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Kraftwerkstypen

Kraftwerke erzeugen Strom aus verschiedenen Quellen. Man unterscheidet nach Energieträger (Wind, Sonne, Wasser, Biomasse, Kohle, Gas) und nach Einsatz – Grund-, Mittel- und Spitzenlast. Erneuerbare verdrängen zunehmend konventionelle Kraftwerke; Kernkraft spielt in Deutschland seit 2023 keine Rolle mehr.

Kraftwerke nach Energieträger

Im deutschen Strommix stehen sich zwei Gruppen gegenüber:

  • Erneuerbare: Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse – inzwischen der größte Anteil.
  • Konventionelle: Braun- und Steinkohle sowie Gaskraftwerke. Kernkraftwerke sind seit dem Atomausstieg 2023 außer Betrieb.

Grund-, Mittel- und Spitzenlastkraftwerke

Nach ihrem Einsatz unterscheidet man drei Typen (mehr dazu unter Grundlast & Spitzenlast):

TypWannBeispiele
Grundlastkraftwerkläuft rund um die UhrLaufwasser, Biomasse (früher Kohle, Kernkraft)
Mittellastkraftwerkfolgt dem Tagesverlaufregelbare Kohle- und Gaskraftwerke
Spitzenlastkraftwerkkurze VerbrauchsspitzenGasturbinen, Pumpspeicher

Regelbar oder fluktuierend?

Kohle- und Gaskraftwerke lassen sich gezielt steuern, Wind- und Solaranlagen liefern dagegen wetterabhängig. Mit dem wachsenden Anteil Erneuerbarer steigt deshalb der Bedarf an Flexibilität – an Regelenergie, Speichern und regelbaren Backup-Kraftwerken, vor allem in einer Dunkelflaute.

Wandel durch die Energiewende

Das klassische Grundlast-Modell verliert an Bedeutung: Statt durchlaufender Kohle- und Kernkraftwerke setzt man auf erneuerbare Erzeugung plus flexible Gaskraftwerke (künftig wasserstofffähig) und Speicher. Welcher Strom in Ihrem Tarif steckt, zeigt die Stromkennzeichnung – günstige Tarife finden Sie im Stromrechner.

Häufige Fragen zu Kraftwerkstypen

Welche Kraftwerkstypen gibt es?
Nach Energieträger erneuerbare Kraftwerke wie Wind, Solar, Wasser und Biomasse sowie konventionelle wie Kohle und Gas. Nach Einsatz unterscheidet man Grund-, Mittel- und Spitzenlastkraftwerke.
Was ist ein Grundlastkraftwerk?
Ein Kraftwerk, das möglichst gleichmäßig rund um die Uhr läuft, etwa Laufwasser- oder Biomassekraftwerke, früher vor allem Kohle und Kernkraft.
Was ist ein Spitzenlastkraftwerk?
Ein schnell regelbares Kraftwerk für kurze Verbrauchsspitzen, etwa Gasturbinen oder Pumpspeicher.
Welche Kraftwerke sind regelbar?
Kohle- und Gaskraftwerke sowie Pumpspeicher lassen sich gezielt hoch- und herunterfahren. Wind- und Solaranlagen liefern dagegen wetterabhängig.
Spielt Kernkraft in Deutschland noch eine Rolle?
Nein. Mit dem Atomausstieg 2023 gingen die letzten Kernkraftwerke vom Netz.
Was bedeutet die Energiewende für die Kraftwerke?
Das klassische Grundlast-Modell verliert an Bedeutung. Statt durchlaufender Kohle- und Kernkraftwerke setzt man auf Erneuerbare plus flexible Gaskraftwerke und Speicher.
Warum braucht man trotz Erneuerbarer noch Backup-Kraftwerke?
Weil Wind und Sonne schwanken. In einer Dunkelflaute müssen regelbare Kraftwerke, Speicher und Importe einspringen, um die Versorgung zu sichern.
Was ist ein Mittellastkraftwerk?
Ein Kraftwerk, das dem Tagesverlauf des Verbrauchs folgt und sich dafür regeln lässt, etwa moderne Kohle- und Gaskraftwerke.
Welche erneuerbaren Kraftwerke gibt es?
Windkraft- und Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerke und Biomasseanlagen. Sie machen inzwischen den größten Teil der Stromerzeugung aus.

Verwandte Begriffe

Quellen: Einteilung der Kraftwerke nach Energieträger und nach Grund-, Mittel- und Spitzenlast: Grundlagen der Energiewirtschaft. Atomausstieg in Deutschland 2023.

Redaktion stromvermittlung.de