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Wallbox

Eine Wallbox ist eine fest installierte Wandladestation, mit der Sie Ihr Elektroauto zu Hause schneller und sicherer laden als an der Steckdose. Für Privathaushalte üblich ist eine 11-kW-Wallbox (beim Netzbetreiber anzumelden). Mit einer PV-Anlage lässt sich gezielt mit Solar-Überschuss laden.

EinheitLadeleistung in kW (Heim: meist 11 kW)
FormelLadezeit ≈ Akkukapazität (kWh) ÷ Ladeleistung (kW)
Ladezeit berechnen
Ladezeit (0–100 %)an der Steckdose (2,3 kW)

Ladezeit ≈ Akkukapazität ÷ Ladeleistung. In der Praxis kommen rund 10 % Ladeverluste und langsameres Laden zum Schluss hinzu.

Warum eine Wallbox statt Steckdose?

An einer normalen Schuko-Steckdose lässt sich ein E-Auto nur mit etwa 2,3 kW „notladen" – das dauert sehr lange und belastet Leitung und Stecker bei Dauerlast stark (Brandrisiko). Eine Wallbox lädt mit 11 kW rund fünfmal schneller, über einen eigenen, abgesicherten Stromkreis und mit Schutzfunktionen. Für regelmäßiges Laden zu Hause ist die Wallbox daher die richtige Wahl; die Steckdose taugt nur als Notlösung.

Wallbox 11 kW oder 22 kW?

  • 11 kW (dreiphasig, 16 A): für Privathaushalte Standard. Nur anmeldepflichtig beim Netzbetreiber. Lädt ein typisches E-Auto über Nacht voll.
  • 22 kW (32 A): doppelt so schnell, aber genehmigungspflichtig und für das Heimladen meist unnötig.

Welche Zuleitung braucht eine 11-kW-Wallbox?

Sie wird dreiphasig (400 V) über einen eigenen Stromkreis mit eigener Absicherung und Fehlerstromschutz angeschlossen. Als grober Richtwert reicht bei kurzer Strecke ein Kabel mit 5 × 2,5 mm²; den genauen Querschnitt legt die Elektrofachkraft fest. Installiert werden darf eine Wallbox nur vom Fachbetrieb.

Was kostet eine Wallbox inklusive Einbau?

Die Wallbox selbst kostet rund 400–800 €, die Installation je nach Aufwand 500–2.000 €. Insgesamt landen die meisten bei etwa 1.000–2.500 €. Lange Leitungswege oder ein nötiger Umbau des Zählerschranks treiben den Preis.

Preis-, Zuleitungs- und Ladezeit-Angaben sind Richtwerte (eigene Schätzung); maßgeblich sind Gerät, Fahrzeug und die Vorgaben der Elektrofachkraft.

Wallbox-Förderung

Die bundesweite KfW-Förderung für private Wallboxen ist ausgelaufen. Aktuell gibt es keine dauerhafte Bundesförderung, aber teils regionale Programme von Ländern, Kommunen oder Stadtwerken. Prüfen Sie aktuelle Angebote bei Ihrem Netzbetreiber bzw. Ihrer Kommune.

Vor- und Nachteile einer Wallbox

VorteileNachteile
schnelles Laden (11 kW statt 2,3 kW)Anschaffungs- und Installationskosten
sicher über eigenen StromkreisInstallation nur durch Fachbetrieb
Solar-Überschussladen mit PV möglichab 12 kW genehmigungspflichtig (22 kW)
steuerbar nach § 14a für reduzierte Netzentgeltein Mietobjekten Abstimmung nötig

Wallbox mit oder ohne Kabel?

Eine Wallbox mit fest angeschlagenem Kabel ist im Alltag bequemer (Kabel immer dran). Eine Wallbox ohne Kabel (nur Ladebuchse) ist flexibler – Sie nutzen Ihr eigenes Kabel, und Diebstahl/Vandalismus am Kabel ist weniger ein Thema. Für die heimische Garage ist meist die Variante mit Kabel praktischer.

Wallbox in der Miettiefgarage

Auch Mieter und Wohnungseigentümer haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine Lademöglichkeit: Vermieter bzw. Eigentümergemeinschaft können die Installation grundsätzlich nicht verbieten, über die Ausführung aber mitbestimmen. Die Kosten trägt in der Regel die antragstellende Person.

Brauche ich überhaupt eine Wallbox?

