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Grundlast & Spitzenlast

Die Grundlast ist die Leistung, die rund um die Uhr dauerhaft benötigt wird; die Spitzenlast sind die kurzzeitigen Verbrauchsmaxima. Den Begriff gibt es zweifach: im Stromnetz (welche Kraftwerke wann laufen) und im Haushalt (Dauer-Sockelverbrauch gegenüber kurzen Verbrauchsspitzen).

Grundlast und Spitzenlast einfach erklärt

Über den Tag schwankt der Stromverbrauch. In der Verbrauchskurve (dem Lastprofil) unterscheidet man drei Bereiche: die Grundlast als dauerhaften Sockel, die Mittellast für die normalen Tagesschwankungen und die Spitzenlast als kurzzeitige Maxima – etwa mittags und abends.

Grundlast, Mittellast und Spitzenlast im Stromnetz

LastartWannTypische Kraftwerke
Grundlastrund um die UhrLaufwasser, Biomasse (früher v. a. Kohle und Kernkraft)
Mittellastüber den Tag schwankendregelbare Kraftwerke
Spitzenlastkurze Maxima (Mittag, Abend)Gaskraftwerke, Pumpspeicher

Grundlastkraftwerke laufen möglichst gleichmäßig durch, Spitzenlastkraftwerke müssen sich schnell zu- und abschalten lassen.

Grundlast und Spitzenlast im Haushalt

Auch ein Haushalt hat eine Grund- und eine Spitzenlast:

  • Grundlast: Geräte, die praktisch immer laufen – Kühl- und Gefriergerät, WLAN-Router, Standby-Geräte, Heizungs-Umwälzpumpe.
  • Spitzenlast: Geräte, die kurz viel Leistung ziehen – Herd, Wasserkocher, Wäschetrockner, Durchlauferhitzer.

Warum die Grundlast im Haushalt wichtig ist

Die Grundlast läuft das ganze Jahr – rund 8.760 Stunden. Schon kleine Dauerverbraucher summieren sich deshalb stark: Ein heimlicher 20-Watt-Verbraucher kostet über das Jahr rund 175 kWh. Eine hohe Grundlast deutet daher oft auf Stromfresser oder unnötigen Standby hin – aufspüren lässt sie sich mit einem Strommessgerät.

Grundlast und die Energiewende

Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien wandelt sich das klassische Bild: Statt durchlaufender Grundlastkraftwerke gibt es mehr schwankende Erzeugung aus Wind und Sonne. Ausgeglichen wird das durch Speicher, flexible Kraftwerke und Lastverschiebung – etwa über dynamische Tarife, die Verbrauch gezielt in Zeiten mit viel günstigem Strom lenken.

Egal wie Ihr Verbrauch verteilt ist – den günstigsten Tarif für Ihre Jahresmenge finden Sie im Stromrechner.

Häufige Fragen zu Grundlast & Spitzenlast

Was ist die Grundlast?
Die Leistung, die dauerhaft rund um die Uhr benötigt wird. Im Stromnetz deckt sie die Grundlast, im Haushalt ist es der Sockelverbrauch von Geräten, die immer laufen.
Was ist die Spitzenlast?
Die kurzzeitigen Verbrauchsmaxima, etwa mittags und abends. Im Netz decken sie schnell regelbare Spitzenlastkraftwerke, im Haushalt sind es Geräte mit kurzer hoher Leistung wie Herd oder Wasserkocher.
Was ist der Unterschied zwischen Grundlast und Spitzenlast?
Die Grundlast ist der dauerhafte Sockel, die Spitzenlast sind die kurzen Maxima. Dazwischen liegt die Mittellast für die normalen Tagesschwankungen.
Welche Kraftwerke decken die Grundlast?
Heute vor allem Laufwasser- und Biomassekraftwerke, früher überwiegend Kohle- und Kernkraftwerke. Sie laufen möglichst gleichmäßig durch.
Welche Kraftwerke decken die Spitzenlast?
Schnell regelbare Kraftwerke wie Gaskraftwerke und Pumpspeicher, die sich kurzfristig zu- und abschalten lassen.
Was ist die Grundlast im Haushalt?
Der Sockelverbrauch von Geräten, die praktisch immer laufen, etwa Kühl- und Gefriergerät, Router, Standby-Geräte und die Heizungs-Umwälzpumpe.
Warum ist eine hohe Grundlast im Haushalt teuer?
Weil sie das ganze Jahr über rund 8.760 Stunden anliegt. Schon ein dauerhafter 20-Watt-Verbraucher kostet rund 175 kWh im Jahr. Eine hohe Grundlast deutet oft auf Stromfresser oder Standby hin.
Wie senke ich meine Grundlast im Haushalt?
Indem Sie Standby-Geräte abschalten, alte Dauerverbraucher ersetzen und heimliche Stromfresser mit einem Strommessgerät aufspüren.
Was ist Mittellast?
Der Bereich zwischen Grund- und Spitzenlast, der die normalen Tagesschwankungen des Verbrauchs abdeckt und von regelbaren Kraftwerken bedient wird.
Wie verändert die Energiewende die Grundlast?
Statt durchlaufender Grundlastkraftwerke gibt es mehr schwankende Erzeugung aus Wind und Sonne. Ausgeglichen wird das durch Speicher, flexible Kraftwerke und Lastverschiebung, etwa über dynamische Tarife.

Verwandte Begriffe

Quellen: Einordnung von Grund-, Mittel- und Spitzenlast sowie der zugehörigen Kraftwerkstypen: Grundlagen der Energiewirtschaft. Beispielrechnung zur Haushalts-Grundlast: eigene Berechnung, stromvermittlung.de.

Redaktion stromvermittlung.de