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Wirkleistung

Die Wirkleistung ist der Anteil der elektrischen Leistung, der tatsächlich in nutzbare Energie – etwa Wärme, Licht oder Bewegung – umgewandelt wird. Sie wird in Watt (W) gemessen und ist genau die Leistung, die Ihr Stromzähler erfasst und die Sie als Verbraucher bezahlen.

EinheitWatt (W), Kilowatt (kW)
FormelP = U · I · cos φ
Wirkleistung berechnen
Wirkleistung PScheinleistung SBlindleistung Q

P = U · I · cos φ · S = U · I · Q = U · I · sin φ

Die Wirkleistung (Formelzeichen P, Einheit Watt, englisch active power bzw. real power) beschreibt den Teil der elektrischen Leistung, der real Arbeit verrichtet: Er treibt Motoren an, erzeugt Wärme im Heizstab oder bringt die Lampe zum Leuchten. Über die Zeit entsteht aus der Wirkleistung die Wirkarbeit in Kilowattstunden (kWh) – die Größe, die auf Ihrer Stromrechnung steht.

In Wechselstromnetzen unterscheidet man drei Leistungsarten: die Wirkleistung (nutzbar, in Watt), die Blindleistung (in var; pendelt zwischen Erzeuger und Verbraucher und baut z. B. in Motoren und Transformatoren Magnetfelder auf, ohne Nutzarbeit zu leisten) und die Scheinleistung (in VA) als geometrische Summe beider. Wie groß der Wirkanteil ist, gibt der Leistungsfaktor cos φ an.

Formel: P = U · I · cos φ. Beispiel: Ein Gerät zieht bei 230 V eine Stromstärke von 5 A bei cos φ = 0,9. Die Wirkleistung beträgt 230 V × 5 A × 0,9 ≈ 1.035 Watt; die volle Scheinleistung läge bei 1.150 VA. Mit dem Rechner unten können Sie eigene Werte ausprobieren.

Was bedeutet das für Ihre Stromkosten? Haushaltszähler erfassen ausschließlich die Wirkarbeit (kWh) – Blindleistung wird Privathaushalten nicht in Rechnung gestellt. Für Ihre Stromrechnung zählt also allein die Wirkleistung. Wie sich Ihr Jahresverbrauch in Euro übersetzt und wie viel ein Anbieterwechsel spart, berechnen Sie mit unserem Stromrechner – und welcher Anbieter in Ihrer Region am günstigsten ist, zeigt der Stromvergleich.

Häufige Fragen zu Wirkleistung

Was ist Wirkleistung einfach erklärt?
Wirkleistung ist der Teil des Stroms, der wirklich Arbeit verrichtet – also Geräte antreibt, Wärme oder Licht erzeugt. Sie wird in Watt gemessen. Nur die daraus entstehende Wirkarbeit in Kilowattstunden (kWh) erscheint auf Ihrer Stromrechnung.
Wie berechnet man die Wirkleistung?
Mit der Formel P = U · I · cos φ – also Spannung (Volt) mal Stromstärke (Ampere) mal Leistungsfaktor. Beispiel: 230 V × 5 A × 0,9 ≈ 1.035 Watt. Eigene Werte können Sie mit dem Rechner auf dieser Seite ausprobieren.
Welche Einheit hat die Wirkleistung?
Die Wirkleistung wird in Watt (W) bzw. Kilowatt (kW) angegeben. Zur Unterscheidung trägt die Scheinleistung die Einheit Voltampere (VA) und die Blindleistung die Einheit var (Voltampere reaktiv).
Was ist der Unterschied zwischen Wirk-, Blind- und Scheinleistung?
Die Wirkleistung (W) leistet die nutzbare Arbeit. Die Blindleistung (var) pendelt nur hin und her und baut Magnetfelder auf, ohne Nutzarbeit. Die Scheinleistung (VA) ist die geometrische Summe aus beiden: S = √(P² + Q²).
Was ist höher, Scheinleistung oder Wirkleistung?
Die Scheinleistung (VA) ist immer mindestens so groß wie die Wirkleistung (W). Es gilt Wirkleistung = Scheinleistung × cos φ, und der Leistungsfaktor cos φ ist höchstens 1. Nur bei rein ohmschen Verbrauchern wie einem Heizstab sind beide gleich.
Was bedeutet Wirkleistung bei PV-Anlage und Wechselrichter?
Bei einer Photovoltaik-Anlage ist die Wirkleistung die tatsächlich nutzbare Leistung, die der Wechselrichter ans Hausnetz oder ins öffentliche Netz abgibt (in Watt bzw. Kilowatt). Sie bestimmt Eigenverbrauch und Einspeisung. Moderne Wechselrichter können zusätzlich Blindleistung zur Netzstützung liefern – vergütet wird aber die eingespeiste Wirkarbeit in kWh.
Was heißt Wirkleistung auf Englisch?
Wirkleistung heißt auf Englisch active power (auch real power). Blindleistung ist reactive power, Scheinleistung ist apparent power.
Lässt sich die Wirkleistung erhöhen?
Bei einem gegebenen Gerät ist die Wirkleistung durch Spannung, Stromstärke und Leistungsfaktor festgelegt. Erhöhen lässt sie sich durch mehr Last (höhere Stromstärke) oder durch einen besseren Leistungsfaktor (cos φ näher an 1) – etwa per Blindleistungskompensation mit Kondensatoren bei Motoren. Für Privathaushalte ist das kein Stellhebel; relevant ist es vor allem in Gewerbe und Industrie.

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Redaktion stromvermittlung.de · Stand 06/2026