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Redispatch

Redispatch ist ein Eingriff der Netzbetreiber in die Fahrweise von Kraftwerken, um Netzengpässe zu beheben: Vor einem überlasteten Leitungsabschnitt werden Kraftwerke gedrosselt, dahinter hochgefahren. Die Gesamterzeugung bleibt gleich – nur die geografische Verteilung ändert sich. Die Kosten dafür liegen bei mehreren Milliarden Euro pro Jahr und stecken in den Netzentgelten.

Was ist Redispatch?

Wenn eine Stromleitung an ihre Kapazitätsgrenze stößt, greifen die Netzbetreiber ein: Sie drosseln Kraftwerke vor dem Engpass und fahren andere hinter dem Engpass hoch. So wird dieselbe Strommenge erzeugt, aber so verteilt, dass die Leitung nicht überlastet wird. Das nennt man Redispatch.

Warum ist Redispatch nötig?

In Deutschland entsteht viel Windstrom im Norden, der Bedarf ist aber auch im Süden hoch – und es fehlen noch Leitungen. An windreichen Tagen reicht die Netzkapazität nicht aus, um den Strom überallhin zu transportieren. Redispatch verhindert dann eine Überlastung, bis der Netzausbau die Engpässe dauerhaft beseitigt.

Redispatch 2.0

Seit Oktober 2021 gilt das erweiterte Verfahren Redispatch 2.0: Es bezieht auch kleinere Anlagen und erneuerbare Energien ein, nicht mehr nur große konventionelle Kraftwerke. Das macht das Engpassmanagement flexibler.

Was kostet Redispatch?

Das gesamte Netzengpassmanagement kostet mehrere Milliarden Euro pro Jahr: 2023 rund 3,3 Mrd. €, 2024 etwa 2,8 Mrd. €. Diese Kosten werden über die Netzentgelte auf alle Stromkunden umgelegt und stecken damit im Strompreis. Mit fortschreitendem Netzausbau sollen sie sinken.

Was bedeutet Redispatch für mich?

Direkt merken Sie nichts davon – Ihr Strom fließt unverändert. Indirekt zahlen Sie die Redispatch-Kosten aber über die Netzentgelte mit. Ein günstiger Tarif entlastet Sie an anderer Stelle: Den besten für Ihre PLZ finden Sie im Stromrechner.

Häufige Fragen zu Redispatch

Was ist Redispatch?
Ein Eingriff der Netzbetreiber in die Kraftwerksfahrweise, um Netzengpässe zu beheben. Vor einem überlasteten Leitungsabschnitt werden Kraftwerke gedrosselt, dahinter hochgefahren. Die Gesamterzeugung bleibt gleich.
Warum ist Redispatch nötig?
Weil viel Windstrom im Norden erzeugt wird, der Bedarf aber auch im Süden hoch ist und Leitungen fehlen. Redispatch verhindert eine Überlastung des Netzes, bis der Netzausbau die Engpässe beseitigt.
Was ist Redispatch 2.0?
Das seit Oktober 2021 geltende erweiterte Verfahren, das auch kleinere Anlagen und erneuerbare Energien in das Engpassmanagement einbezieht, nicht mehr nur große konventionelle Kraftwerke.
Was kostet Redispatch in Deutschland?
Das gesamte Netzengpassmanagement kostet mehrere Milliarden Euro im Jahr, 2023 rund 3,3 Milliarden und 2024 etwa 2,8 Milliarden Euro.
Wer zahlt die Redispatch-Kosten?
Alle Stromkunden. Die Kosten werden über die Netzentgelte umgelegt und stecken damit im Strompreis.
Ändert Redispatch die erzeugte Strommenge?
Nein. Es wird dieselbe Menge erzeugt, nur anders verteilt. Vor dem Engpass wird gedrosselt, dahinter hochgefahren.
Was ist der Unterschied zwischen Redispatch und Einspeisemanagement?
Das frühere Einspeisemanagement für erneuerbare Anlagen ist seit Redispatch 2.0 in das einheitliche Redispatch-Verfahren integriert.
Merke ich als Haushalt etwas von Redispatch?
Direkt nicht, Ihr Strom fließt unverändert. Indirekt zahlen Sie die Kosten über die Netzentgelte mit.
Sinken die Redispatch-Kosten?
Mit dem Netzausbau sollen sie langfristig sinken. 2024 lagen sie bereits unter dem Wert von 2023, auch wegen geringerer Engpässe.

Verwandte Begriffe

Quellen: Redispatch-Kosten Netzengpassmanagement (2023 ~3,3 Mrd. €, 2024 ~2,8 Mrd. €): Bundesnetzagentur und Übertragungsnetzbetreiber. Redispatch 2.0 seit Oktober 2021.

Redaktion stromvermittlung.de