzanschluss?

Der Hausanschlusskasten sitzt meist im Hausanschlussraum bzw. Keller an der Hauswand. Schematisch verläuft der Strom: öffentliches Netz → Hausanschlusskasten → Stromzähler → Zählerschrank/Verteilung → Steckdosen. Bei größeren Gebäuden ist ein eigener Hausanschlussraum nach DIN 18012 vorgeschrieben.

Wie viel kW hat ein normaler Hausanschluss?

Ein Einfamilienhaus-Anschluss ist üblicherweise mit 3 × 35 A bis 3 × 63 A abgesichert – das entspricht rund 24 bis 43 kW möglicher Leistung. Für Wärmepumpe, Wallbox und PV reicht das meist; im Zweifel klärt der Netzbetreiber, ob eine Verstärkung nötig ist.

Leistungs- und Kostenangaben sind Richtwerte (eigene Schätzung); maßgeblich sind die Vorgaben Ihres Netzbetreibers.

Welches Kabel braucht man vom Hausanschluss zum Zähler?

Den Querschnitt legt die Elektrofachkraft nach der Absicherung fest – als grober Richtwert liegen Hauptleitungen oft bei 10 bis 25 mm² (Kupfer). Erdverlegte Anschlussleitungen sind in der Regel Erdkabel (z. B. NYY). Verbindlich sind die Technischen Anschlussregeln (TAR, VDE-AR-N 4100) und die Vorgaben des Netzbetreibers.

Wer zahlt den Netzanschluss – und wem gehört er?

Bezahlt wird der Anschluss vom Anschlussnehmer, also dem Bauherrn bzw. Eigentümer (Hausanschlusskosten plus ggf. Baukostenzuschuss). Der Hausanschlusskasten und die Anschlussleitung bis dorthin gehören dem Netzbetreiber und dürfen nur von ihm bzw. seinen Beauftragten verändert werden. Ab dem Hausanschlusskasten gehört die Anlage dem Hauseigentümer.

Was kostet ein Hausanschluss Strom? Kosten & Dauer

Als Richtwert kostet ein Standard-Stromhausanschluss beim Neubau rund 1.500 bis 3.000 €. Teurer wird es bei langen Wegen zum Netz, schwierigem Gelände oder höherer Leistung. Von der Beauftragung bis zur Fertigstellung vergehen je nach Netzbetreiber meist einige Wochen bis Monate – planen Sie den Anschluss daher frühzeitig ein.

Netzanschluss beantragen: Planung & Beauftragung

Der Antrag läuft über den Netzbetreiber, in der Regel über Ihren eingetragenen Elektroinstallateur. Typischer Ablauf: benötigte Leistung planen → Anschluss beim Netzbetreiber beantragen → Hausanschlussraum/Leitungsweg vorbereiten → Netzbetreiber setzt den Hausanschluss → Inbetriebnahme und Zählersetzung durch den Messstellenbetreiber.

Netzanschluss für PV-Anlage und Baustrom

Eine PV-Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und vom Fachbetrieb angeschlossen werden; meist wird dabei ein Zweirichtungszähler gesetzt, der Bezug und Einspeisung trennt. Für die Bauphase sorgt ein separater Baustromanschluss. Der Netzanschluss ist eine einmalige Sache des Netzbetreibers – den laufenden Strompreis bestimmt dagegen Ihr Anbieter. Den günstigsten Tarif für Ihre PLZ finden Sie im Stromrechner.

Häufige Fragen zu Netzanschluss (Hausanschluss)

Was ist ein Netzanschluss?
Der Netzanschluss verbindet ein Gebäude über den Hausanschlusskasten mit dem öffentlichen Stromnetz. Er ist die Voraussetzung dafür, dass Strom ins Haus kommt, und wird vom Netzbetreiber hergestellt.
Was ist der Hausanschluss Strom?
Der Hausanschluss ist der Netzanschluss eines Gebäudes. Im Hausanschlusskasten kommt die Netzleitung an und wird abgesichert, von dort geht es weiter zum Zähler und zur Verteilung.
Welche Netzanschlüsse gibt es?
Für Haushalte und kleines Gewerbe den Niederspannungsanschluss mit 230 oder 400 Volt, für große Betriebe Mittel- oder Hochspannungsanschlüsse, und für die Bauphase den temporären Baustromanschluss.
Wo ist der Netzanschluss?
Der Hausanschlusskasten befindet sich meist im Keller oder Hausanschlussraum an der Hauswand. Von dort führt die Leitung zum Stromzähler und zur Verteilung.
Wie viel kW hat ein normaler Hausanschluss?
Ein Einfamilienhaus ist üblicherweise mit 3 mal 35 bis 3 mal 63 Ampere abgesichert, also rund 24 bis 43 kW. Für Wärmepumpe, Wallbox und PV reicht das meist.
Welches Kabel braucht man vom Hausanschluss zum Zähler?
Den Querschnitt legt die Elektrofachkraft nach der Absicherung fest, als Richtwert oft 10 bis 25 Quadratmillimeter Kupfer. Maßgeblich sind die Technischen Anschlussregeln und die Vorgaben des Netzbetreibers.
Wer zahlt den Netzanschluss?
Der Anschlussnehmer, also der Bauherr oder Eigentümer, trägt die Hausanschlusskosten und gegebenenfalls einen Baukostenzuschuss.
Wer ist Eigentümer des Netzanschlusses?
Der Hausanschlusskasten und die Anschlussleitung bis dorthin gehören dem Netzbetreiber. Ab dem Hausanschlusskasten gehört die Anlage dem Hauseigentümer.
Wie hoch sind die Kosten für einen Hausanschluss Strom?
Als Richtwert rund 1.500 bis 3.000 Euro für einen Standardanschluss beim Neubau. Lange Wege zum Netz, schwieriges Gelände oder höhere Leistung machen es teurer.
Wie lange dauert ein Netzanschluss?
Von der Beauftragung bis zur Fertigstellung meist einige Wochen bis Monate, je nach Netzbetreiber. Planen Sie den Anschluss daher frühzeitig ein.
Wie beantrage ich einen Netzanschluss?
Über den Netzbetreiber, in der Regel über einen eingetragenen Elektroinstallateur. Nach der Planung der Leistung wird der Anschluss beantragt, gesetzt und schließlich mit der Zählersetzung in Betrieb genommen.
Was ist beim Netzanschluss einer PV-Anlage zu beachten?
Die Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet und vom Fachbetrieb angeschlossen werden. Meist wird ein Zweirichtungszähler gesetzt, der Bezug und Einspeisung getrennt erfasst.
Was ist ein Baustromanschluss?
Ein temporärer Stromanschluss für die Bauphase über einen Baustromverteiler. Er wird separat beim Netzbetreiber beantragt und nach Fertigstellung wieder abgebaut.

Verwandte Begriffe

Quellen: Technische Vorgaben: Technische Anschlussregeln (TAR, VDE-AR-N 4100) und DIN 18012 (Hausanschlussraum) sowie die Vorgaben des jeweiligen Netzbetreibers. Angaben zu Leistung, Querschnitt, Kosten und Dauer sind Richtwerte (eigene Schätzung).

Redaktion stromvermittlung.de