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Stromzähler (Arten)

Der Stromzähler misst den Stromverbrauch in Kilowattstunden. Es gibt mehrere Arten: den alten analogen Ferraris-Zähler, die digitale moderne Messeinrichtung, das intelligente Messsystem (Smart Meter), den Doppeltarifzähler (HT/NT) und den Zweirichtungszähler für PV-Anlagen.

Welche Stromzähler gibt es?

ZählertypMerkmalWofür
Ferraris-Zähler (analog)silberne Drehscheibe, mechanisches Zählwerkalter Standard, wird ersetzt
Moderne Messeinrichtungdigitaler Zähler mit Display, ohne Kommunikationder heutige Standardzähler
Intelligentes Messsystem (Smart Meter)digitaler Zähler plus Kommunikationseinheit (Gateway)Pflicht bei hohem Verbrauch und PV, Basis für dynamische Tarife
Doppeltarifzählerzwei Zählwerke (1.8.1 HT, 1.8.2 NT)Hoch-/Niedertarif, Nachtstrom, Wärmepumpe
Zweirichtungszählermisst Bezug (1.8.0) und Einspeisung (2.8.0)PV-Anlagen und Balkonkraftwerke

Ferraris-Zähler oder digitaler Zähler?

Der Ferraris-Zähler mit der drehenden Scheibe ist der klassische Stromzähler – er wird nach und nach durch digitale Zähler ersetzt. Diese zeigen den Verbrauch auf einem Display und sind die Grundlage für Smart Meter und dynamische Tarife. Bis 2032 sollen die alten mechanischen Zähler verschwunden sein.

Der Drehstromzähler

Haushaltszähler sind in der Regel Drehstromzähler: Sie erfassen den Verbrauch über alle drei Phasen und messen dabei phasensaldierend. So zählt nur der tatsächliche Netto-Bezug oder die Netto-Einspeisung.

Wie lese ich den Stromzähler ab?

Abgelesen wird der Wert hinter der Kennzahl 1.8.0 (Bezug) – beim Doppeltarif zusätzlich 1.8.1 und 1.8.2, bei PV auch 2.8.0 für die Einspeisung. Wie das genau geht, steht unter Zählerstand. Die Zählernummer zur Identifikation des Geräts finden Sie daneben am Barcode.

Wer ist für den Stromzähler zuständig?

Einbau, Betrieb und Wartung übernimmt der Messstellenbetreiber – meist der örtliche Netzbetreiber. Dafür fällt ein jährliches Messentgelt an. Den günstigsten Stromtarif für Ihre PLZ finden Sie unabhängig vom Zähler im Stromrechner.

Wann wird mein Zähler getauscht?

Im Zuge des Smart-Meter-Rollouts: Pflicht ist ein intelligentes Messsystem bei einem Jahresverbrauch über 6.000 kWh sowie bei PV-Anlagen ab 7 kW; auf Wunsch kann es jeder bekommen. Der Messstellenbetreiber kündigt den Tausch rechtzeitig an.

Häufige Fragen zu Stromzähler (Arten)

Welche Arten von Stromzählern gibt es?
Den analogen Ferraris-Zähler, die digitale moderne Messeinrichtung, das intelligente Messsystem (Smart Meter), den Doppeltarifzähler für Hoch- und Niedertarif sowie den Zweirichtungszähler für PV-Anlagen.
Was ist ein Ferraris-Zähler?
Der klassische analoge Stromzähler mit einer silbernen Drehscheibe und mechanischem Zählwerk. Er wird nach und nach durch digitale Zähler ersetzt.
Was ist der Unterschied zwischen moderner Messeinrichtung und Smart Meter?
Die moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Zähler ohne Kommunikation. Erst mit einem Smart-Meter-Gateway wird daraus ein intelligentes Messsystem, das Daten übermittelt und dynamische Tarife ermöglicht.
Was ist ein Doppeltarifzähler?
Ein Zähler mit zwei Zählwerken, 1.8.1 für den Hochtarif und 1.8.2 für den Niedertarif. Er wird für Hoch-/Niedertarif, Nachtstrom oder Wärmepumpen genutzt.
Was ist ein Zweirichtungszähler?
Ein Zähler, der sowohl den Bezug aus dem Netz (1.8.0) als auch die Einspeisung (2.8.0) erfasst. Er wird bei PV-Anlagen und Balkonkraftwerken gesetzt.
Was ist ein Drehstromzähler?
Ein Zähler, der den Verbrauch über alle drei Phasen erfasst und phasensaldierend misst. Im Haushalt ist er der Standard.
Wie lese ich meinen Stromzähler ab?
Sie lesen den Wert hinter der Kennzahl 1.8.0 ab, beim Doppeltarif zusätzlich 1.8.1 und 1.8.2, bei PV auch 2.8.0. Die roten Nachkommastellen werden nicht mitgezählt.
Wer ist für den Stromzähler zuständig?
Der Messstellenbetreiber, meist der örtliche Netzbetreiber. Er baut den Zähler ein, betreibt ihn und berechnet dafür ein jährliches Messentgelt.
Wann wird mein Stromzähler getauscht?
Im Rahmen des Smart-Meter-Rollouts. Pflicht ist ein intelligentes Messsystem bei über 6.000 kWh Jahresverbrauch und bei PV-Anlagen ab 7 kW; auf Wunsch kann es jeder bekommen.
Was ist der Unterschied zwischen Zählernummer und Zählerstand?
Die Zählernummer kennzeichnet das Gerät und steht am Barcode. Der Zählerstand ist der abgelesene Verbrauch in Kilowattstunden im Display.
Kann ich meinen Stromzähler selbst wechseln?
Nein. Einbau und Tausch übernimmt ausschließlich der Messstellenbetreiber beziehungsweise eine beauftragte Fachkraft.

Verwandte Begriffe

Quellen: Zählertypen, OBIS-Kennzahlen (1.8.0, 1.8.1, 1.8.2, 2.8.0) und Smart-Meter-Rollout: Branchenstandard und Messstellenbetriebsgesetz (MsbG).

Redaktion stromvermittlung.de