Wer nur selten fährt und Zugang zu öffentlichen Ladesäulen hat, kommt zur Not auch mit dem Schuko-Notladen aus. Für regelmäßiges, bequemes und sicheres Laden – besonders in Kombination mit PV-Eigenverbrauch oder einem dynamischen Tarif – ist eine Wallbox aber klar die bessere Lösung. Den günstigsten Ladestrom-Tarif für Ihre PLZ finden Sie im Stromrechner.

Häufige Fragen zu Wallbox

Warum eine Wallbox statt Steckdose?
Weil die Wallbox mit 11 kW rund fünfmal schneller lädt als die Steckdose mit 2,3 kW, und das sicher über einen eigenen, abgesicherten Stromkreis. Die Steckdose taugt nur zum gelegentlichen Notladen.
Kann man eine Wallbox an eine normale Steckdose anschließen?
Nein. Eine Wallbox wird fest über einen eigenen Stromkreis vom Fachbetrieb angeschlossen. An der normalen Steckdose kann man ein E-Auto nur über den mitgelieferten Adapter langsam notladen.
Wallbox mit 11 kW oder 22 kW?
Für zu Hause reicht meist 11 kW; sie ist nur anmeldepflichtig und lädt ein E-Auto über Nacht voll. Eine 22-kW-Wallbox ist genehmigungspflichtig und meist unnötig.
Welche Zuleitung braucht eine 11-kW-Wallbox?
Einen eigenen, dreiphasigen Stromkreis mit eigener Absicherung und Fehlerstromschutz. Als Richtwert reicht bei kurzer Strecke ein Kabel mit 5 mal 2,5 Quadratmillimeter; den genauen Querschnitt legt die Elektrofachkraft fest.
Wie viel kostet eine Wallbox inklusive Einbau?
Die Wallbox kostet rund 400 bis 800 Euro, die Installation 500 bis 2.000 Euro. Insgesamt liegen die meisten bei etwa 1.000 bis 2.500 Euro.
Gibt es eine Wallbox-Förderung?
Die bundesweite KfW-Förderung für private Wallboxen ist ausgelaufen. Es gibt teils regionale Programme von Ländern, Kommunen oder Stadtwerken, die man individuell prüfen sollte.
Was sind die Nachteile einer Wallbox?
Vor allem die Anschaffungs- und Installationskosten und dass die Montage nur durch einen Fachbetrieb erfolgen darf. In Mietobjekten ist zudem eine Abstimmung nötig, und ab 22 kW ist eine Genehmigung erforderlich.
Wallbox mit oder ohne Kabel, was ist besser?
Mit fest angeschlagenem Kabel ist es im Alltag bequemer. Ohne Kabel ist es flexibler und diebstahlsicherer. Für die heimische Garage ist die Variante mit Kabel meist praktischer.
Wie lange dauert das Laden mit einer Wallbox?
Etwa Akkukapazität geteilt durch Ladeleistung. Ein 60-kWh-Akku lädt an einer 11-kW-Wallbox in rund 5,5 Stunden, an der Steckdose dagegen über 25 Stunden.
Darf ich in einer Miettiefgarage eine Wallbox installieren?
Ja. Mieter und Wohnungseigentümer haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine Lademöglichkeit. Der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft kann über die Ausführung mitbestimmen, die Kosten trägt meist der Antragsteller.
Brauche ich überhaupt eine Wallbox?
Wenigfahrer mit Zugang zu öffentlichen Ladesäulen kommen zur Not ohne aus. Für regelmäßiges, sicheres Laden und für PV-Überschussladen ist eine Wallbox aber klar die bessere Lösung.
Was ist Paragraf 14a bei der Wallbox?
Eine Wallbox kann als steuerbare Verbrauchseinrichtung angemeldet werden. Dann darf der Netzbetreiber die Leistung bei Netzengpässen kurzzeitig drosseln, im Gegenzug gibt es ein reduziertes Netzentgelt.

Im Ratgeber weiterlesen

Verwandte Begriffe

Quellen: Anmelde-/Genehmigungspflicht (11 kW/22 kW) und steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG: Netzbetreiber-Vorgaben. Anspruch auf Lademöglichkeit für Mieter/Eigentümer: WEG- und Mietrecht. Kosten, Zuleitung und Ladezeiten sind Richtwerte.

Redaktion stromvermittlung.de