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Netzausbau & Stromtrasse

Der Netzausbau erweitert und verstärkt das Stromnetz, damit vor allem Windstrom aus dem Norden in die Verbrauchszentren im Süden gelangt. Herzstück sind große Nord-Süd-Trassen wie SuedLink (Gleichstrom-Übertragung). Bis zur Fertigstellung beheben Redispatch-Eingriffe die Engpässe.

Warum ist der Netzausbau nötig?

Die Energiewende verschiebt die Erzeugung: Viel Strom entsteht durch Windkraft im Norden, während der Bedarf auch im Süden hoch ist. Die vorhandenen Leitungen reichen dafür nicht aus – an windreichen Tagen entstehen Netzengpässe, die heute teuer über Redispatch behoben werden. Der Netzausbau beseitigt diese Engpässe dauerhaft.

Übertragungsnetz und Verteilnetz

Ausgebaut wird auf zwei Ebenen: das Übertragungsnetz (Höchstspannung, große Trassen über weite Strecken) und das Verteilnetz vor Ort, das immer mehr PV-Anlagen und Wallboxen aufnehmen muss.

Die großen Stromtrassen (HGÜ)

Für den Transport über weite Strecken nutzt man Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ), weil sie verlustärmer ist:

TrasseVerlaufStand
SuedLinkSchleswig-Holstein → Baden-Württemberg / Bayern (ca. 690 km, ~4 GW)Inbetriebnahme geplant 2028
SuedOstLinkSachsen-Anhalt → Bayernim Bau

Diese Leitungen werden überwiegend als Erdkabel verlegt, was teurer, aber akzeptierter ist als Freileitungen.

Was kostet der Netzausbau – und wer zahlt?

Der Netzausbau verschlingt über die Jahre einen dreistelligen Milliardenbetrag. Die Kosten fließen in die Netzentgelte ein und stecken damit im Strompreis. Um Verbraucher zu entlasten, bezuschusst der Bund die Netzentgelte 2026 mit 6,5 Mrd. Euro.

Was bringt der Netzausbau den Verbrauchern?

Weniger Engpässe bedeuten weniger teures Redispatch und eine sichere Versorgung – auch bei wachsendem Anteil erneuerbarer Energien. Langfristig stabilisiert der Netzausbau die Netzkosten. Den günstigsten Tarif für Ihre PLZ finden Sie unabhängig davon im Stromrechner.

Häufige Fragen zu Netzausbau & Stromtrasse

Warum ist der Netzausbau in Deutschland nötig?
Weil viel Strom durch Windkraft im Norden erzeugt wird, der Bedarf aber auch im Süden hoch ist und Leitungen fehlen. Der Netzausbau beseitigt die Engpässe, die heute teuer über Redispatch behoben werden.
Was ist eine Stromtrasse?
Eine große Stromleitung für den Transport über weite Strecken. Die wichtigsten Nord-Süd-Trassen sind als verlustarme Gleichstromverbindungen (HGÜ) geplant.
Was ist SuedLink?
Eine rund 690 Kilometer lange Gleichstrom-Trasse von Schleswig-Holstein nach Baden-Württemberg und Bayern mit etwa 4 Gigawatt Kapazität. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.
Warum nutzt man bei Stromtrassen Gleichstrom?
Weil die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung über sehr lange Strecken weniger Verluste hat als Wechselstrom.
Was kostet der Netzausbau?
Über die Jahre einen dreistelligen Milliardenbetrag. Die Kosten fließen in die Netzentgelte ein und stecken damit im Strompreis.
Wer zahlt den Netzausbau?
Letztlich die Stromkunden über die Netzentgelte. Der Bund bezuschusst die Netzentgelte 2026 mit 6,5 Milliarden Euro, um die Verbraucher zu entlasten.
Werden Stromtrassen als Erdkabel oder Freileitung gebaut?
Die großen Nord-Süd-Gleichstromtrassen werden überwiegend als Erdkabel verlegt. Das ist teurer, stößt aber auf weniger Widerstand als Freileitungen.
Was bringt der Netzausbau den Verbrauchern?
Weniger Netzengpässe und damit weniger teures Redispatch sowie eine sichere Versorgung trotz wachsender Erneuerbarer. Langfristig stabilisiert er die Netzkosten.
Was wird beim Netzausbau ausgebaut?
Sowohl das Übertragungsnetz mit den großen Trassen als auch die örtlichen Verteilnetze, die immer mehr PV-Anlagen und Wallboxen aufnehmen müssen.

Verwandte Begriffe

Quellen: SuedLink (ca. 690 km, ~4 GW, Inbetriebnahme 2028) und Netzausbau: Übertragungsnetzbetreiber und Netzentwicklungsplan. Netzentgelt-Zuschuss 2026: Bundesregierung.

Redaktion stromvermittlung.de