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Strombörse (EPEX)

Die Strombörse ist der Marktplatz, an dem Strom im Großhandel gehandelt wird – für Deutschland vor allem die EPEX SPOT. Der Preis bildet sich aus Angebot und Nachfrage und wird in €/MWh notiert. Gehandelt wird am Vortag (Day-Ahead) und kurzfristig (Intraday). Diese Börsenpreise sind die Grundlage für dynamische Stromtarife.

Was ist die Strombörse?

An der Strombörse kaufen und verkaufen Versorger, Händler und große Verbraucher Strom. Der dort gebildete Preis ist der Großhandelspreis – angegeben in €/MWh (80 €/MWh entsprechen 8 ct/kWh). Haushalte handeln nicht direkt an der Börse; ihr Anbieter beschafft den Strom dort.

Day-Ahead und Intraday

MarktWannAuflösungZweck
Day-AheadAuktion am Vortag (gegen 12 Uhr)je Stunde (teils 15 Min.)Grundbeschaffung für den nächsten Tag
Intradaylaufend bis kurz vor Lieferung15 Minutenkurzfristiger Ausgleich, z. B. bei Wetteränderungen

Wie entsteht der Börsenpreis? (Merit-Order)

Die Kraftwerke werden nach Kosten gereiht – von günstig (Wind, Sonne) bis teuer (Gas). Den Preis bestimmt das teuerste noch benötigte Kraftwerk (Merit-Order). Bei viel Wind und Sonne ist der Preis niedrig, in einer Dunkelflaute steigt er stark; bei Überschuss kann er sogar negativ werden.

Was hat die Strombörse mit meinem Tarif zu tun?

Bei einem dynamischen Tarif wird der Börsenpreis stündlich an Sie weitergegeben – wer in günstigen Stunden verbraucht, spart. Bei einem Festpreistarif glättet der Anbieter die Schwankungen. Den passenden Tarif für Ihre PLZ finden Sie im Stromrechner.

Häufige Fragen zu Strombörse (EPEX)

Was ist die Strombörse?
Der Marktplatz für den Stromgroßhandel, für Deutschland vor allem die EPEX SPOT. Dort bildet sich aus Angebot und Nachfrage der Großhandelspreis in Euro pro Megawattstunde.
Was ist die EPEX SPOT?
Die European Power Exchange, die wichtigste Strombörse für den kurzfristigen Handel in Deutschland und mehreren Nachbarländern.
Was ist der Unterschied zwischen Day-Ahead und Intraday?
Day-Ahead ist eine Auktion am Vortag mit stündlichen Preisen für den nächsten Tag. Intraday läuft fortlaufend bis kurz vor Lieferung in 15-Minuten-Schritten und dient dem kurzfristigen Ausgleich.
In welcher Einheit wird Börsenstrom gehandelt?
In Euro pro Megawattstunde. 80 Euro pro MWh entsprechen 8 ct pro kWh, jeweils ohne Netzentgelte, Steuern und Abgaben.
Wie entsteht der Börsenstrompreis?
Über die Merit-Order: Die Kraftwerke werden nach Kosten gereiht, und der Preis richtet sich nach dem teuersten noch benötigten Kraftwerk. Viel Wind und Sonne senken ihn, Knappheit treibt ihn nach oben.
Warum sind Börsenpreise manchmal negativ?
Wenn sehr viel Wind- und Solarstrom bei geringer Nachfrage im Netz ist, übersteigt das Angebot den Bedarf. Dann kann der Preis negativ werden.
Kann ich als Haushalt an der Strombörse kaufen?
Nicht direkt. Ihr Anbieter beschafft den Strom an der Börse. Mit einem dynamischen Tarif geben manche Anbieter die Börsenpreise aber stündlich weiter.
Was hat die Strombörse mit dynamischen Tarifen zu tun?
Dynamische Tarife koppeln den Arbeitspreis an den stündlichen Börsenpreis. So wird Strom in günstigen Stunden billiger und in teuren Stunden teurer.
Was ist die Merit-Order?
Die Reihung der Kraftwerke nach ihren Kosten. Das teuerste gerade noch benötigte Kraftwerk bestimmt den Börsenpreis für alle.

Verwandte Begriffe

Quellen: Funktionsweise von Day-Ahead- und Intraday-Handel sowie Merit-Order: EPEX SPOT und Grundlagen des Strommarkts.

Redaktion stromvermittlung.de